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Pressemitteilung vom 04.07.2023    

Klimakrise wird zur Wasserkrise

Ist der Kreis Neuwied vorbereitet auf extreme Wetterlagen? Wo müssen die Gemeinden umsteuern? Extremwetterlagen nehmen zu, die allgemeinen Wasserpegel nehmen ab. Der BUND beschäftigt sich mit den absehbaren Folgen und arbeitet politische Forderungen aus. Am 12. Juli sind alle Interessierten zu einem informativen Stammtisch eingeladen.

Symbolbild (Quelle: Pixabay)

Neuwied. Die erfolgreichen sogenannten BUNDten Thementische des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) laden diesmal für den 12. Juli nach Neuwied-Segendorf ein. Dabei geht es um die in Verbindung mit der Klimakrise stehenden Wasserkrise.

BUND-Landesvorstandsmitglied Egbert Bialk aus Koblenz zeigt sich zufrieden: Nach zwei gut besuchten Info- und Diskussionsveranstaltungen in Niederhonnefeld (Neuwied braucht einen besseren Umwelt- und Naturschutz) und im Kino Neuwied (Die rote Linie - Film zum Widerstand gegen den Kohleabbau) wäre seitens der Aktiven großes Interesse an weiteren Themen angemeldet worden. Auch die Vorbereitung der Gründung einer BUND-Kreisgruppe kämen voran und örtliche Ansprechpersonen würden benannt.

"Vordringliches Thema ist auch bei uns die Klimakrise, mit wachsender Brisanz. Wie die Katastrophe an der Ahr schmerzlich gezeigt hat, werden Extremwetterereignisse weiter zunehmen. Der Kreis Neuwied hat Glück gehabt, dass im Hitzesommer 2011 der Regen nicht 100 km östlicher niedergegangen ist, sonst hätte es an Sayn, Holzbach und Wied genauso ausgehen können wie an der Ahr. Hierauf scheinen die Dörfer und die Stadt überhaupt nicht vorbereitet zu sein. Wir haben sogar den Eindruck, man tut hier vieles, was die Hochwassergefahren noch verstärkt, vor allem durch die Flächenversiegelung durch Bau- und Gewerbegebiete und Straßenbau", argumentiert Egbert Bialk. Dabei gebe es Konzepte der Vorsorge und Anpassung, die der BUND einfordern werde.

Die Wasserkrise kommt
Weithin unterschätzt werde neben dem Zuviel an Wasser auch die sich häufenden Dürreperioden. Aktuell werden schon jetzt zu niedrige Pegelstände der Flüsse in Deutschland gemessen. Bialk sagt dazu: "Der Wald leidet, das Baumsterben schreitet voran, erhöhte Waldbrandgefahr, Ernteausfälle und beginnende Versteppung auch im gemäßigten Zonen sind die andere Seite der Wasserkrise. Auch hierauf ist unsere Konsumgesellschaft nicht vorbereitet, obwohl das ein Dauerproblem werden könnte. Klima, Wasser, Ernährung, Naturvielfalt und Gesundheit hängen eng zusammen, da dürfen wir nicht nur ein wenig an den Symptomen herumwerkeln." Der BUND und seine neu entstehende Kreisgruppe in Neuwied wird darum nun eine Veranstaltungsreihe starten, die aufklären und Handlungsmöglichkeiten für den privaten Bereich aufzeigen, aber auch politische Forderungen voranbringen soll.




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Am Anfang steht das Thema Wasserkrise. Dazu wird am Mittwoch, 12. Juli, ab 19 Uhr, in Neuwied-Segendorf, in der Wohnanlage Auwiese 8 (Nähe Schulzentrum) ein BUNDter Thementisch stattfinden. Im Mittelpunkt stehen dabei die Verbesserung der Maßnahmen bei Starkregen durch das Schwammstadtprinzip, durch Bodenschutz und eine klimagerechtere Bauleitplanung.

Nach den Sommerferien schließen sich die Themen Ernährung und Landwirtschaft an, voraussichtlich im September im Raum Linz-Asbach. Auch wird es eine geführte Waldexkursion im Bereich Anhausen-Dierdorf geben. Weitere Veranstaltungen sind in Vorbereitung.

Alle aktuellen Informationen dazu stehen auf der Homepage des BUND Neuwied. Auch die örtlichen Ansprechpersonen in den Gemeinden des Flächenkreises und für bestimmte Themenschwerpunkte sind dort zu ersehen.

Neuer Vorstand im Herbst
Für den Herbst ist die Wahl eines neuen Vorstands für die Kreisgruppe Neuwied geplant. Die Zusammenarbeit mit Initiativen und anderen Umweltverbänden sowie den Nachbarkreisgruppen wird intensiviert. Bialk konstatiert abschließend: "Auch der Kreis Neuwied braucht dringend eine starke Stimme für die Belange der Natur und des Umweltschutzes, unabhängig von Profit- und Parteiinteressen. Wir als gemeinnütziger Verband sind hier ein wichtiges Korrektiv aus der demokratischen Zivilgesellschaft und werden uns verstärkt einmischen, in partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit betroffenen Bürgern." (PM)


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