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Pressemitteilung vom 05.12.2023    

IHK-Regionalbeirat Neuwied diskutiert Fachkräfteeinwanderungsgesetz und Konjunkturumfrage

Die Mitglieder des IHK-Regionalbeirats Neuwied trafen sich Mitte November zu ihrer Herbstsitzung in den Räumlichkeiten der Holzwerke van Roje GmbH & Co. KG in Oberhonnefeld-Gierend. Im Fokus der Diskussion standen die Weiterentwicklungen im Fachkräfteeinwanderungsgesetz (FEG) sowie die aktuellen wirtschaftlichen Entwicklungen im Landkreis Neuwied.

Der Beirat blickt erwartungsvoll auf kommende gemeinsame Aktivitäten und Veranstaltungen. (Foto: Kristina Kutting, IHK-Regionalgeschäftsstelle Neuwied)

Oberhonnefeld-Gierend. Eine zentrale Neuerung im Fachkräfteeinwanderungsgesetz ist die Einführung der Chancenkarte, die ausländischen Fachkräften erlaubt, mit anerkannten Abschlüssen aus ihren Herkunftsländern in Deutschland nach Stellen zu suchen. Des Weiteren ermöglicht die Anerkennungspartnerschaft Fachkräften bereits während des Anerkennungsprozesses in Deutschland zu arbeiten. Die Regelungen für Engpassberufe werden erweitert und erfahrene Fachkräfte können ohne Anerkennung in Deutschland tätig werden, sofern ein festgelegtes Bruttomindestgehalt (40.000 Euro) nachgewiesen wird. Kleine Änderungen wie die vereinfachte Zugangsmöglichkeit zur Blauen Karte EU und die Entfristung der Westbalkan-Regelung sind ebenfalls Bestandteil der Gesetzesnovelle. Diese Maßnahmen treten schrittweise ab dem Frühjahr 2024 in Kraft, teilt der IHK-Regionalbeirat Neuwied die bei der Herbstsitzung erörterten Neuerungen mit.

"Die Weiterentwicklung des Fachkräftegesetzes eröffnet den Unternehmen zahlreiche Chancen. Die Einführung der Chancenkarte und Anerkennungspartnerschaft schaffen ein attraktives Umfeld für ausländische Fachkräfte, während die Erweiterung der Engpassberufe und die Möglichkeit für erfahrene Fachkräfte, ohne Anerkennung zu arbeiten, die Flexibilität der Unternehmen stärken. Diese Gesetzesänderungen sind ein wichtiger Schritt, um den Bedarf an qualifizierten Fachkräften zu decken und die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen zu steigern", kommentiert die IHK-Vizepräsidentin Maren Hassel-Kirsche.

Kristina Kutting, IHK-Regionalgeschäftsführerin für die Landkreise Altenkirchen und Neuwied, fasste die Ergebnisse der IHK-Konjunkturumfrage aus dem Herbst 2023 und die Details aus dem Landkreis Neuwied zusammen: "Der deutliche Rückgang des Konjunkturklimas im Landkreis Neuwied im Herbst 2023 zeigt die dynamische Natur der Wirtschaftslage. Dennoch ist es ermutigend zu sehen, dass die Unternehmen in dieser Region eine gewisse Widerstandsfähigkeit gegenüber den externen Herausforderungen zeigen."



Mit Blick auf den Wirtschaftsstandort Deutschland mahnte der Beiratsvorsitzende Dr. Kai Rinklake: "Die aktuellen Entwicklungen verdeutlichen, dass der Wirtschaftsstandort Deutschland an Attraktivität verliert, während die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Ausland deutlich günstiger sind. Diese Diskrepanz führt dazu, dass viele Unternehmen ihre Produktionsstätten oder sogar ihre gesamten Standorte ins Ausland verlagern. In Anbetracht dieser Situation ist ein dringender Handlungsbedarf seitens der Politik erforderlich, um verbesserte Rahmenbedingungen zu schaffen. Es ist an der Zeit, Maßnahmen zu ergreifen, die den Wirtschaftsstandort Deutschland wieder wettbewerbsfähiger machen".

Seinerseits blickt der Beirat erwartungsvoll auf kommende gemeinsame Aktivitäten und Veranstaltungen. Geplant sind unter anderem Kooperationen mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Neuwied im Rahmen der IHK-Unternehmergespräche, der Beteiligung an der Neuwieder AusbildungsmessePlus in der David-Röntgen-Schule in Neuwied sowie regelmäßige Netzwerktreffen des Jungen Unternehmernetzwerks Neuwied. (PM)


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