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Pressemitteilung vom 30.08.2024    

Ein sicherer Hafen für Fledermäuse: Zoo Neuwied initiiert Schutzprojekt

Eine Gruppe von Biologen, Forstexperten und politischen Vertretern ist auf einer Mission, um den bedrohten Fledermausarten in der Region Neuwied einen sicheren Zufluchtsort zu schaffen. Der Zoo Neuwied spielt eine entscheidende Rolle bei dieser wichtigen Initiative.

(Fotos: Dipl. Biol. Alexandra Japes)

Neuwied. Am spätsommerlichen Morgen, als die Temperaturen noch angenehm kühl waren, versammelten sich Maximilian Birkendorf und Alexandra Japes vom Zoo Neuwied mit Revierförster Bernd Frorath, Fledermausexperte Stefan Kolling und Ortsbürgermeister Detlef Mohr auf dem Iserkopf.

Sie beurteilten eine Baumgruppe, deren Fläche als potenzieller Unterschlupf für bedrohte Fledermausarten dienen könnte. Ziel des Projekts ist es, diese Flächen aus der forstwirtschaftlichen Nutzung herauszukaufen. Japes, eine Biologin im Team, erklärte ihren Plan: "10.000 Euro aus den Einnahmen unseres Artenschutz-Euros, also der freiwilligen Spende, die erfreulich viele unsere Zoobesucher mit dem Eintritt leisten, möchten wir gern lokal verwenden. Fledermäuse sind eine der bedrohtesten Artengruppen Deutschlands: Alle 25 heimischen Arten sind im Rückgang begriffen."

Kolling, ein Naturschutz-Fachmann, führte kürzlich eine Bestandserfassung im geschützten Gebiet "Brexbach- und Saynbachtal" durch. Die Ergebnisse zeigten einen artenreichen Fledermausbestand mit mindestens 10 verschiedenen Arten, einschließlich der seltenen Bechsteinfledermaus und des Großen Mausohrs.

Mit Detektoren soll geprüft werden, wo es Fledermäuse gibt

Die ausgewählten Bäume, hauptsächlich hochverzweigte Buchen, haben das Potenzial, im Laufe der Zeit Astlöcher zu entwickeln, die als Lebensraum für Fledermäuse und Totholz-Insekten dienen können. Dieses Areal auf dem Iserkopf wurde als eine der beiden Flächen ausgewählt, die der Zoo Neuwied langfristig aus der forstwirtschaftlichen Nutzung nehmen möchte. Der Zoo plant, in den nächsten Monaten Fledermauskästen an den Bäumen anzubringen, um die Nutzung des Areals durch die Tiere zu erhöhen.




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Eine weitere Fläche, die Förster Frorath für das Schutzprojekt vorschlägt, muss noch geprüft werden: "Die Bäume hier sind wunderbar geeignet, aber Fledermausexperte Kolling möchte aufgrund anderer Faktoren an dieser Stelle zunächst noch mit Detektoren prüfen, ob es hier Fledermäuse gibt, bevor wir unsere Entscheidung treffen", fasst Japes das Ergebnis der Ortsbegehung zusammen. "Aber wir sind sicher, dass wir in jedem Fall in der Umgebung noch eine geeignete Stelle mit sogenannten Anwärterbäumen finden, die sich dann im Laufe der nächsten Jahrzehnte ungestört zu Quartierbäumen für unsere bedrohten, nächtlichen Waldgeister entwickeln können." (PM/red)


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