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Nachricht vom 11.06.2024    

Nächste Klinikpleite: Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz aus Hausen/Wied stellen Insolvenzantrag

Von Angela Göbler

Die wirtschaftliche Lage der Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz hat zu einem Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverantwortung geführt. Der Antrag wurde am Montag (10. Juni) beim Amtsgericht Neuwied gestellt. Der Betreiber von Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen will aber den Betrieb seiner Häuser aufrecht erhalten.

(Symbolfoto, Quelle: Pixabay)

Hausen/Wied. In einem Informationsschreiben an die Mitarbeiter hat der Betreiber die Hintergründe erklärt: Der Verein der Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz sieht sich mit steigenden Kosten konfrontiert. Tariferhöhungen, Inflation, Energiekrise und Materialverteuerungen werden als Gründe genannt. "Zusätzlich verschärfen gesundheitspolitische Veränderungen und der umgreifende Fachkräftemangel die Lage", so heißt es weiter.

Die römisch-katholische Ordensgemeinschaft, die 1862 im Wiedtal gegründet wurde und ihr Mutterhaus in Hausen (Wied) im Kreis Neuwied hat, betreibt mehrere medizinische und soziale Einrichtungen in Rheinland-Pfalz und im Saarland.

Von der Insolvenz betroffen sind:
Krankenhaus St. Marienwörth in Bad Kreuznach
St. Josefshaus in Hausen/Wied
Kloster Ebernach in Cochem/Mosel
Puricelli Stift in Rheinböllen
Haus Teresa in Asbach/Westerwald
St. Antoniushaus in Bad Kreuznach
Haus Maria Königin in Kirn
Haus St. Josef in Bad Kreuznach
Haus St. Michael in Kirchberg/Hunsrück
Franziskaner mobil



Nicht von dem Verfahren umfasst sind die Stiftung Hospital St. Wendel gGmbH sowie die Behindertenwerkstatt Mosellandwerkstätten Ebernach-Kühr gGmbH, die sich auf die Förderung der Kinder-, Jugend- und Altenhilfe ausrichten. Obwohl der Verein ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung angekündigt hat, sollen die Versorgung und die Dienste in allen Einrichtungen weiterhin uneingeschränkt weiterlaufen. Zudem seien die Löhne und Gehälter der Mitarbeiter gesichert, so heißt er in dem Informationsschreiben weiter.

Ziel des Verfahrens sei es, den Verein und die zugehörigen Gesellschaften vollständig und unter Beibehaltung der Trägerschaft zu sanieren. Der Ordensgemeinschaft liege dabei besonders an einer Lösung, die den Bedürfnissen der Mitarbeiter und der in ihren Einrichtungen betreuten Menschen gerecht wird.

Für die Umsetzung dieser Sanierung arbeitet der Verein bereits mit einem Team aus Restrukturierungsexperten zusammen, darunter auch auf Restrukturierungen in der Branche spezialisierte Rechtsanwälte. Das Amtsgericht Neuwied wird einen vorläufigen Sachwalter für das Verfahren bestellen. (Angela Göbler)


Lokales: Rengsdorf & Umgebung
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