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Pressemitteilung vom 28.07.2023    

"ReStart": In der Neuwieder Innenstadt geht es voran

Es tut sich etwas in der Neuwieder Innenstadt. Nach dem von der Papaya initiierten "Neuwied blüht auf" im vergangenen Jahr, ist nun ein neues Programm in siebenstelliger Größenordnung zur Belebung der City angelaufen: "ReStart" heißt es offiziell, weil es Bezug auf das Ende der Corona-Einschränkungen nimmt. Es soll aber viel mehr sein als nur ein Neustart: Substanzielle Verbesserungen sind das Ziel.

Die Mitglieder der Papaya-Koalition trafen sich, wo der "ReStart" im August konkret wird: In der ehemaligen Geisen-Filiale auf dem Luisenplatz entsteht das "Innenstadtlabor". (Foto: Jörg Niebergall)

Neuwied. So sagt die Stadt vor allem dem Leerstand den Kampf an. Sie kann künftig verwaiste Ladenlokale gezielt selbst anmieten und für innovative Nutzungskonzepte als Starthilfe günstiger zur Verfügung stellen. "Mit diesem Programm dürfen wir endlich auch hier das Heft des Handelns in die Hand nehmen", freuen sich die drei Fraktionsvorsitzenden Martin Hahn (CDU), Regine Wilke (Grüne) und Karl-Josef Heinrichs (FWG) laut Pressemitteilung der Papaya-Fraktionen. Denn bislang, so erklären sie, war ihnen diese Möglichkeit verwehrt. Das Land hätte entsprechende Ausgaben als "freiwillige Leistungen" eingestuft, die die Stadt Neuwied dank der unter "roter" Führung über Jahrzehnte angehäuften Verschuldung aber nicht ausgeben dürfe.

Im Rahmen des vor allem vom Bund aufgelegten Förderprogramms sei das nun möglich. "Da haben wir natürlich zugegriffen", unterstreichen die "Papayas", die daran erinnern, dass sie schon im vergangenen Jahr gefordert hatten, dass es solche Maßnahmen nicht nur für die großen, sondern auch für die mittleren Städte wie Neuwied geben müsse.

Kürzlich kamen die Stadtratsmitglieder der drei Fraktionen in der früheren Geisen-Filiale auf dem Luisenplatz zusammen. Denn hier wird die Umsetzung des Programms ab August konkret: Dann zieht die neue Citymanagerin Michaela Ullrich in das leer stehende Lokal ein und gleichzeitig entsteht dort das "Innenstadtlabor" - ein multifunktionaler Erlebnisraum, in dem innovative Projekte realisiert werden können, zum Beispiel durch Kunstausstellungen und sogenannte Pop-up-Stores, also kurzfristig entstehende Ladeneinheiten, die immer wieder einmal ausgewechselt werden. "Wir sind froh, dass Michaela Ullrich da ist und das Leerstandsmanagement als eine ihrer wichtigsten Aufgaben definiert hat. Da ziehen wir am gleichen Strang", unterstreichen Hahn, Wilke und Heinrichs.




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Das gelte auch für die weiteren Ziele von "Re-Start". So nehme die Anpassung an den Klimawandel eine große Rolle ein. Zwei "Pocket-Parks" - mobile, begrünte Aufenthaltsgelegenheiten - sind bereits für die Innenstadt angeschafft worden, die die City gleichzeitig optisch aufwerten sollen. Weitere Begrünungsmaßnahmen seien in Planung.

Dritter großer Punkt sei die Stärkung der Identifikation der Menschen mit ihrer Stadt. "Wir brauchen mehr Wir-Gefühl", weiß Martin Hahn und erzählt, dass er vor einiger Zeit dazu im Neuwied-Podcast einen entsprechenden Appell von Schlosstheater Lajos Wenzel gehört hat. "Er hat kurz vor seinem Weggang nicht gejammert und aufgezählt, was alles schlecht ist, sondern uns im Gegenteil ins Stammbuch geschrieben, dass Neuwied viel mehr zu bieten hat und viel besser ist, als viele Neuwieder meinen", berichtet er und ergänzt, dass Wenzel dafür seine Heimat Köln als bestes Beispiel angefügt hat - also eine Stadt, die objektiv nicht zu den schönsten im Land zählt, von ihren Einwohnern aber permanent besungen und gefeiert wird.

"Wir sehen es als Chance, wenn wir uns regional orientieren - als Deichstadt an der Domstadt?", überlegt der CDU-Chef und hält gemeinsam mit seinen Koalitionskollegen fest: "Im Ernst: Theater, Zoo, Eishalle, Rhein-Promenade, Deichstadtfest, Märkte und und und. Neuwied hat für eine Stadt seiner Größe wirklich eine Menge zu bieten. Das müssen wir uns viel bewusster machen", unterstreicht er. (PM)



Lokales: Neuwied & Umgebung
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