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Pressemitteilung vom 10.09.2023    

Cannabis-Antrag in Neuwied gescheitert

Für sein Ziel, Neuwied als Modellstadt für regulierten Cannabiskonsum einzurichten, erhielt das Stadtratsmitglied René Bringezu nicht die erforderliche Zahl an Unterschriften. Jetzt richtet er einen Appell an Oberbürgermeister Jan Einig für eine offene Diskussion im Stadtrat.

Symbolmontage

Neuwied. René Bringezu, Mitglied des Neuwieder Stadtrates, setzt sich für Neuwied als Modellstadt für den regulierten Cannabiskonsum ein. Um diesen Antrag als fraktionsloses Mitglied vorzulegen, benötigte er eine festgelegte Anzahl an Unterstützungsunterschriften seiner Kollegen. Auf seinen Listen erlangte er aber nicht die nötige Anzahl.

"Trotz meiner Bemühungen konnte ich leider nicht die erforderliche Anzahl an Unterstützungsunterschriften von den Ratsmitgliedern für dieses Vorhaben erhalten. Aber ich bin weiterhin überzeugt davon, dass die Diskussion und Überlegung zu diesem Thema absolut notwendig ist", gibt Bringezu in einem persönlichen Statement bekannt.

Bringezu fordert Oberbürgermeister Einig dazu auf, dieses Thema in der kommenden Stadtratssitzung öffentlich zu diskutieren und die seiner Meinung nach hohe Bedeutung und Dringlichkeit dieser Initiative zu erkennen.

Offener Brief an den Oberbürgermeister
In einem jüngst veröffentlichten offenen Brief an Oberbürgermeister Jan Einig betont René Bringezu die potenziellen Vorteile, die Neuwied seiner Meinung nach durch die Etablierung als Modellkommune für den regulierten Cannabiskonsum erlangen könne. Der Brief hebt den Gesundheitsschutz der Bürger, die Erhöhung der Sicherheit in der Gemeinschaft und signifikante wirtschaftliche Vorteile als Hauptgründe hervor.

"Unsere Stadt steht an einem Wendepunkt. Die Entscheidung, ob wir uns als Modellkommune bewerben, wird langfristige Auswirkungen auf die Gesundheit, Sicherheit und Wirtschaft von Neuwied haben", schreibt Bringezu. Er argumentiert, dass durch strikte Kontrollen und festgelegte Qualitätsstandards der Konsum von Cannabis sicherer werde. Statt unkontrolliertem Selbstanbau, der zu Schimmelbildung oder dem unsachgemäßen Einsatz von Pestiziden führen könne, würde ein regulierter Markt garantieren, dass die Bürger nur sicheres Cannabis erhalten würden.




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Bringezu betont weiterhin die Vorteile für die Sicherheit der Gemeinschaft. Ein regulierter Cannabismarkt würde laut Bringezu den illegalen Handel drastisch reduzieren und somit die mit Drogenhandel verbundenen kriminellen Aktivitäten mindern. Polizeikräfte könnten ihre Ressourcen effizienter nutzen und sich auf schwerwiegendere Verbrechen konzentrieren.

Weiterhin argumentiert Bringezu, dass die wirtschaftlichen Vorteile immens wären. Steuereinnahmen aus einem regulierten Cannabismarkt könnten demnach direkt in städtische Projekte und Dienstleistungen fließen, wodurch die Lebensqualität in Neuwied steigen würde. Hinzu käme die Möglichkeit, so Bringezu, durch lizenzierten Cannabisverkauf leer stehende Geschäftsräume zu beleben und die lokale Wirtschaft zu stärken.

Der gesamte Wortlaut des offenen Briefes kann auf Facebook nachgelesen werden. (PM)


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