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Pressemitteilung vom 11.10.2023    

Schwerin für die Deichstadtvolleys eine Nummer zu groß

Mit 0:3 Sätzen (13, 13, 21) unterlagen die Deichstadtvolleys dem neuen Tabellenführer und blieben dabei chancenlos. Der Klassenunterschied zwischen einem europäischen Spitzenteam und dem Underdog aus dem Rheinland war überdeutlich. Neuwied enttäuschte aber nicht in allen Belangen.

Zum zweiten Mal zur besten Neuwieder Spielerin gewählt: Laura Berger mit Nationallibera Anna Pogany. Foto: Michael Dittmer

Neuwied. Trotzdem zeigte der besonders der erste Durchgang, woran es in Neuwied hapert: Wie so oft zollte man im ersten Satz der Nervosität Tribut und kam nie ins Spiel, schon beim 0:5 musste Trainer Yağlıoğlu seine erste Auszeit ziehen. In Annahme und Abwehr überfordert, machte es die Mannschaft den Zuspielerinnen unmöglich, Ordnung ins Spiel der Deichstadtvolleys zu bringen. Die Angriffsversuche der Neuwiederinnen ähnelten eher Spielflussübungen, die erfolgreiche Gegenangriffe der Norddeutschen provozierten. Ein Satz, den alle Beteiligten rasch vergessen sollten.

Durchgang zwei gab jedoch gelegentlich zur Hoffnung Anlass. Neuwied hielt in der ersten Hälfte mit und stabilisierte sich in dieser Phase. Laura Berger, später zum 2. Mal in dieser Saison zur besten Neuwieder Spielerin gewählt, und Lydia Stemmler konnten sich am Netz durchsetzen, der Block steuerte zwei Punkte bei, bis Schwerin anzog und den Standesunterschied bis zum erneuten 25:13 klarstellte.

Erfreulicher aus Sicht der Zuschauer, die sich ein packenderes Spiel erhofft hatten, wie aus Perspektive der Gäste verlief Satz 3. Neuwied holte nach der ersten technischen Auszeit (2:8) kontinuierlich auf und blieb auf der Anzeigetafel bis zum Satzende (21:25) dicht an den Gastgeberinnen. Dazu mögen Nachlässigkeiten Schwerins beigetragen haben, doch zeigte bei verbesserter Ballannahme das veränderte Spielsystem der Deichstädterinnen erste Erfolge: Das Kombinationsspiel führte zu Punktgewinnen, das Selbstbewusstsein stieg und auch der Block kam zu Erfolgen.



Dem stimmte auch Laura Berger zu, die sich als gelernte Mittelblockerin heute auf mehreren Positionen auszeichnen konnte. "Mehr angreifen ist schon cool", gab sie zu Protokoll. "Dafür ist aber die Annahme Voraussetzung und unser größtes Problem. Wir wollen aber nicht aufgeben!" Schließlich habe man heute beim Topteam der Liga gespielt.

Ihr Trainer ist ähnlicher Meinung: "Schwerin ist nicht ohne Grund einer der größten Meisterschaftsfavoriten dieses Jahr. Wir haben es probiert, aber es hat nicht gereicht. Wir haben einiges gut gemacht, das Ergebnis geht in Ordnung. Unser Fokus liegt jetzt auf dem nächsten Heimspiel!"

Dieses findet am 21. Oktober um 19 Uhr im Rhein-Wied-Gymnasium statt. Gegner ist der VfB Suhl LOTTO Thüringen.

Die Deichstadtvolleys:
Carla Fuchs, Amelie Strothoff, Hilkka Hujanen, Kristin vom Schemm, Elisabeth Kettenbach, Laura Broekstra, Laura Berger, Lydia Stemmler, Klara Single, Anna Hartig, Maya Sendner; Trainer: Tigin Yağlıoğlu


Mehr dazu:   Deichstadtvolleys Neuwied  
Lokales: Neuwied & Umgebung
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