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Pressemitteilung vom 11.12.2023    

Solwodi zum Tag der Menschenrechte: Situation von geflüchteten Frauen zunehmend schwieriger

Anlässlich des Internationalen Tages der Menschenrechte am 10. Dezember machte die Frauenrechtsorganisation "SOLWODI" auf die zunehmend schwierigere Situation von geflüchteten Frauen aufmerksam. Die Hälfte aller Geflüchteten weltweit sind Frauen und Mädchen.

(Symbolbild: Christoph Lodewick für "Solwodi")

Kobenz. Sie fliehen vor politischer, religiöser oder ethnischer Verfolgung, vor bewaffneten Konflikten und Hunger, besonders häufig aber vor geschlechtsspezifischer Gewalt. Auf der Flucht haben gerade Frauen oft zu grundlegenden Rechten wie Sicherheit, Nahrung, Gesundheit und Unterkunft, nur eingeschränkten Zugang. Hinzukommt die Gefahr sexueller Übergriffe.

Im vergangenen Jahr meldeten sich bei Solwodi 347 Frauen im Zusammenhang mit einer Fluchtthematik. Häufig geht damit eine starke Traumatisierung einher, die erst im Laufe der psychosozialen Begleitung ersichtlich wird. Durch die aktuellen Verschärfungen im Asylrecht verschlechtert sich die Situation der Frauen noch weiter. Die Angst davor, in das Herkunftsland abgeschoben zu werden, und ein Leben am Existenzminimum stellen eine dauerhafte psychische Belastung dar.

In diesem Jahr besteht die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte genau 75 Jahre, doch die menschenrechtliche Lage in Deutschland wird zunehmend dramatischer. Immer weiter wird das Recht auf Asyl nach Artikel 14 und das Recht auf einen Lebensstandard, der Gesundheit und Wohl gewährleistet, nach Artikel 25 ausgehöhlt.




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"Die derzeitigen Entwicklungen im deutschen Asylrecht führen dazu, dass Behörden nicht mehr nach menschenrechtlichen Standards handeln. Schnelle Abschiebungen und ein vermeintliches Abschrecken durch Kürzung von Asylbewerberleistungen scheinen wichtiger als der Schutz von Frauen, die aus frauenspezifischen Gründen zu uns geflohen sind. ", bemängelt Dr. Maria Decker, Vorsitzende von Solwodi Deutschland e. V.

Zum Internationalen Tag der Menschenrechte fordert Solwodi daher die Umsetzung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte für alle Menschen in Deutschland und das Ende einer immer menschenunwürdigeren Asylpolitik. (PM)


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