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Pressemitteilung vom 24.05.2024    

Aktionstage für Geflüchtete: Unternehmen online kennenlernen und eine Arbeitsstelle finden

Vom 27. bis 29. Mai veranstaltet die Bundesagentur für Arbeit (BA) im Rahmen des Job-Turbos zum zweiten Mal digitale Aktionstage, um arbeitsuchende Geflüchtete und Unternehmen zusammenzubringen. Geflüchtete können virtuell verschiedene Arbeitgeber treffen und die Einstiegs-, Praktikums- und Qualifizierungsmöglichkeiten kennenlernen.

Symbolbild (Foto: Pixabay)

Region/Neuwied. An drei Tagen geben Unternehmen, die bundesweit Personal einstellen, in jeweils einstündigen Slots einen ersten Einblick, wie der Einstieg ins Unternehmen gelingen kann, welche offenen Stellen zu besetzen sind und welche Qualifizierungsmöglichkeiten es gibt. Neben weiteren Informationen zum Unternehmen berichten Mitarbeitende mit Zuwanderungsgeschichte über die eigenen Erfahrungen. Darüber hinaus informieren die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) über Möglichkeiten von Teilqualifizierung und der Verein Tech in the City informiert über Einstiegsmöglichkeiten in der IT-Branche. Das Angebot richtet sich vor allem an geflüchtete Menschen, die über erste Deutschkenntnisse verfügen und nun einen Einstieg in den Arbeitsmarkt suchen.

Nach den guten Erfahrungen der ersten digitalen Aktionstage Ende Januar, die sich an Menschen mit Fluchterfahrung richteten, wird das erfolgreiche Format fortgesetzt.

Die Bedeutung digitaler Angebote
Daniel Terzenbach, Vorstand Regionen der BA, sagt dazu: "Die Online-Angebote bieten hervorragende Möglichkeiten, schnell und unkompliziert mit Unternehmen, die bundesweit offene Stellen für geflüchtete Menschen anbieten, in Kontakt zu kommen und diese kennenzulernen. Mit den ersten digitalen Aktionstagen zu Beginn des Jahres haben wir tausende Menschen erreicht. Digitale Angebote spielen in nahezu allen Lebensbereichen eine wichtige Rolle für die geflüchteten Menschen. Sie stehen virtuell im Kontakt mit ihren Familien, Freunden und Bekannten in der Heimat, nutzen digitale Wege ebenfalls, um Informationen, Angebote und Rat zu erhalten. Was liegt da näher, als dies auch beim Kontakt zu Unternehmen und der Suche nach einem Arbeitsplatz zu nutzen?! Mit den digitalen Aktionstagne möchten wir Geflüchtete und Unternehmen im Rahmen des Job-Turbos virtuell zusammenbringen. Ich bin zuversichtlich, dass viele Geflüchtete auch mit geringeren Deutschkenntnissen das Zutrauen bekommen, sich anschließend bei den Unternehmen zu bewerben."

Im Rahmen des Job-Turbos möchte die Bundesregierung Geflüchtete noch schneller in Arbeit bringen. Wer einen Integrationskurs absolviert hat, soll so schnell wie möglich Arbeitserfahrung sammeln und mit dem Ziel der nachhaltigen Integration parallel weiter qualifiziert werden. Die größte Gruppe der Geflüchteten sind Ukrainerinnen und Ukrainer: Im April haben rund 119.000 der bei den Arbeitsagenturen und Jobcentern gemeldeten erwerbsfähigen Personen mit ukrainischer Staatsangehörigkeit einen Integrationskurs besucht, wovon 85.000 den Integrationskurs voraussichtlich bis Ende Oktober beenden werden. Zuletzt hatten rund 176.000 ukrainische Staatsangehörige eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung und 45.000 einen Minijob.




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Informationen zu den digitalen Aktionstagen, zu den beteiligten Unternehmen und zu den Terminen gibt es hier: www.arbeitsagentur.de/k/job-turbo-aktionstage.

Eine Anmeldung oder Registrierung für die Teilnehmenden ist nicht erforderlich.

Staatsminister Alexander Schweitzer verschaffte sich selbst einen Eindruck
Der Staatsminister des Landes Rheinland-Pfalz, Alexander Schweitzer, besuchte das Jobcenter in Neuwied auf Einladung der heimischen Landtagsabgeordneten Lana Horstmann.
Neuwied. Hier konnte er einen Einblick in die praktische Umsetzung des Jobturbos gewinnen.

Theo Krayer, Geschäftsführer des Jobcenters, stellte das ganzheitliche Konzept der Flüchtlingsarbeit im Jobcenter Landkreis Neuwied vor, das Hand in Hand arbeiten würde. Im eigens eingerichteten Integrationpoint sitzen viele Netzwerk-Partner direkt vor Ort und bilden eine zentrale Anlaufstelle für Geflüchtete. Dieser niederschwellige Zugang zu allen wichtigen Institutionen, darunter AWO, Caritas, Diakonie und Handwerkskammer spare viel Zeit und erleichtere insbesondere Menschen, die sprachlich noch nicht so stark seien, den Zugang zu allen Möglichkeiten und Unterstützungen.

Die Jobcenter-Arbeitsvermittlerin Olga Semidockij konnte dem Minister ihre Erfahrungen aus der Praxis vorstellen. "Unsere größte Herausforderung ist es, Arbeitgeber zu finden, die den Weg mit den Geflüchteten gehen wollen, die Chancen geben, auch wenn die deutsche Sprache noch schwerfällt." Für viele Frauen sei das Thema der fehlenden Kinderbetreuung ebenfalls ein Hemmnis.

Stefanie Adam, Vorsitzende der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Neuwied, betonte die große Bedeutung der Geflüchteten für den regionalen Arbeitsmarkt. "Trotz aktuell schwächelnder Konjunktur ist der Arbeits- und Fachkräftebedarf beinahe ungebremst hoch. Das inländische Arbeitskräftepotenzial kann diesen Bedarf auf absehbare Zeit alleine nicht decken." Hinzu komme der Rückgang sozialversicherungspflichtig beschäftigter Deutscher, welcher sich demografisch bedingt in den folgenden Jahren noch verstärken werde. "Im Bezirk der Arbeitsagentur Neuwied ist der Zuwachs an sozialversicherungspflichtig Beschäftigten zur Jahresmitte 2023 alleine auf ausländische Arbeitskräfte zurückzuführen", so Stefanie Adam.

Alexander Schweitzer bedankte sich für die offenen Worte und den Einblick in die praktische Arbeit des Jobcenters. "Der Arbeitsmarkt ist entscheidend für die Entwicklung dieser Gesellschaft. Menschen in Arbeit zu bringen, ist in vielerlei Hinsicht eine wichtige Aufgabe und entscheidend für die Biographie eines jeden Einzelnen", sagt der Minister für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung. (PM)


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