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Pressemitteilung vom 11.09.2024    

Erste Ergebnisse des "Kinderärztlichen Dialogs" in Mayen-Koblenz und Neuwied vorgestellt

Der Ärztemangel in der pädiatrischen Versorgung spitzt sich weiter zu, besonders in den Landkreisen Mayen-Koblenz und Neuwied. Um dieser Herausforderung zu begegnen, wurde im April der "Kinderärztliche Dialog" initiiert. Nun wurden die ersten Ergebnisse präsentiert.

Um die pädiatrische Versorgung in der Region Mayen-Koblenz/Neuwied zu stärken, sind beim "Kinderärztlichen Dialog" bereits gute Ideen entstanden. (Foto: KV RLP)

Koblenz. Der zunehmende Ärztemangel zeigt sich immer mehr, gerade in der pädiatrischen Versorgung. Auch die Landkreise Mayen-Koblenz und Neuwied sehen sich durch das Entstehen von Versorgungsengpässen vor großen Herausforderungen. Aufgrund der aktuellen Situation hatten die Kassenärztliche Vereinigung Rheinland-Pfalz (KV RLP), die Kommunen, Gesundheitsämter sowie ambulant und stationär tätige Ärztinnen und Ärzte bereits im April einen "Kinderärztlichen Dialog" initiiert. Nun wurden erste Ergebnisse für die Region präsentiert.

Nachdem das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) der Johanniter in Sinzig die Zweigpraxis in Andernach im Frühjahr geschlossen hatte und auch das MVZ des Gemeinschaftsklinikums Mittelrhein in Mayen seine kinderärztlichen Stellen aktuell nicht besetzt bekommt, gestaltet sich die pädiatrische Versorgung in der Region schwierig. Um die kleinen Patientinnen und Patienten auch künftig bestmöglich medizinisch zu versorgen, sind kreative Lösungsideen gefragt. "Dafür ist es wichtig, dass sich alle Beteiligten aus genau diesem Gebiet untereinander austauschen", sagt Melitta Fechner, Zulassungs- und Kooperationsberaterin bei der KV RLP. Sowohl die kommunalen Spitzen, die Gesundheitsämter, die KV RLP als auch die Mediziner waren sich einig, dass die aktuelle Situation ein gemeinsames Handeln erfordert. Die KV RLP bringt dabei ihr fachliches Know-how ein. Die Beteiligten vor Ort wissen wiederum am besten, wie ihre Region tickt.

Weiterbildungsverbund, Vernetzung und Schulungen
Dass der bisherige Austausch überaus konstruktiv war, zeigt sich an den entstandenen Arbeitsgruppen. Zum einen geht es darum, sich ambulant und stationär noch besser vernetzen. Ganz konkret ist ein Weiterbildungsverbund zwischen Kliniken und Praxen aus der Region in Planung. Dieses Modell bietet sowohl für Krankenhaus und Praxis als auch für Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung Vorteile und macht die Weiterbildung in diesem Bereich generell attraktiver. Die Mitglieder der Arbeitsgruppe gestalten nun die konkreten Inhalte der Kooperation weiter aus, stimmen sich zu den nächsten Schritten auf dem Weg zur Gründung des Weiterbildungsverbunds ab und gehen auf weitere potenzielle Partnerinnen und Partner zu.




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Außerdem haben die zuständigen Gesundheitsämter eine engere Zusammenarbeit und Unterstützung in bestimmten Bereichen angeboten. Eine weitere Arbeitsgruppe befasst sich mit der Ausarbeitung von Schulungen für Eltern. Darin soll an deren Eigenverantwortung appelliert und verdeutlicht werden, wann es nötig ist, eine Kinderarztpraxis zu besuchen und wann es ausreicht, sich zu Hause um das kranke Kind zu kümmern.

Zukunftsfähige Strategie entwickeln
Neuwieds Landrat Achim Hallerbach ist von dem Format überzeugt: "Es ist wesentlich, nicht über, sondern miteinander zu sprechen. Nur so können wir das Beste für unsere Region herausholen." Dem stimmt der Erste Kreisbeigeordnete des Landkreises Mayen-Koblenz, Pascal Badziong, uneingeschränkt zu: "Wir arbeiten bereits in einigen Projekten eng mit unserem Nachbarlandkreis zusammen."

Formate auch in anderen Regionen
Die Arbeitsgruppen arbeiten mit Hochdruck an ihren Themen, um den Fortschritt beim nächsten Treffen im Dezember zu präsentieren. Ein ähnliches Format hatte die KV RLP im vergangenen Jahr in der Eifel initiiert. Auch für die Region Westerwald/Rhein-Lahn ist ein Treffen in Planung. "Wir gehen mit jeder Region gesondert in den Austausch. Das Gießkannenprinzip über ganz Rheinland-Pfalz funktioniert nicht", macht Fechner nochmals deutlich. Daher gebe es jeweils auf das Gebiet zugeschnittene Angebote. (PM)


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