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Nachricht vom 13.09.2023    

Schöpfungsweg: Kunst- und Mahnprojekt in der Neuwieder Innenstadt

Am vergangenen Sonntag wurde der vom Roßbacher Künstler Friedhelm A. Kurtenbach und vom evangelischen Pfarrer i.R. Werner Zupp so deklarierte „Schöpfungsweg“ mit einer Andacht auf dem wunderbaren Freigelände an der Marktkirche in Neuwied einer großen interessierten Besucherschar vorgestellt.

(Fotos: Jürgen Grab)

Neuwied. Viele Menschen aus der Stadt und ihrer Umgebung waren der Einladung der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen Neuwied zu einem "ökumenischen Schöpfungstag" gefolgt, wobei die in den Bäumen der Innenstadt aufgehängten "Kunstbanner" von Friedhelm A. Kurtenbach in bemerkenswerter Weise künstlerisch gestaltet worden und von verschiedenen Verfassern mit eindringlichen Texten versehen sind. Der örtliche "Schöpfungsweg" durch die Neuwieder Innenstadt von der Marktkirche durch die Engerser- und die Mittelstraße zum Luisenplatz bis hin zur Matthiaskirche fand durchaus eine entsprechende Beachtung, wobei auch der Posaunenchor der Evangelischen Brüdergemeine gerne zur Kenntnis genommen wurde und deren Pfarrer eine entsprechende kurze Andacht zum Schöpfungsthema hielt.

Kurtenbach und Pfarrer Zupp haben das Konzept eines nachdenkenswerten "Schöpfungsweges" entwickelt, wobei die Pfarrei St. Matthias sowie die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen Neuwied maßgeblich an der Realisierung beteiligt waren.. Schließlich wurde nach der gemeinsamen Andacht auf dem Freigelände an der Marktkirche der Schöpfungsweg" offiziell "eröffnet" , wobei die beteiligten "Pilger" diesen Weg von der Markt- bis hin zur Matthias-Kirche mit einem Zwischentop auf dem Luisenplatz,wo der Pfarrer der Ev. Brüdergemeine, Christoph Huss auf die Bedeutung einer unbedingten Bewahrung der Schöpfung hinwies und der Posaunenchor der Brüdergemeine in sehr schöner Weise seine Worte umrahmte.

Spirituelle Gedanken zur Bewahrung der Schöpfung
Pfarrer Zupp und Friedhelm Kurtenbach war es unbedingt ein Anliegen darzustellen, dass die Kunstwerke und die damit verbundenen Texte in künstlerischer Weise spirituelle Gedanken zur Bewahrung der Schöpfung auszudrücken und mit den Kunstwerken relevante Fragen zur aktuellen Situation zu stellen und somit Denkanstöße und Anregungen zu geben, auf welche Weise Gottes Schöpfung erhalten werden kann.

Friedhelm Kurtenbach will, so erläuterte Werner Zupp , mit seinen Kunstwerken, Bildern, Fotos, Grafiken, zusammen mit den diversen Texten Gedankenimpulse und Denkanstöße zum achtsamen Umgang mit Gottes wunderbarer Schöpfung vermitteln und insgesamt aufbauende Beziehungen zur Umwelt aufzeigen. " So sind wir aufgefordert, Gottes wunderbare Schöpfung nicht nur achten sondern sie im Sinne einer lebenswerten Zukunft unbedingt fördern und pflegen sollten, womit schließlich eine lebenswerte gemeinsame Zukunft von Menschen, Tieren, Pflanzen und der gesamten Natur gesichert werden kann.



Künstler Kurtenbach , Pfarrer Zupp und mit ihnen die Mitorganisatoren von der ACK Neuwied waren vom Gelingen dieser öffentlichen Präsentation, nicht zuletzt durch die künstlerisch-gestalteten Fahnenbanner und den jeweiligen Andachten, davon überzeugt, dass dieser kreative "Schöpfungsspaziergang" mit den vielen Menschen nicht nur eine spezielle "ökologische Schöpfungsspiritualität" sondern möglicherweise auch neue Lebensimpulse und einen nachhaltigen Lebensstil vermitteln können. "Allen Menschen soll mit dieser ganz besonderen Veranstaltung auf der einen Seite die Schönheit der Schöpfung , auf der anderen Seite aber auch ihre Zerstörung vor Augen geführt werden. Der von den Bannern markierte Weg ist auch als "Pilgerweg" zu verstehen, der zur Einisicht und Umkehr aufrufen möchte" betonte Pfarrer Zupp in seiner Predigt zu Beginn dieses ereignisreichen Tages, der mit einem Gottesdienst am Ende des gemeinsam gegangenen Schöpfungsweges in der St. Matthiaskirche endete, den die beiden Gemeindereferentinnen Petra Frey und Ursula Pyra in besonders ansprechender und eindrucksvoller Weise gestaltet haben.

Es ist dem Künstler Kurtenbach und dem Theologen Zupp ein besonderes Anliegen dass mit dem Schöpfungstag unbedingt auch nachgehende Fragen gestellt werden, deren Beantwortung möglicherweise nicht immer einfach ist, die aber einen außerordentlichen Stellenwert in dieser fragwürdigen Zeit haben. "Hat die Menschenheit in den letzten Jahren in vielen globalen Lebensbereichen über ihre Verhältnisse gelebt ? Haben die Menschen selbst die Natur nicht überbelastet, vielleicht sogar mutweillig zerstört und an den Rand einer existenziellen Fragwürdigkeit gebracht ? Können Pandemie, Kriege, Hungersnöte und Umweltkrisen nicht als ein Weck- und Aufruf verstanden werden, sich neu zu besinnen und als Chance gesehen werden, gemeinschaftlich neue Wege für ein "Paradies auf Erden" zu suchen ?", fragt Friedhelm Kurtenbach voller Zweifel, aber doch auch mit entsprechender Hoffnung. (jüg)


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