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Nachricht vom 22.07.2023    

Leben wie Gott in Frankreich - mitten in Neuwied

Von Helmi Tischler-Venter

Der beliebte französische Markt musste wegen der Baustelle am Marktplatz auf den Parkplatz in der Luisenstraße umziehen. Dort können die Besucher am 22. und 23. Juli kulinarische Spezialitäten aus Frankreich genießen. Das Stadtmarketing hat dafür hübsche Sitzplätze und gastronomische Zonen unter großen Bäumen eingerichtet.

Impressionen des französischen Marktes. Fotos: Wolfgang Tischler

Neuwied. Sogar eine typisch französische Boulebahn wurde errichtet. Sie lockt gleich am Eingang Groß und Klein zum treffsicheren Spiel mit Schweinchen und Eisenkugeln. Dann muss man nur der Nase nach gehen: Der Duft, der von einem Coffee-Bike ausgeht, das Aroma gebrannter Nüsse mit vielfältiger Ummantelung, Mandelgebäck, Canoli und Früchtebrot, herzhafte Salami aus dem Baskenland, Zwiebeln und Knoblauch, Wurst aus der Provence, Bergkäse, Käsekuchen oder Plätzchen aus der Bretagne konkurrieren mit Elsässer Flammkuchen, Zwiebelkuchen und Crêpes. Eine permanent lange Schlange am Brotstand weist auf die hohe Qualität seiner Backerzeugnisse hin. Genießer finden erlesene Geschmacks-Kombinationen wie Austern und Sekt oder Quiches und Wein.

Wein aus verschiedenen Regionen unseres Nachbarlandes ist an mehreren Ständen im Angebot, so auch beim Freundeskreis Rengsdorf/Saint-Pierre-le-Moûtier, an dessen Stand man sich mit Wein, Cidre oder Wasser erfrischen und ein Schwätzchen halten kann. Diese Gelegenheit ließen sich die charmanten weiblichen "Uhus" nicht entgehen, zumal die Temperatur für ein genüssliches Treffen der Freundinnen im Freien geradezu ideal war. Für ihren wöchentlichen Treff hatten sie dieses Mal den französischen Markt auserkoren. Für Sonntag hat das Neuwieder Prinzenpaar seinen Besuch am Stand des Freundeskreises angesagt.

Am Markt-Sonntag wird auch der französische Drehorgelmann Silvan Pesentie wieder musikalisch französisches Flair verbreiten, und Zwille Zimmermann wird als französischer Gendarm ein Auge auf das Geschehen beim französischen Markt haben. Frankreich ist neben feinem Essen auch für feine Düfte bekannt. Der Duft von Rosen, Arnika, Flieder und Jasmin wurde in pflegenden Seifen und in Parfums eingefangen. Dekorative Lavendelkissen vertreiben Motten.



Frankophile Besucher finden viele Insignien französischer Lebensart zum Mitnehmen: schicke Kleider und Hüte, Taschen, Schals, künstlerischen Schmuck sowie schöne Tischwäsche und dekorative Keramik. Aus Olivenholz gefertigte Brettchen, lebende Blumen, Sukkulenten und Kräuter sowie geschmackvolle Garten-Deko verleihen dem Zuhause ein mediterranes Flair.

Wenn man sich dazu mit einem Vorrat an Trockenfrüchten, Honig, Marmeladen, Bonbons, Würzölen und Likören zusätzlich zu Brot- und Käse-Spezialitäten eindeckt, steht dem "Savoir-vivre" in den eigenen vier Wänden nichts mehr im Weg.

Der französische Markt ist am 22. und 23. Juli jeweils bis 18 Uhr geöffnet. Ab 11 Uhr stehen am Sonntag die Markt-Angebote zum Kauf. Der 23. Juli steht darüber hinaus im Zeichen eines verkaufsoffenen Sonntags. Daher öffnen auch Händler in der Innenstadt und im Gewerbegebiet an diesem Tag ihre Türen für Kauflustige. Zwei Tage lang kann man sich in Neuwied fühlen wie "Gott in Frankreich". (htv)


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