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Nachricht vom 14.04.2024    

Wie soll es nach der Schule weitergehen? Markt der Berufe in Neustadt (Wied) zeigt Optionen auf

Von Tamara Rehn

Bei strahlendem Sonnenschein konnten Jugendliche in Neustadt (Wied) am Samstag (13. April) spannende Berufe entdecken oder sich Anreize für die Zeit nach dem Schulabschluss holen. Neben den obligatorischen Gesprächen boten viele Stände auch ein kleines Schnupperprogramm in die jeweilige Firma und den damit verbundenen Beruf an.

(V.l.) Michael Christ und Peter Fischer vor dem Eingangsbereich des Marktes der Berufe. (Alle Fotos: Tamara Rehn)

Neustadt (Wied). Der Markt der Berufe (MdB) ermöglicht Jugendlichen, sich Gedanken über ihre berufliche Laufbahn nach dem Schulabschluss zu machen. Dabei kommen sie in direkten Kontakt mit Firmen und Schulen aus dem Westerwald und dem südlichen Nordrhein-Westfalen. Der Bitte, den Markt der Berufe jährlich stattfinden zu lassen, kam die Verbandsgemeinde (VG) Asbach nun nach. Ab 9 Uhr konnten sich interessierte Jugendliche am Samstagmorgen inspirieren lassen. Die Wiedparkhalle als auch die Dreifeld-Sporthalle und der Parkplatz in Neustadt (Wied) füllten sich mit insgesamt 106 Firmen und Schulen auf 115 Stände verteilt. Die angebotenen Ausbildungsplätze und weitere Möglichkeiten, wie Abitur, duales Studium und Auslandsaufenthalte, überstiegen diese Zahlen dabei um ein Vielfaches. Michael Christ, Bürgermeister der VG Asbach, fasste das Konzept unter folgendem Motto zusammen: "Wir fügen zusammen, was zusammengehört - Ausbildungsplatz- und Auszubildende-Suchende."

Möglichkeiten ausloten durch learning by doing
Sowohl das Interesse der Firmen als auch der Jugendlichen war deutlich zu sehen. Im Laufe des Vormittags füllten sich die Hallen mit immer mehr Besuchern. Peter Fischer, Organisator des MdBs und tätig in der Abteilung für Wirtschaftsförderung und Tourismus in der VG Asbach, zeigte sich optimistisch und rechnete mit über tausend Besuchern. Ob in Freundesgruppen oder auch mit den Eltern, die Jugendlichen zeigten sich aktiv interessiert, gingen von sich aus auf die Firmen zu und stellten ihre Fragen. Dabei war es egal, ob sie schon konkrete Vorstellungen für ihre Weiterbildung hatten oder sich informieren wollten, was ihre Möglichkeiten sind.



Aus jedem Gespräch ließ sich auch positives ziehen - und sei es die Gewissheit, dass das ein oder andere Berufsfeld sich nicht für jeden eignet. Damit die Jugendlichen auch Unterstützung und Beratung erhielten, war die Bundesagentur für Arbeit nicht nur als potenzieller Arbeitgeber vor Ort. In verschiedenen Aufgaben halfen sie, den Besuchern zu erkennen, wo dessen Kompetenzen lagen, zum Beispiel im räumlichen Denken oder in einem sozialen Beruf. Auch andere Firmen boten kleine Mitmachprojekte an. Sei es, Blutdruck zu messen, Reanimationsmaßnahmen an einem Dummy durchzuführen, selbst einmal verlöten zu dürfen oder auch, Fahrzeuge selbst zu bedienen. Unter Aufsicht konnten so die Besucher viele praktische Einblicke gewinnen.

Beständiges Interesse und erfolgreiche Gespräche
Bekannte Gesichter ließen sich bei der Veranstaltung auch antreffen. Viele der Firmen waren schon bei den vorherigen MdBs dabei und konnte sich nur positiv äußern. Vereinzelt waren die Stellvertreter der Firmen selbst noch in der Ausbildung und konnten ihre derzeitige Erfahrung direkt mitteilen. Dass der MdB durchaus erfolgreich ist, zeigte sich vor allem an den Azubis, die über den MdB ihre Ausbildungsstelle gefunden hatten. Auch unter den Besuchern waren welche vertreten, die schon im Jahr zuvor da waren. Interesse ist von beiden Seiten aus gegeben und wird wohl auch in den weiteren Jahren bestehen bleiben. Bürgermeister Christ und Wirtschaftsförderer Fischer waren zudem überzeugt, dass es auch in diesem Jahr wieder erfolgreiche Gespräche geben wird, die letztlich in einem Ausbildungsvertrag enden. (Tamara Rehn)



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