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Pressemitteilung vom 02.04.2024    

Rheinland-Pfalz verstärkt Wolfsmanagement mit neuer Außenstelle im Westerwald

Rheinland-Pfalz baut seinen Einsatz im Wolfsmanagement weiter aus. Nun nimmt die Landtagsabgeordnete Ellen Demuth Stellung zu der Planung, eine erste Außenstelle des Koordinationszentrums Luchs und Wolf (KLUWO) im Westerwald einzurichten, die im Bereich des Forstamtes Dierdorf angesiedelt sein soll.

(Symbolfoto, Archiv Wolfgang Tischler)

Region. Kürzlich kündigte Ellen Demuth, Mitglied des rheinland-pfälzischen Landtages, in einer Pressemitteilung an, dass die Umweltministerin Katrin Eder eine erste Außenstelle des KLUWO plant. Diese soll beim Forstamt Dierdorf im Westerwald angesiedelt werden, einem Gebiet, in dem derzeit zwei Wolfsrudel leben. Die neue KLUWO-Außenstelle soll Ansprechpartner für Bürger sowie Weidetierhalter, Jäger, Kommunen und Naturschutzfreunde sein.

Das Land Rheinland-Pfalz habe bereits erhebliche Ressourcen in das Wolfsmanagement gesteckt, so erklärt die Abgeordnete. Im Jahr 2023 wurden 200 Anträge auf Herdenschutzförderung mit einem Bewilligungsvolumen von 800.000 Euro gestellt. Darüber hinaus fallen feste Kosten für das bestehende KLUWO in Trippstadt an, welches seit 2021 besteht und mit 5,5 Stellen ausgestattet ist. Das Zentrum kümmert sich um Monitoring, Management, Prävention und Öffentlichkeitsarbeit sowie um Maßnahmen zum Herdenschutz.




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Wölfe als Teil der ökologischen Vielfalt?
Die Frage, ob Wölfe Teil der ökologischen Vielfalt der Wälder sein sollten, werde in dicht besiedelten Gebieten immer wieder diskutiert, so Demuth. "Dass sie zur Regulierung des Wildbestandes beitragen können, steht sicher außer Frage. Die Behauptung, dass Wölfe vor allem kranke und schwache Tiere reißen und damit helfen, Wildbestände gesund zu halten, kann man durchaus hinterfragen", erklärte die Abgeordnete. Sie betonte jedoch auch die hohe Zahl der Risse von Nutztieren und forderte das Land auf, die Sorgen und Ängste der Bevölkerung ernst zu nehmen, insbesondere in touristisch stark frequentierten Gebieten wie dem Westerwald. Ob eine KLUWO-Außenstelle der geeignete Weg dazu ist, wird sich zeigen müssen, so Demuth. (PM)


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