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Nachricht vom 27.08.2023    

20. Biwak der Reservistenkameradschaft Dreisbacher Land in Rodenbach

Von Wolfgang Rabsch

Allen Grund zu feiern hatte die Reservistenkameradschaft Dreisbacher Land (RKDL), da ein kleines Jubiläum begangen werden konnte. Bis auf wenige Tropfen aus den Wolken konnten sich die Teilnehmer des Biwaks über zufriedenstellende äußere Bedingungen erfreuen, aber als Soldaten sind sie es schließlich gewohnt, dass man sich bei Übungen das Wetter nicht malen kann.

(Fotos: Wolfang Rabsch)

Rodenbach. Man kann schon von Tradition sprechen, wenn dieses Biwak bereits zum 20. Mal durchgeführt wird.

Was ist die Reservistenkameradschaft und ein Biwak?
Der Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr (VdRBw) hat mehr als 115.000 Mitglieder. Dort werden die Reservisten in allen militärischen Angelegenheiten vertreten. Es sind Reservisten der Bundeswehr (ordentliche Mitglieder), aktive Soldaten (außerordentliche Mitglieder) und Personen ohne Wehrdienst (fördernde Mitglieder). Beim Verband haben alle Reservisten der Bundeswehr die Möglichkeit, eine militärische Heimat zu finden. Die Vielfalt der Informations- und Veranstaltungsangebote aller Gliederungen deckt so gut wie alle Einzelinteressen ab, Kameradschaft und Betreuung ergänzen das Angebot. Die rund 2.400 Reservistenkameradschaften (RK) bilden die wichtigste Organisationsebene im Verband - und den Platz, an dem die Reservistenarbeit geleistet wird. Bei der Bundeswehr ist das Biwak eine Übung, wie man im Feld überlebt. Es gehört für alle Soldaten zur Grundausbildung.

Das Biwak begann freitags mit der Begrüßung durch den Vorsitzenden der RK Dreisbacher Land, Stabsfeldwebel der Reserve Klaus Grollius, der sich über die Teilnahme von etwa 30 Soldatinnen und Soldaten freuen durfte. Klaus Grollius gab eine kurze Vorschau der Übungen bekannt, die während des Biwaks durchgeführt werden sollten. Aber auch das Gesellige sollte nicht zu kurz kommen, denn innerhalb der RKDL sind auch Freundschaften entstanden, die gepflegt werden, was den Zusammenhalt in der "Truppe" stärkt. Für das leibliche Wohl der Teilnehmer war bestens vorgesorgt, niemand musste sich Sorgen zu machen, dass es nur "EPas" (Einmannpackung bei Übungen für einen Tag) gab. Der Grill hatte Hochbetrieb und kühle Getränke wurden auch nicht verschmäht.

Auch die Kommunalpolitik schaute vorbei
Am Samstag (26. August) wurde es etwas feierlich, denn zu den vorzunehmenden Ehrungen waren einige Vertreter der kommunalen Politik erschienen. Die Bundestagsabgeordnete Sandra Weeser (FDP) aus dem Wahlkreis Neuwied machte ihre Aufwartung. Wie in jedem Jahr waren Volker Mendel, der Bürgermeister der VG Puderbach und Wolfgang Theis, seines Zeichens Bürgermeister der Ortsgemeinde Steimel, ebenfalls anwesend. Beide Lokalpolitiker drücken mit ihren jährlichen Besuchen des Biwaks die Verbundenheit der VG Puderbach und der Ortsgemeinde Steimel aus. Zu Steimel hat die RKDL einen besonderen Bezug, da in den ersten 15 Jahren das Biwak in Steimel stattfand. Als am Sportplatz von Rodenbach ein besseres Gelände gefunden hatte, zog man nach Rodenbach um, dort wurde bereits zum fünften Mal das Biwak durchgeführt.



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Die Teilnehmer des Biwaks stellten sich in lockerer Formation auf, ohne strengen militärischen Befehl von Klaus Grollius, niemand musste strammstehen. Grollius nahm zwei Ehrungen von langjährigen Mitgliedern im RKDL vor. Für 15-jährige Mitgliedschaft wurde der Hauptgefreite der Reserve, Heiko Jung, mit einer Urkunde geehrt. Der Gefreite der Reserve, Heinz Günter Söns, ist sogar 30 Jahre Mitglied im RKDL, auch er erhielt die entsprechende Ehrung durch Überreichung der Urkunde.

Nach den Ehrungen sprachen Sandra Weeser, MdB, Volker Mendel und Wolfgang Theis einige Grußworte, die angesichts der aktuellen Lage in Europa die Notwendigkeit der Bundeswehr zum Inhalt hatten. Unisono stellten die Politiker auch die Bedeutung der Reservistenkameradschaft in den Fokus, weil mit deren Wirken auch der Zusammenhalt in der Bundeswehr dokumentiert würde.

Oberstabsarzt Nikolai Hagendorf berichtete von seinem Einsatz mit der Bundeswehr in Mali im Sanitätsdienst. Verschiedene Übungen wurden durchgeführt, so zum Beispiel das Anlegen von Feuerstellen und das Darstellen von Feuerstellen durch die Gefreite der Reserve Kerstin Stricker-Dudenhofen. Hauptfeldwebel der Reserve Alexander Koch führte anschaulich Übungen beim Spurenlesen und bei der Kampfmittelerkennung durch.

Alles in allem hat sich das Treffen der RKBL erneut bewährt und den Zusammenhalt weiter gestärkt, so dass nach Abschluss die Vorfreude auf das nächste Jahr von allen mit nach Hause genommen wurde. (Wolfgang Rabsch)


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