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Nachricht vom 15.04.2024    

Starke Frauen im Rampenlicht: Ehrenveranstaltung in Neuwied der Johanna-Loewenherz-Stiftung

Mehr als 200 Gäste nahmen an der diesjährigen Ehrenveranstaltung der Johanna-Loewenherz-Stiftung in Neuwied teil. Ausgezeichnete für ihre Verdienste für die Frau wurden Margret Mertens, Ingrid Scheune und Georginah Nussbaumer.

Die Preisträgerinnen und Landrat Hallerbach (Fotos: Jürgen Grab)

Neuwied. Nachdem das Musik-Trio "REFRAME", die diesjährige Ehrung bei der Preisverleihung der Geldpreise und der Urkunden der Johanna-Loewenherz-Stiftung im Festsaal des Neuwieder Roentgen-Museum mit fröhlicher Musik begleiteten, erinnerte Gastgeber Landrat Achim Hallerbach daran, dass Johann Loewenherz am 12. April 1857 in Rheinbrohl in einer jüdischen Familie geboren wurde. Im weiteren Verlauf ihres Lebens spielte sie innerhalb der deutschen Sozialdemokratie eine politisch-maßgebliche Rolle, die allerdings nicht immer Anerkennung fand. In jedem Fall nahm die Rheinländerin bei der allgemeinen Frauenbewegung in Deutschland eine beachtenswerte Stellung ein.

Schließlich machte Hallerbach darauf aufmerksam, dass Johanna Loewenherz aus Rheinbrohl als Stiftungsgeberin jegliches Andenken verdient hat, die im weiteren Verlauf ihres Lebens nicht nur eine gute Ausbildung genoss, sondern auch als Literatin, Musikerin und als Politikerin erfolgreich war. "Eingesetzt hat sie sich insbesondere für die Frauenrechte, hat gesellschaftliche Missstände aufgezeigt und hat sich streitbar gemacht und sicherlich im Nationalsozialismus kein bequemes Leben geführt", betonte der Landrat. Schließlich war es ihr letzter Wille, dass aus ihrem Haus in Rheinbrohl ein Erholungsheim werden sollte, das jedoch zunächst heruntergewirtschaftet und das Vermögen beträchtlich geschmälert wurde. 1984 konnte das Erbe rechtmäßig übernommen werden und es wurde die Johanna-Löwenherz-Stiftung gegründet. Diese vergibt ein über das andere Jahr einen Ehrenpreis (beziehungsweise Geldpreise) an Persönlichkeiten, die sich um die Sache der Frauen besonders verdient gemacht haben.

Die diesjährigen Preisträgerinnen
In seiner Ansprache verwiesen der Landrat und auch die Geschäftsführerin der Johanna-Loewenherz-Stiftung, Daniela Kiefer, daraufhin, dass die diesjährigen Preisträgerinnen, Margret Mertins, Ingrid Seume und Georginah Nussbaumer auf Vorschlag von Barbara Schmitz, Gleichstellungsbeauftragte der Verbandsgemeinde Bad Hönningen, vorgeschlagen und schließlich von einem Gremium mit der Neuwieder Gleichstellungsbeauftragten Kiefer an der Spitze als die diesjährigen Preisträgerinnen benannt worden waren.




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Die jeweiligen Geldpreise wurden vergeben an die gelernte medizinisch-technische Assistentin Margret Mertens für ihr ehrenamtliches Engagement im Bereich der Integration von geflüchteten Frauen durch Sprachkurse und Familienpatenschaften. Einen weiteren Preis erhielt die ehrenamtlich-tätige Ingrid Scheune, die sich als ehemalige Lehrerin bei der Integration von geflüchteten Frauen durch Sprachkurse, Familienpatenschaften und durch eine gute Förderung sowie durch diverse Bildungsangebote besonders hervorgetan hat. Schließlich wurde auch Georginah Nussbaumer geehrt, die sich durch ihr ehrenamtliches Engagement im Bereich der Integration von geflüchteten Frauen auszeichnen konnte. Innerhalb der Organisation Inwomo, International Women’s Movement, bringt sie Frauen verschiedener Kulturen zusammen, die sich gegenseitig beraten und alltagspraktisch unterstützen.

Über 200 Gäste würdigten die Preisträgerinnen
Neben unterschiedlicher Frauen- und Wohlfahrtsverbände, Netzwerker, aus den diversen kommunalen Gremien, etliche Bürgermeister und Ratsmitglieder sowie aus dem Verwandten- und Freundeskreis nahmen auch die bisherigen Preisträgerinnen Sr. M. Basina Kloos, Sabine Paganetti, Fatemah Mozafferi sowie die Ehrenpreisträgerin des vergangenen Jahres, Prof. Dr. Katrin Winkler die Gelegenheit war, den Preisträgerinnen zu der entsprechenden Ehrung zu gratulieren. In ihren Redebeiträgen verwiesen sowohl der Landrat als auch Kiefer, die mit ihrer Kollegin Daniela Lempeters die Organisation dieser Veranstaltung übernommen hatte, auf die organisatorische Mitwirkung der Museumsdirektorin Jennifer Stein sowie von Iris Seidel und Jeanette McKenna-Schmidt hin, die zum Gelingen des Nachmittags beigetragen haben.

Nach der umfassenden Darstellung ihrer jeweiligen ehrenamtlichen Tätigkeiten durch Kiefer durften sich die drei Frauen über den wohlwollenden Beifall der Gäste freuen und beendeten ihren Ehrentag mit den geladenen Gästen bei einer abschließenden unterhaltsamen Festivität im Garten des Museums. (Jürgen Grab)


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