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Pressemitteilung vom 14.11.2023    

Weltdiabetestag: IKK Südwest klärt über Schwangerschaftsdiabetes auf

Am heutigen Weltdiabetestag, 14. November, klärt die IKK Südwest über Schwangerschaftsdiabetes auf. Wie eine Auswertung ihrer Versichertendaten zeigt, ist ein deutlicher Zuwachs des sogenannten Gestationsdiabetes zu verzeichnen. In Zusammenarbeit mit einem Gynäkologen informiert die Innungskrankenkasse über eine Form des Diabetes mellitus Typ 2, die häufig unbemerkt bleibt.

Schwangerschaftsdiabetes lässt sich mithilfe des Glucosetests frühzeitig diagnostizieren. (Foto: Symbolbild: Pixabay)

Rheinland-Pfalz. Mehr als 60.000 Frauen erkranken im Durchschnitt jedes Jahr an Schwangerschaftsdiabetes - mit steigender Tendenz. Eine Auswertung unter den Versicherten der IKK Südwest in Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland bestätigt diese Entwicklung. Der IKK zufolge zeigt die Analyse, dass seit 2016 jedes Jahr mehr Frauen an Schwangerschaftsdiabetes erkranken. Im Jahr 2022 haben sogar ein Viertel aller Schwangeren, die bei der IKK Südwest versichert sind, diese Diagnose erhalten.

"Durch einen solch starken Zuwachs, drängt sich die Frage nach der Ursache auf. Ein Schwangerschaftsdiabetes kann sich schon vor der Geburt negativ auf die Gesundheit sowohl der Mutter als auch ihres Kindes auswirken", zeigt sich Professor Dr. Jörg Loth, Vorstand der IKK Südwest, über das Ergebnis der Auswertung besorgt und ergänzt: "Wer die Vorsorgeuntersuchungen gewissenhaft wahrnimmt, kann oft schon bei ersten Auffälligkeiten gemeinsam mit dem Arzt dem Schwangerschaftsdiabetes entgegenwirken. Je früher der Schwangerschaftsdiabetes erkannt wird, umso geringer sind die gesundheitlichen Risiken für Mutter und Kind." Der richtige Lebensstil und damit die individuelle Gesundheitsprävention seien, so Loth, bei der Vermeidung "hochentscheidend".

Für einen Anstieg der Erkrankung in den vergangenen Jahren nennt Dr. Steffen Wagner, Facharzt für Gynäkologie und Geburtsmedizin aus Saarbrücken, unterschiedliche Gründe, vor allem aber krankhaftes Übergewicht (Adipositas). "Adipositas mindert nicht nur die Fruchtbarkeit, sondern sie begünstigt auch das Entstehen eines Gestationsdiabetes. Zudem sind Frauen, die schwanger werden, im Durschnitt immer älter. Mit zunehmendem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit, eine Zuckererkrankung zu entwickeln", äußert sich der Gynäkologe. Wagner empfiehlt daher, dass sich Frauen schon bei der Planung ihrer Schwangerschaft mit dem Thema Diabetes auseinanderzusetzen, um das eigene Risiko besser abzuschätzen und um bereits im Voraus vorbeugende Maßnahmen ergreifen zu können.

Welche Folgen kann ein Schwangerschaftsdiabetes haben?
Der Saarbrücker Mediziner weist darauf hin, einen Schwangerschaftsdiabetes ernst zu nehmen, da er sowohl für die Mutter als auch für das Kind gesundheitliche Risiken berge. "Ein nicht erkannter Schwangerschaftsdiabetes kann zu einer zu starken Gewichtszunahme des Kindes im Mutterleib führen mit der Gefahr von Komplikationen bei der Geburt. Neugeborene von diabetischen Müttern können in den ersten Tagen an Blutzuckerschwankungen und Unreife leiden und müssen deshalb intensiv überwacht werden. Zudem haben Kinder von diabetischen Müttern selbst ein erhöhtes Risiko einen Diabetes zu entwickeln", erklärt Wagner.




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Wie kann man einen Schwangerschaftsdiabetes vermeiden?
Laut IKK kann in vielen Fällen Schwangerschaftsdiabetes vermieden werden, sofern Risikofaktoren frühzeitig erkannt und minimiert werden. So können ausgewogene Ernährung und ausreichende Bewegung seiner Entstehung oft entscheidend vorbeugen, meint Wagner und ergänzt: "Es ist daher ratsam, dass sich Frauen mit Kinderwunsch bereits frühzeitig körperlich auf die Schwangerschaft vorbereiten und ihre Lebensweise sowie Ernährung anpassen". Doch wie funktioniert das am besten? Bei der Ernährung sollte der Schwerpunkt auf pflanzlichen Lebensmitteln wie Gemüse, Obst, Hülsenfrüchten und Vollkornprodukten sowie kalorienarmen Getränken liegen. Auf tierische Lebensmittel wie Milchprodukte, Fleisch und Eier müsse man nicht verzichten, sie sollten aber nicht den Hauptkalorienanteil ausmachen. Sehr sparsam sollten Süßigkeiten, Snacks mit hohem Anteil gesättigter Fettsäuren und zuckerhaltige Getränke verzehrt werden. "Generell ist von Lebensmitteln mit hohem Zuckeranteil abzuraten", so die Empfehlung des Mediziners.

Glucosetest für Schwangere
Das Tückische am Schwangerschaftsdiabetes: Oft verläuft er ohne Symptome. Daher würden viele werdende Mütter die Gefahr, die für sie und ihr Kind davon ausgeht, zunächst nicht erkennen, so der Gynäkologe. "Die sicherste Methode, einen Schwangerschaftsdiabetes frühzeitig zu diagnostizieren, ist der beim Frauenarzt routinemäßig durchgeführte Glucosetest, den die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen", sagt Wagner. Dieser Test wird zwischen der 24. und 26. Schwangerschaftswoche durchführt. Wenn dabei der Blutzucker bestimmte Werte übersteigt, liegt ein Schwangerschaftsdiabetes vor. Als gesetzliche Krankenkasse übernimmt die IKK Südwest eine Vielzahl unterschiedlicher Vorsorgeuntersuchungen. Darüber hinaus zahlt die IKK Südwest Vorsorgeuntersuchungen für Schwangere in der Höhe von 150 Euro pro Schwangerschaft und geht damit weit über das gesetzliche Mindestmaß hinaus.

Weltdiabetestag
Der Weltdiabetestag wurde am 14. November 1991 von der International Diabetes Foundation und der Weltgesundheitsorganisation zum ersten Mal ins Leben gerufen und ist seit 2007 ein offizieller Aktionstag der Vereinten Nationen. Der Tag soll dazu dienen, um auf die steigende Verbreitung des Diabetes mellitus hinzuweisen. Der 14. November wurde als Datum gewählt, da dies der Geburtstag von Sir Frederick Banting ist, und der Mediziner zusammen mit Charles Best im Jahr 1922 das lebenswichtige Insulin entdeckt hat. (PM)


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