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Pressemitteilung vom 01.12.2023    

Bilanz nach einem Monat "Blitzen" in Neuwied: Sicherheit oder Autofahrer-Abzocke?

Erhöhung der Verkehrssicherheit oder Angriff auf die Brieftaschen der Autofahrer? Für die Stadt Neuwied gibt es da eine klare Antwort: "Es ist, wie es die Fachleute angekündigt haben: Auch Neuwied kann seine städtischen Kassen durch die Übernahmen der Geschwindigkeitsüberwachung nicht füllen", so heißt es in einer Pressemitteilung zu Bilanz aus einem Monat "Blitzen".

Die Stadt Neuwied hat im November 345 Autofahrer "geblitzt". (Foto: Stadt Neuwied)

Neuwied. Für die Stadtkasse scheinen die Kontrollen kein Segen zu sein, wie die Stadt in einer Pressemitteilung erklärt: "Das haben Beispiele aus anderen Kommunen vorher schon gezeigt, und das war ja auch nie unser Ziel", betont der Beigeordnete Ralf Seemann als zuständiger Ordnungsdezernent angesichts einer ersten Auswertung und unterstreicht: "Es geht um die Sicherheit im Straßenverkehr. Das Blitzen soll zu einem verkehrserzieherischen Effekt führen. Deshalb zeigen wir im Stadtgebiet verstärkt Präsenz und stehen in allererste Linie an Unfallschwerpunkten sowie in der Nähe von Kindergärten und Schulen. Aber wir wollen niemanden abzocken." Um die Akzeptanz in der Bevölkerung für diese Maßnahmen hochzuhalten, kündige man zudem täglich grob die Standorte der Kontrollen an, ergänzt er.

Und was hat das im ersten "Blitzermonat" zur Folge gehabt? Konkret waren die Ordnungsamts-Mitarbeiter zwischen dem 30. Oktober und dem 29. November an allen 23 Werktagen sowie einem Samstag auf den Neuwieder Straßen unterwegs. Dabei haben sie insgesamt 345 Fahrer mit überhöhter Geschwindigkeit geblitzt. "Auch wenn alle Verwarnungs- und Bußgelder wie im entsprechenden Katalog vorgesehen bezahlt werden, werden wir damit keine Überschüsse erzielen", sagt Ralf Seemann und erklärt, dass die Stadt zur Geschwindigkeitsüberwachung nicht nur das technische Equipment anschaffen, sondern auch fünf zusätzliche Stellen beim Ordnungsamt schaffen musste - mit entsprechenden Kosten für Bruttoarbeitsentgelt und Nebenkosten.



Mit 91 km/h durch die Stadt
Zur Statistik: Die überwiegende Mehrheit der erwischten Verkehrssünder - 219 von 345 - war lediglich bis zu 10 km/h zu flott unterwegs und muss daher ein Verwarngeld von 30 Euro bezahlen. Weitere 78 Fahrer waren 11 bis 15 km/h zu schnell (50 Euro) und 24 waren 16 bis 20 km/h "drüber" (70 Euro). Einen Punkt in Flensburg und 115 Euro Strafe gibt es für neun Fahrer mit 21 bis 25 km/h Geschwindigkeitsübertretung, und zwei Fahrer müssen sich auf einen Punkt und 180 Euro Bußgeld einstellen (26 bis 30 km/h). Die bisherigen Negativ-Rekorde haben zwei Autofahrer aufgestellt, die mit 91 beziehungsweise 87 Stundenkilometern durch die Stadt gerast sind (bei Tempo 50). Sie müssen sich auf zwei Punkte, 260 Euro Bußgeld und einen Monat Fahrverbot einstellen.

Noch erwähnenswert: Unter den Geblitzten war ein Radfahrer, der mit 21 km/h in einem verkehrsberuhigten Bereich unterwegs war, in dem auch er hätte Schrittgeschwindigkeit fahren müssen. Außerdem ist ein mit Fahrgästen besetzter Bus mit überhöhter Geschwindigkeit aufgefallen. (PM)


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