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Pressemitteilung vom 18.01.2024    

Gipfeltreffen zur Entlastung des Mittelrheintals von Bahnlärm

Am 16. Januar fand auf Initiative von Landrat Achim Hallerbach ein Gipfeltreffen statt, das sich mit der Entlastung des Mittelrheintals durch den Güterschienenverkehr befasste. Zahlreiche namhafte Akteure aus Bund, Ländern und Kommunen folgten der Einladung.

Alle für einen (Forderungskatalog) und mit Landrat Achim Hallerbach einer, der die Zusammenstellung für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Gipfeltreffens an die beiden Bundestagsabgeordneten Erwin Rüddel und Josef Oster überreichte. (Foto: Martin Boden / Kreisverwaltung Neuwied)

Neuwied. "Wer nicht rechtzeitig die richtigen Weichenstellungen vornimmt, landet auf dem Abstellgleis", erklärte Landrat Achim Hallerbach zu Beginn des Treffens. Genau dies wollte er vermeiden, indem er das Gipfeltreffen "Güterschienenverkehr im Mittelrheintal" initiierte.

Zu dem Treffen im Amalie-Raiffeisen-Saal der Neuwieder VHS waren neben Bundes- und Landtagsabgeordneten wie Erwin Rüddel und Josef Oster auch zahlreiche Bürgermeister, darunter der Neuwieder Oberbürgermeister Jan Einig, sowie Vertreter verschiedener Bürgerinitiativen erschienen.

Von Beginn an bestand Übereinstimmung darüber, dass das gesamte Mittelrheintal von Bingen bis Bonn als eine Einheit betrachtet werden muss. Hintergrund dieser Solidaritätsbekundung sind Überlegungen des Bundes, lediglich den Abschnitt zwischen Bingen und Koblenz vom Güterschienenverkehr zu entlasten und dem unteren Mittelrheintal eine höhere Güterzugfrequenz zuzumuten.

"Als Einheit ist unser Mittelrheintal eine hoch geschätzte Kulturlandschaft, beliebter Lebensraum und ein Besuchermagnet. Damit es so bleibt, ist die versprochene Gleichbehandlung der beiden Teilabschnitte zu gewährleisten und die Planungen für die Güterverkehr-Tunnelstrecke im Korridor Troisdorf–Mainz-Bischofsheim müssen beginnen", betonte Hallerbach in seiner Begrüßungsrede.



Diese Punkte sind auch Teil eines gemeinsamen Forderungskatalogs an Bundesverkehrsminister Dr. Volker Wissing, der von den Teilnehmern einmütig verabschiedet und von Landrat Hallerbach den Bundestagsabgeordneten Rüddel und Oster überreicht wurde.

Die Bundespolitiker hatten zuvor zugesagt, die Arbeitsgruppe "Bahnlärm" im Bundestag neu konstituieren zu wollen. Der aus fünf Forderungen bestehende Katalog beinhaltet auch die Neugründung des Beirats "Leiseres Mittelrheintal 2.0", die Umsetzung aller Lärmschutzmaßnahmen sowie Geschwindigkeitsbeschränkungen und moderne Instrumente zur Lärmkontrolle. Zudem soll die Umsetzung der rechtsrheinischen Tunnelstrecke Troisdorf-Mainz-Bischofsheim als Alternative in Betracht gezogen werden.

Die Diskussion um die Güterzüge hatte nach Bekanntgabe der Ausbaupläne "Schiene" für beide Seiten des Rheins durch die Deutsche Bahn AG wieder Fahrt aufgenommen. Es ist vorgesehen, den Europäischen Güterverkehrskorridor RFC 1 von den Nordsee-Häfen nach Genua aufzuwerten.

Die Teilnehmer des Gipfeltreffens hoffen nun auf eine positive Resonanz auf ihren Forderungskatalog. (PM)


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