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Pressemitteilung vom 10.09.2024    

Landkreis Neuwied ergreift erste Schutzmaßnahmen nach Vorfall in Linz am Rhein

Nach dem mutmaßlichen Attentatversuch in Linz am Rhein am Freitag (6. September) zieht die Kreisverwaltung Neuwied nun Konsequenzen. Ab sofort finden an den Eingängen zu Verwaltungsgebäude in Neuwied Zugangs- und Taschenkontrollen als Sicherheitsmaßnahmen statt.

(Foto: Kreisverwaltung Neuwied)

Kreis Neuwied. "Wenn Einzelne unserer Gesellschaft vermehrt Schreckliches zufügen wollen, ist es fahrlässig, nach Bekundungen des Unfassbaren und Bedauerns einfach zur Tagesordnung überzugehen. Vielmehr wird zu Recht konkretes Handeln erwartet und das ist es, was wir im Rahmen unserer Fürsorgepflicht und unserer Möglichkeiten tun." Was Landrat Achim Hallerbach feststellt, erfährt im Neuwieder Kreishaus erste Umsetzung. Mit einem Bündel an Sicherheitsvorkehrungen zum Schutz von Besuchern sowie ihrer Mitarbeiter zieht die Kreisverwaltung Neuwied unmittelbare Konsequenzen aus dem mutmaßlichen Attentatsversuch in der Polizeiinspektion Linz vom vergangenen Freitag (6. September). Die Schutzmaßnahmen betreffen zunächst den Zugang zum Kreishaus einschließlich der weiteren Dienstgebäude und sind seit Dienstag (10. September) gültig.

So wird an den Eingängen des Kreishauses, des Gebäudes Gesundheitsamt und des Dienstgebäudes "Rudolf-Diesel-Straße" mit Führerscheinstelle und Kfz-Zulassung während der regulären Öffnungszeiten eine Zugangskontrolle einschließlich Taschenkontrolle durch Sicherheitskräfte durchgeführt. Dabei kommen auch sogenannte Handscanner zum Einsatz, mit denen die Bürger wie Besucher auf gefährliche Gegenstände kontrolliert werden. Zudem wird die Nutzung des barrierefreien Zugangs zum Kreishaus über den Hinterhof dahingehend eingeschränkt, dass Besucher zunächst klingeln müssen und daraufhin eine separate Kontrolle stattfindet.



Vor diesem Hintergrund wurden an den jeweiligen Eingängen entsprechende Hinweisschilder mit dem Hinweis: "Zutritt nach vorheriger Einlass-/ Taschenkontrolle. Mitführen und Einbringen von Messern oder gefährlichen Gegenständen verboten" angebracht. "Gerade letzteres mag zunächst übertrieben erscheinen. Tatsächlich aber scheint gerade im Hinblick auf das Mitführen von Waffen zumindest bei Einzelnen die Auffassung zu bestehen, dass alles erlaubt, ist, was nicht ausdrücklich verboten wurde. So herrscht zumindest verbal und juristisch dingfest Klarheit", betont der stellvertretende Büroleiter der Kreisverwaltung, Florian Nußbaum.

Landrat Hallerbach bittet um Verständnis für die geregelten Zugangskontrollen. Immerhin haben sowohl das Verwaltungsgebäude als auch die Ausländerbehörde täglich mehrere hundert Besucher. Sicherheit gehe jetzt vor Vertrauen, der Schutz unsere Kolleginnen und Kollegen sei ihm sehr wichtig, äußert sich Hallerbach. Zudem weist er darauf hin, dass der Umgangston und das Verhalten mancher Besucher rauer geworden sind und teilweise nicht mehr akzeptabel seien. Deshalb bittet der Landrat als Dienstherr um Verständnis für die Maßnahmen: "Der Zugang und die Wahrnehmung der Termine in der Kreisverwaltung sind weiterhin möglich, jedoch müssen gewisse Regeln beachtet werden, die letztendlich zur Sicherheit aller beitragen", betont der Landrat. (PM/red)


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