Werbung

Pressemitteilung vom 17.01.2024    

Landesweite ÖPNV-Streiks am Donnerstag und Freitag: ver.di stellt Ultimatum

In einem weiteren Schritt im Tarifkonflikt zwischen der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und der Vereinigung der Arbeitgeberverbände Verkehrsgewerbe Rheinland-Pfalz e.V. werden die landesweiten Streiks im öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) am 18. und 19. Januar fortgesetzt. Ver.di hat ein Ultimatum bis zum 29. Januar gestellt und droht mit einer Urabstimmung, sollten keine verhandlungsfähigen Angebote seitens der Arbeitgeber vorliegen.

Symbolfoto

Region. Am Donnerstag, 18. Januar, ruft ver.di die Tarifbeschäftigten der privaten Omnibusbetriebe ab 3 Uhr zu einem zweitägigen Streik auf, der mit dem Ende der letzten Schicht am Freitag (19. Januar) enden wird.

Betroffen davon sind unter anderem sämtliche Betriebe und Standorte der DB Regio Bus Mitte GmbH, der Koblenzer Verkehrsbetriebe GmbH, der Westerwaldbus des Kreises Altenkirchen GmbH, der VRW, der MVB, der Jörg Orthen GmbH, der Martin Becker GmbH sowie der Nahverkehrsbetriebe Birkenfeld GmbH.

Die Auswirkungen der Streikmaßnahmen dürften weite Teile des Landes treffen, da nicht nur die Betriebe, sondern auch der gesamte Überlandverkehr und der Schülerverkehr betroffen sind. Der Landeselternsprecher wurde bereits über die bevorstehenden Einschränkungen informiert.

Der Verhandlungsführer von ver.di, Marko Bärschneider, erklärt, dass die Streikmaßnahmen allein der Arbeitgeberseite zuzuschreiben seien. Die Kolleginnen und Kollegen im Fahrdienst kritisieren ein unzureichendes Angebot der Arbeitgeberseite im Dezember 2023, das als "unterirdisch" und reine "Provokation" empfunden wurde. Die Forderung der Beschäftigten besteht unter anderem in einer Tariflohnerhöhung von 500 Euro sowie einer Einmalzahlung von 3.000 Euro, um die inflationsbedingten Verluste der letzten Jahre auszugleichen.



"Im Kern geht es den Beschäftigten darum, die Folgen der hohen Inflation durch eine gerechte und angemessene Tariflohnerhöhung auszugleichen", betont Bärschneider. Die Tarifkommission hat angesichts der fehlenden Kompromissbereitschaft der Arbeitgeber im Fahrdienst ein Ultimatum bis zum 29. Januar gesetzt. Falls kein verhandlungsfähiges Angebot vorliegt, wird eine Urabstimmung eingeleitet, die längere Streiks in der gesamten Fläche und möglicherweise die Beteiligung weiterer Betriebe zur Folge haben könnte. (PM)


Mehr dazu:   Auto & Verkehr  
Feedback: Hinweise an die Redaktion

NR-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.

Anmeldung zum NR-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Kreis Neuwied.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Region


Wenn der Rhein ruft: Rund 180 Rettungskräfte nehmen beim Abschwimmen in Mainz teil

In Mainz wurde am Silvestermorgen eine besondere Tradition fortgesetzt: Das Abschwimmen im kalten Rhein. ...

"Kinderfreundliche Kommune": Neuwied baut Ganztagsangebote an Grundschulen aus

Die Stadt Neuwied plant, das Angebot an Ganztagsbetreuungen für Grundschüler deutlich auszubauen. Eine ...

Kuriose Silvesterbräuche: Wie startet man am besten ins neue Jahr?

Das neue Jahr steht unmittelbar bevor und da dürfen traditionelle Silvesterbräuche natürlich nicht fehlen. ...

Appell der Stadt Neuwied zum verantwortungsvollen Umgang mit Silvesterfeuerwerk

Der Jahreswechsel steht vor der Tür, und die Stadt Neuwied richtet einen Appell an ihre Bürger. Der verantwortungsvolle ...

Streitpunkt Silvester: Wenn Feuerwerk zur Kündigung führt

Jedes Jahr entzündet das Silvesterfeuerwerk nicht nur den Himmel, sondern auch Konflikte zwischen Mietern ...

Altkleidercontainer in Kleinmaischeid durch Böller beschädigt

In Kleinmaischeid kam es am Dienstagnachmittag (30. Dezember) zu einem Brand in einem Altkleidercontainer. ...

Weitere Artikel


Schneeräumpflicht: auch Bürger müssen zu Besen und Schaufel greifen

Schnee und Kälte treffen die Region Neuwied mit voller Wucht nach einem milden Jahresende. Die Servicebetriebe ...

Narrisch jeck in Windhagen: Prinzenpaar Mario I. und Vroni I. regieren die Narrhalla

Am Samstag (13. Januar) startete die KG Wenter Klaavbröder e. V. mit einer ausgelassenen Prunksitzung ...

Deichstadtvolleys sagen Neuwied adieu

Zum letzten Mal darf man in Neuwied Bundesliga-Volleyball genießen - und noch einmal tritt der Nachbar ...

Liveticker zur Extremwetterlage mit Schneefall und Eisregen im Westerwald

Es geht los und die höchste Extremwetterwarnung seit Langem rollt auf den Westerwald zu und einmal mitten ...

Landwirte demonstrierten mit Traktoren-Korso in Andernach

Auch nach der Großkundgebung am Montag in Berlin bot sich am 16. Januar den Bewohnern und Besuchern der ...

Betrug in St.Katharinen: Urlaubspläne durch gefälschte Ferienhausvermietung zerstört

Eine 25-jährige Frau aus St.Katharinen wurde Opfer eines betrügerischen Vermieters, der ihr ein nicht ...

Werbung