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Pressemitteilung vom 15.04.2024    

Neuwieder Bündnis plant Kulturfest für Demokratie und Toleranz

Einen Demonstrationszug besonderer Art startet das "Neuwieder Bündnis für Demokratie und Toleranz" am 4. Mai an zehn Stationen durch die Innenstadt (Start 13 Uhr am Vorplatz Schlosstheater). Unter dem Motto "DEMO - Tollerant und Nonchalant" geht es um eine innovative Form des Bürgerprotestes - eben "tollerant und nonchalant".

Mit guter Laune für unsere Demokratie (von links): Peter Schwarz, Fred Kutscher, Ute Hartmann, Klaus Hummel sowie Eckhard und Sybille Lenz. (Foto: privat)

Neuwied. Das von allen rechtsstaatlichen Parteien im Stadtrat Neuwied, von den Kirchen und zahlreichen anderen Vereinigungen und Verbänden unterstützte Bündnis ruft damit zu einem starken Bekenntnis für unsere liberale Demokratie, für Toleranz und gegen Rechtsextremismus, Antisemitismus und Rassismus in Deutschland und Europa auf.

Die Veranstalter wollen ein Kulturfest für Vielfalt und Freiheit in Neuwied feiern und für die europäische Idee eintreten. Die Bürger werden dazu aufgerufen, einem bunten DEMO-Zug durch die Straßen von Neuwied zu folgen. Die Teilnehmer erwarten dazu zehn unterschiedliche künstlerische Acts an verschiedenen Stationen.

DEMO-Tollerant und Nonchalant beginnt um 13 Uhr auf dem Vorplatz des Schlosstheaters mit einem künstlerischen Prolog des JuSch "Handelt. Nutzt Eure Stimme". Markus Schröder, Präsident der Ehrengarde, wird um 13.15 Uhr von historischer Stelle aus, nämlich von der Torzufahrt zum Neuwieder Schloss, Auszüge aus dem Fürstlichen Toleranzedikt von 1662
vortragen. DEMO zieht dann weiter, um gegen 13.25 Uhr am Durchgang Deichmauer dem mit "Something to Save" und "Stand up" engagiert gewählten Songs des Jazz Chors Neuwied unter Leitung von Jürgen Böhme zu lauschen.

Rassismus ist in Deutschland und Europa wieder salonfähig geworden. Grund genug für die Theatergruppe Inflagranti, einen historischen Rückgriff zu wagen und durch Werner Drießen um 13.40 Uhr an der Freitreppe am Rhein Carl Zuckmayers "Rede des General Harras" zu rezitieren. Percussionbegleitung erfolgt durch Dieter Wüster-Lindenau.

DEMO möchte die pluralistische, freiheitliche Demokratie und den Rechtsstaat verteidigen. "Demokratie - Hymne" von Hoffmann v. Fallersleben verkörpert diese Werte. Sie wird um 13.55 Uhr auf dem Vorplatz Altes Rathaus von Dr. Ute Hartmann, begleitet von Rainer Herrmann, beide Inflagranti, rezitiert. DEMO Tollerant und Nonchalant bewegt sich dann zum Kunsthof Marktkirche, wo um 14.10 Uhr die Schulband "Rock with Groove" einen kurzen Auftritt hat.




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In der Fußgängerzone, Engerser Strasse erwartet dann um 14.20 Uhr die Installation "Herz Europas" von Sybille Lenz und Elmar Hermann, begleitet von Klaus Mäurer auf der Flamenco-Gitarre und Dieter Wüster-Lichtenau, Percussion. Ganz ruhig, aber dafür besonders
ausdrucksstark startet um 14.35 Uhr ein paar Schritte weiter beim "Engel der Kulturen" die Pantomimen-Darstellung "Völkerball Europa" der Darstellergruppe "Lästermimen" Jos Nasen, Lester Corea und Joachim Fischer. Die Künstler ziehen im Demonstrationszug weiter durch die Mittelstrasse zum Luisenplatz, begleitet von der Bläsergruppe der Brüdergemeinde Neuwied und von dem Jazz!Chor Neuwied. Dort inszenieren beide um 14.45 Uhr am Fahnenhügel Beethovens "Ode an die Freude" als starkes gemeinschaftliches Bekenntnis für Europa.

Das Bündnis hat mit "DEMO Tollerant und Nonchalant" bewusst die Kooperation mit dem am selben Tag gestarteten "Kunst im Karree" gesucht. Nach verschiedenen künstlerischen Darbietungen auf dem Zug durch die Stadt hat zum Schluss die bildende Kunst das Wort. Die
Ausstellung der Neuwieder Künstler Gruppe 93 hat sich bewusst dem Motto "Vielfalt" gewidmet. Die Ausstellungseröffnung erfolgt durch Sybille Lenz, Vors. Gruppe 93, und durch Elmar Hermann (NMKV) um 15.05 Uhr, begleitet vom Ukrainischen Frauenchor und von Tom Daniel, Gitarre. Sie setzen damit den Schlusspunkt zu einer innovativen, kreativen,
weltoffenen und mobilen Veranstaltung, mit dem das "Neuwieder Bündnis für Demokratie und Toleranz" erneut unter Beweis stellt, dass Proteste gegen Demokratiefeindlichkeit und Extremismus in Neuwied keine Eintagsfliegen sind. (PM)


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