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Pressemitteilung vom 21.03.2024    

Trauer um Fertighauspionier: Franz Huf im Alter von 96 Jahren verstorben

Am Donnerstag (21. März) verstarb Franz Huf, Seniorchef des Familienunternehmens "HUF HAUS" und visionärer Wegbereiter der Fertigbaubranche, mit 96 Jahren im Hospiz St. Thomas in Dernbach.

Der verstorbene Franz Huf (Foto: Huf Haus)

Hartenfels. Die Familien Huf und alle Mitarbeiter des Traditionsunternehmens trauern um einen geliebten Menschen, erfolgreichen Unternehmer und respektierten Seniorchef. Mit dem Tod von Franz Huf verliert auch die Fertigbaubranche eine geschätzte Persönlichkeit.

Die Enkelsöhne von Franz Huf, die geschäftsführenden Gesellschafter des Familienunternehmens, Christian und Benedikt Huf, äußerten sich folgendermaßen:

"Unser Opa ist friedlich im Kreise seiner engsten Angehörigen verstorben. Der Abschied macht unsere Familie und unsere gesamte Belegschaft unendlich traurig. Es tröstet der Gedanke, dass er ein beeindruckendes Lebenswerk hinterlassen hat. Für uns und nachfolgende Generationen, aber auch für die gesamte Branche. Er hat den Fertigbau in Deutschland mit auf den Weg gebracht und mit seinem Sinn für Qualität und ästhetischer Architektur geprägt".

Mit seinem Gespür für Innovationen und einem klaren Blick für zeitlose Architektur platzierte Franz Huf das Unternehmen 1960 mit den sogenannten "Kaufhof-Häusern" erfolgreich auf dem deutschen Fertigbaumarkt und legte vor über fünf Jahrzehnten den Grundstein für das Erfolgskonzept der modernen Fachwerkhäuser von Huf Haus. Unter seiner Regie entstand 1972 das legendäre "FACHWERKHAUS 2000", das er in Zusammenarbeit mit Architekt Manfred Adams entwarf. Noch heute dient die offene Architektursprache als Richtschnur für neue Hausentwürfe. Das Westerwälder Unternehmen, mittlerweile in vierter Generation geführt, baut heute schlüsselfertige Architektenhäuser in ganz Europa.

1971 wurde der Haushersteller Mitglied im Bundesverband Deutscher Fertigbau e.V. (BDF) und verpflichtete sich zur Einhaltung hoher Branchenstandards und Qualitätskriterien, die bereits damals über die Anforderung des Gesetzgebers hinausgingen. Mit großem Engagement trug Franz Huf auf Verbandsebene und in verschiedenen Gremien dazu bei, Normen in den Bereichen Nachhaltigkeit und Ökologie im Fertigbau zu verankern. Beispielsweise als Gründungsmitglied des Arbeitskreises Baubiologie beim Bundesverband Montagebau und Fertighäuser in Hamburg Anfang der 1980er-Jahre.

Einer der Höhepunkte seines unternehmerischen Schaffens und seines gesellschaftlichen Engagements stellt die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes 1977 dar. Der Ehrenbürger von Hartenfels ist darüber hinaus mit der Wirtschaftsmedaille von Rheinland-Pfalz ausgezeichnet worden.




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Stets an seiner Seite: Frau Marianne. Das Ehepaar durchlebte gemeinsam viele bewegte Jahre, während Familie und Unternehmen stetig wuchsen. Gemeinsam zählt das Paar neun Kinder, 24 Enkel und 28 Urenkel.

Das Leben von Franz Huf
Franz Huf wurde am 2. April 1927 geboren und trat 1949 in das väterliche Unternehmen ein. Nach einer Ausbildung zum Zimmermann machte sich das Unternehmen mit solider Handwerkskunst auch überregional einen Namen. 1958 feierte man den ersten internationalen Erfolg: Huf Haus erhielt den Zuschlag für den Bau der deutschen und des arabischen Pavillons auf der Weltausstellung in Brüssel.

Im Jahr 1960 baute Franz Huf das erste Fertighaus im zweiten Stock der Kölner Filiale der Kaufhof AG. Ein 75 Quadratmeter großer Flachdachbau mit Holzverschalung - zu besichtigen in der Abteilung Haushaltsgeräte. 1964 folgte ein weiterer Meilenstein: das "HUF IDEAL" Haus. Mit dem Start der HUF eigenen Hausbaureihe wurde nicht nur die Serienproduktion optimiert, sondern auch ein eigener Vertrieb aufgebaut.

Mit dem Huf Fachwerkhaus 2000 entwickelte der Unternehmer gemeinsam mit Architekt Manfred Adams 1972 ein, für damalige Zeiten, noch nie da gewesenes Hauskonzept mit offenen, lichtdurchfluteten Räumen und großen Glasfronten. Das visionäre Architektenhaus begeistert seitdem über 11.000 Kunden in ganz Europa.

Nach der Gründung eines eigenen Betonwerks war Huf Haus ab 1991 auch in der Lage, eigene Fertigkeller zu liefern - ein wichtiger Schritt in Richtung schlüsselfertiger Hausbau. 1996 übergab Franz Huf das florierende Unternehmen an die dritte Generation - an seine Söhne Georg und Thomas Huf. Die beiden konzentrierten sich auf den Ausbau der eigenen Firmengruppe und die Internationalisierung der Vertriebsstrukturen. 2021 übernahm die vierte Generation - Christian und Benedikt Huf - die Leitung des Traditionsunternehmens. (PM)


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