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Pressemitteilung vom 01.02.2024    

Kurs Richtung Zukunft: Digitalisierung der Neuwieder Schulen

"Erst einmal brauchen wir Tafeln, Tafeln, Tafeln - bis alle Klassenräume bestückt sind", erklärt Dominik Huff, Konrektor der Grundschule an der Wied. Gemeint sind Digitale Tafeln mit Sonderlineatur, die Grundschulkindern das Schreiben erleichtert. Eine durchaus kostspielige Investition, welche die Stadt als Schulträger und Kinderfreundliche Kommune jedoch gerne tätigt.

Gut ausgerüstet: Die Kunostein-Grundschule in Engers kann beim Unterricht auf moderne Technik wie iPads und Digitale Tafeln zurückgreifen. (Fotos: Mechthild Meier)

Neuwied. "Im Hinblick auf den Digitalisierungsprozess der Grundschulen steht Neuwied auch im Vergleich zu anderen Kommunen sehr gut da", berichtet Sonia Scharf vom städtischen Schulamt. Fast 175.000 Euro werden jährlich in die digitale Zukunftsfähigkeit der zwölf Grundschulen investiert.

Hierbei geht die Stadt einen besonderen Weg, der die Schulen selbst aktiv in Entscheidungsprozesse miteinbezieht. "Das ist längst nicht selbstverständlich", weiß Gerhard Wingender, Amtsleiter für Informationstechnik, zu berichten. In vielen Kommunen würde der Schulträger eigenmächtig Entscheidungen darüber treffen, welche Investitionen in die Digitalisierung der Schulen erfolgen. "Die Schulen bekommen dann mitgeteilt, dass sie so und so viele iPads erhalten, aber ärgern sich womöglich, da andere Anschaffungen vielleicht viel sinnvoller für sie wären", so Wingender weiter. So etwas kann in Neuwied nicht passieren. Auf der Basis des Medienentwicklungsplans, der 2021 von einer externen Beratungsfirma erstellt wurde, können die Schulleitungen in alljährlichen Budgetgesprächen individuell über Investitionen entscheiden. Dass die Stadt damit gut fährt, wird auch aus der Rückmeldung aus den Schulen deutlich: "Wir sind froh und glücklich darüber, dass wir selbst entscheiden können, was angeschafft wird", so Huff. "Dieser Vorgang ist aus unserer Sicht sehr sinnvoll, immerhin wissen wir ja auch am besten, wofür wir das Geld gerade brauchen."



Der Medienentwicklungsplan der Stadt Neuwied wurde infolge des auf Bundesebene beschlossenen "Digitalpakts" geschaffen. Er koordiniert den Digital-Ausbau der Schulen und die dafür vorhandenen Fördergelder. Inzwischen ist an allen Neuwieder Grundschulen mit der Verkabelung die Grundausstattung zum "digitalen Klassenzimmer" erfolgt. "Jetzt geht es in die Feinheiten", zeigt sich Sonia Scharf mit dem laufenden Prozess zufrieden. Und dieser soll auch perspektivisch fortgesetzt werden. Der Neuwieder Stadtvorstand hat sich bereits dafür ausgesprochen, den ursprünglich bis 2025 angelegten Medienentwicklungsplan bis 2031 fortschreiben zu lassen. (PM)


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