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Nachricht vom 21.11.2011    

Initiative Region Mittelrhein schreibt Wettbewerb aus

Die Initiative Region Mittelrhein ist ein Zusammenschluss von Kommunen, Unternehmen und Bürgern der gesamten Region, die aktiv an der Zukunft der Region mitarbeiten. Nun geht es um Gesundheitsvorsorge in Betrieben und Verwaltungen, das Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) ist noch zu wenig bekannt. Ein Wettbwerb ist für das kommende Jahr ausgeschrieben, gesucht werden "gesunde Betriebe, Verwaltungen und Organisationen der Region, die ein Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) installieren. Wohlbefinden am Arbeitsplatz ist ein wichtiges Kriterieum des Wettbewerbs.

Koblenz. Die Bedeutung der Gesundheitsvorsorge in Betrieben wird oftmals unterschätzt. Wie wichtig die gemeinsamen Maßnahmen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern zur Verbesserung von Gesundheit und Wohlbefinden am Arbeitsplatz sind, haben jedoch zahlreiche Studien belegt. Betriebliches Gesundheitsmanagement, kurz BGM, so nennen es die Fachleute, fördert letztendlich auch „gesunde“ Zahlen im Betrieb.
Um die Inhalte und Erfolge des BGM zu vermitteln soll dieser Wettbewerb ausgeschrieben werden. Der stellvertretende Vorsitzende der Initiative Region Mittelrhein, Werner Schmitt, hatte deshalb zu einer Auftaktveranstaltung in den Sitzungssaal der SGDN eingeladen, um das Projekt vorzustellen und Unterstützer zu beteiligen.
"Wir wissen von vielen Unternehmern, die gerne BGM in ihrem Betrieb anwenden würden. Sie wissen aber nicht wie. Oder sie meinen, zu klein zu sein, keine Ressourcen dafür zu haben. Diesen Unternehmen wollen wir zeigen, dass Vieles machbar ist. Und dafür brauchen wir Unterstützer. Gesundheitsbewusste Vertreter von Organisationen, wie Sie, die helfen und motivieren".
Auch der neue Hausherr der SGDN, Präsident Uwe Hüser, unterstützt den Wettbewerb gerne. "Die SGDN hat viel mit Gesundheit zu tun. Wir müssen die Belastungen so gering wie möglich halten. Gesundheit ist ein betriebswirtschaftliches Gut. Könnten wir den Krankenstand in unserem Haus um 1 Prozent senken, entspräche dies einer Einsparung von 5 bis 6 Stellen. Der Arbeitsdruck wird immer höher. Und es wird immer wichtiger, dass die Arbeitnehmer sich wohl fühlen müssen".
Rund 40 Vertreter von Organisationen und Betrieben kamen zur Auftaktveranstaltung. Sie alle wissen um die Wichtigkeit des Themas. Dr. Sabine Dyas von der Industrie- und Handelskammer Koblenz: "Auch wir bieten unseren Mitgliedsunternehmen umfangreiche Modelle an und dieser Wettbewerb passt dazu". Meinhard Ulrich von der Handwerkskammer Koblenz: "Wir haben zum Thema Gesundheitsförderung eine Studie durchgeführt und begleiten zwei Modellprojekte".




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Für Ulrich Pieper von vem.die arbeitgeber ist es ein Dauerbrenner. "BGM kann nur als dauerhafte Integration in allen Unternehmensbereichen erfolgreich wirken. Einmal-Aktionen oder kurze Episoden verursachen zwar Kosten bringen aber den Beteiligten keinen Nutzen".
Das Problem für Brigitte Theisen, Techniker Krankenkasse: "Wie setzen wir es um, damit möglichst viele Nutzen daraus ziehen?" Der Vorschlag von Verlagsleiter Hermann Krupp: "Wir müssen die Unternehmen an die Hand nehmen, ihnen einen Leitfaden geben, der zeigt, was möglich ist". Krupp möchte den Wettbewerb als Pate unterstützen. Seit zehn Jahren gehört das betriebliche Gesundheitsmanagement genauso in seinen Verlag wie die Buchhaltung. Er selbst wurde seinerzeit von einem Vertreter der Barmer Krankenkasse angesprochen. "Das Gespräch hat mich überzeugt. Von anderen wurde ich zwar erst belächelt. Ob wir denn keine anderen Probleme hätten?" Auch Krupp hat erfahren müssen, dass die Einführung von BGM nicht immer einfach ist.
"Man muss die Mitarbeiter motivieren. Zu Massagen sagt keiner nein. Soll ein Mitarbeiter aber aktiv seine Ernährungsweise z. B. verändern, wird dies zu einem schwierigen Unterfangen".
Das seien wichtige Erfahrungen, die Teilnehmern zu Verfügung gestellt werden müssen, so Werner Schmitt. "Wettbewerbswürdig sind alle Maßnahmen, die zu einem Wohlbefinden am Arbeitsplatz führen. Es geht um praktische Inhalte, die nachhaltig eingesetzt werden sollen".
Der Wettbewerb soll im Frühjahr 2012 starten und zur Teilnahme sind alle Organisationen eingeladen, die Mitarbeiter beschäftigen, d.h. vom Kleinstbetrieb bis zum Großunternehmen, Behörden, Verbände, Kreise, Städte und Gemeinden. Wer den Wettbewerb unterstützen möchte, wende sich bitte an die Initiative Region Mittelrhein unter der Telefonnummer: 01715573205. Mail: kontakt@region-mittelrhein.info


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