Werbung

Pressemitteilung vom 20.09.2024    

IHK-Arbeitsgemeinschaft gibt Überblick zu Grund- und Gewerbesteuererhöhungen in Rheinland-Pfalz

Angesichts steigender Grund- und Gewerbesteuerhebesätze in zahlreichen Kommunen in Rheinland-Pfalz warnen die Industrie- und Handelskammern, die Steuerschraube nicht zu überdrehen – und die Balance zwischen Steuerlast und kommunaler Infrastruktur im Blick zu behalten.

Symbolbild (Foto: Pixabay)

Koblenz/Ludwigshafen/Mainz/Trier. "Steuererhöhungen in einem wirtschaftlich herausfordernden Umfeld bedeuten zusätzliche Belastungen für jeden einzelnen Betrieb und sind auch für einen Standort insgesamt nicht wachstumsfördernd", macht Dr. Florian Steidl deutlich, steuer- und finanzpolitischer Sprecher der IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz. "Steigen die Steuern, muss sich das auch in besseren Standortbedingungen bemerkbar machen – Standorte ohne Gegenleistung zu verteuern, wirkt wie eine Wachstumsbremse." Die IHKs fordern deshalb Investitionen in eine moderne und wirtschaftsnahe Infrastruktur wie Straßen, ÖPNV-Anbindung, Breitbandanschlüsse, Energieversorgung, aber auch in Bildung und Betreuung, ausreichend Gewerbeflächen, eine dienstleistungsorientierte öffentliche Kommunalverwaltung und ein passendes Angebot an Fachkräften vor Ort.

Die IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz richtet den Fokus auf das Verhältnis von steigenden Steuern und den Standortbedingungen, weil nach einer aktuellen IHK-Übersicht in den vergangenen zwei Jahren knapp ein Drittel der größeren Kommunen in Rheinland-Pfalz die Gewerbesteuer erhöht haben. Die Grundsteuer B haben mehr als drei Viertel der Kommunen angehoben. "Der Standortvorteil vergleichsweise moderater Hebesätze in unserem Bundesland schmilzt immer weiter ab", kommentiert Steidl. "Für unsere rheinland-pfälzischen Kommunen wird es dadurch schwieriger, im Standortwettbewerb um Unternehmen zu bestehen."



Durchschnittlicher Gewerbesteuerhebesatz im Land bei 398 Punkten
So haben innerhalb der vergangenen zwei Jahre sechs der 22 Kommunen mit mehr als 20.000 Einwohnern in Rheinland-Pfalz die Gewerbesteuer erhöht und 17 die Grundsteuer B. Der durchschnittliche Gewerbesteuerhebesatz in Rheinland-Pfalz liegt nun bei 398 Punkten – und ist damit um drei Prozentpunkte gegenüber 2023 gestiegen. Der durchschnittliche Grundsteuerhebesatz steigt auf 518 Punkte – ein Plus von 23 Punkten gegenüber 2023.

Gleichzeitig sei die Ausstattung mit öffentlicher Infrastruktur und wirtschaftsnahen öffentlichen Dienstleistungen regional sehr unterschiedlich – die Industrie- und Handelskammern sehen hier noch einigen Nachholbedarf. "Das Land Rheinland-Pfalz sollte hier mehr Investitionen nicht nur planen, sondern auch realisieren. Zudem muss das Land sich noch stärker der Verantwortung für die kommunalen Haushalte und damit für die Qualität der Standortbedingungen für die Wirtschaft vor Ort stellen", sagt Steidl. Kommunen selbst könnten Effizienzpotentiale steigern, etwa durch Prozessoptimierung oder verstärkte interkommunale Zusammenarbeit. Auch weitere Gebietsreformen dürften kein Tabu bleiben. (PM)


Feedback: Hinweise an die Redaktion

NR-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.

Anmeldung zum NR-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Kreis Neuwied.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Wirtschaft


Versteigerung in Moschheim am 13. Juni 2026: erstmals auch ein Wohnhaus

ANZEIGE | Bei der öffentlichen Versteigerung von Philippi-Auktionen am 13. Juni 2026 in Moschheim kommen ...

Sparkassenverband Rheinland-Pfalz verabschiedet drei prägende Kommunalvertreter

Bei der Verbandsversammlung des Sparkassenverbands Rheinland-Pfalz standen drei Persönlichkeiten im Mittelpunkt, ...

Startup Beach in Koblenz: Mut zur Selbstständigkeit

Der sechste Startup Beach der Handwerkskammer Koblenz lockte zahlreiche Gründungsinteressierte an den ...

Junges Unternehmernetzwerk Neuwied fordert in Berlin wirtschaftspolitische Reformen

Vertreter des Jungen Unternehmernetzwerks Neuwied reisten für intensive Gespräche nach Berlin, um die ...

Wie geopolitische Unsicherheit die Volatilität des Euro-Dollar-Wechselkurses in diesem Jahr antreibt

Das EUR/USD-Paar eröffnete das Jahr im Januar mit einem Mehrjahreshoch von 1,21, bevor es im März auf ...

Kleinmaischeid feiert: Highlights und Visionen beim großen Gewerbeparkfest

Das Organisationsteam des Gewerbevereins der Verbandsgemeinde Dierdorf veranstaltet am 30. und 31. Mai ...

Weitere Artikel


Ein Jahr als Winzer: Weinbau hautnah erleben mit der VHS Neuwied

Seit zwölf Jahren bietet die Volkshochschule (VHS) Neuwied in Kooperation mit Winzer Martin Sturm einen ...

Handwerkskammer Koblenz: Neuer Rhythmus für die "Nacht der Technik"

Die Handwerkskammer Koblenz hat eine Änderung für ihre Großveranstaltungen angekündigt. Die "Nacht der ...

Siebter Blues Summit in Neuwied: Britischer Gitarrenvirtuose trifft Koblenzer Toptrio

Die Bluesfreunde Neuwied setzen erneut auf die Kraft der Live-Musik und laden zum siebten Gipfeltreffen ...

Berufsorientierung in regionalen Unternehmen: Praktikumswochen unterstützen Betriebe bei der Suche nach Nachwuchs

Mit dem Schulbeginn Ende August rückt für Abschlussklassen in Rheinland-Pfalz die wichtige Frage der ...

Gourmet & Genuss erwartet Sie in Großmaischeid

ANZEIGE | Der Gewerbeverein "VG Dierdorf aktiv - Interessengemeinschaft Gewerbe e. V." lädt zum Inspirieren ...

Energieversorgung Mittelrhein unterstützt regionale Vereine mit 30.000 Euro

Die Energieversorgung Mittelrhein (evm) hat ihre vierte Vereinsförderaktion "Energieschub" beendet, bei ...

Werbung