Werbung

Pressemitteilung vom 03.07.2023    

Neuwied: Aufruf an Unternehmen, inklusiver zu werden

Staatssekretär Dr. Fedor Ruhose sprach anlässlich der Feier zum Josefstag vor rund 150 Gästen im Heinrich-Haus. Es könne nicht von Fachkräftemangel die Rede sein, wenn rund 11 Prozent der Menschen mit Beeinträchtigung keine Arbeit hätten.

Vortrag von Dr. Fedor Ruhose (Fotoquelle: Heinrich-Haus gGmbH)

Neuwied. Digitalisierung, Transformation der Arbeit, neue Chancen für Menschen mit Behinderung – und ein klarer Aufruf an die Unternehmen im Land, inklusiver zu werden: Anlässlich der Feier zum Josefstag waren rund 150 Gäste aus verschiedenen Einrichtungen der Eingliederungshilfe, aus Politik, Wirtschaft und Institutionen auf dem Gelände des Heinrich-Hauses zusammengekommen, um sich fachlich auszutauschen und die Herausforderungen einer sich rasant wandelnden Arbeitswelt sowie die damit verbundenen Chancen und Risiken für Menschen mit Behinderung zu diskutieren.

Dr. Fedor Ruhose, Staatssekretär und Amtschef im Ministerium für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung, sprach als Gastredner über die neuen Möglichkeiten, die Arbeitswelt nicht nur digitaler, sondern vor allem auch inklusiver zu gestalten.

Nach einem geistlichen Impuls von Seelsorgerin Monique Scheer leitete Heinrich-Haus-Geschäftsführer Frank Zenzen das Thema ein: Mit dem Josefstag und dem Schutzpatron der Arbeiter verbinde das Heinrich-Haus viel mehr als nur der Unternehmensname der Josefs-Gesellschaft: "Der Heilige Josef führt uns die Bedeutung der Arbeit für ein erfülltes und selbstbestimmtes Leben vor Augen. Arbeit ist für jeden Menschen wichtig – nicht nur für den täglichen Broterwerb. Sie ist Voraussetzung für ein unabhängiges und selbstbestimmtes Leben", so Zenzen, "Im Heinrich-Haus schaffen wir viele Angebote, um allen Menschen ein unabhängiges und selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Ob im Berufsbildungswerk, in unseren Werkstätten, in unseren Schulen oder in den Tagesförderstätten: Wir möchten die Menschen, die bei uns leben, lernen und arbeiten, auf ihren Wegen unterstützen. Der Mensch in seiner individuellen Situation ist dabei für uns das Maß der Dinge."




Stellenanzeigen | WesterwaldJobs

Gruppenleitung (m/w/d) in der Werkstatt

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen GmbH
57537 Wissen

Freie Reporter (m/w/d) gesucht

WesterwaldMedien Kuriere
57610 Altenkirchen (Westerwald)

Hilfskraft (m/w/d) Wohnstätte Flammersfeld

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen GmbH
57632 Flammersfeld

LKW-Fahrer (m/w/d)

Westerwald-Brauerei H. Schneider GmbH & Co. KG
57627 Hachenburg

Chef vom Dienst (m/w/d) Redaktion

WesterwaldMedien Kuriere
57539 Etzbach

⇒ Mehr Westerwald Jobs entdecken    |    ⇒ Stellenanzeige schalten


Dass der aktuelle Fachkräftemangel auch eine Chance für behinderte Menschen sein kann, machte Dr. Fedor Ruhose in seinem anschließenden Vortrag klar. "Viele Unternehmerinnen und Unternehmer berücksichtigen das Potenzial noch nicht und verschenken die Möglichkeiten, die eine Integration von Menschen mit Behinderung ihrem Unternehmen bieten könnte", so Ruhose. Um dies zu ändern, so der Staatssekretär, gehe es darum, Barrieren im Kopf abzubauen und die technischen Fortschritte intensiver zu nutzen.
Assistive Technologien könnten unter anderem einen neuen Zugang für Menschen mit Behinderung auf den ersten Arbeitsmarkt schaffen.

"Wir können nicht von Fachkräftemangel sprechen, wenn die Arbeitslosenquote bei Menschen mit Behinderung bei rund 11 Prozent liegt", betonte Ruhose abschließend. Gleichzeitig unterstrich er die Bedeutung von Werkstätten für die Menschen, die angesichts der Anforderungen des ersten Arbeitsmarktes ein geschütztes Umfeld bevorzugen. Insgesamt zeigte sich Ruhose beeindruckt von der Vielfalt des Heinrich-Hauses: "Wie viele Menschen Sie hier erreichen und für wie viele Menschen Sie Heimat sind, das ist schon beeindruckend." Viele Denkanstöße, die im Anschluss an die Gastrede von den rund 150 Anwesenden noch intensiv diskutiert wurden. (PM)


Mehr dazu:   Veranstaltungsrückblicke  
Lokales: Neuwied & Umgebung
Feedback: Hinweise an die Redaktion

NR-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.

Anmeldung zum NR-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Kreis Neuwied.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Region


Justiz und Presse im Gespräch für mehr klare Sprache in der Öffentlichkeit

Das Oberlandesgericht Koblenz hatte am Montag (2. November) zu einer Tagung über Kritik, Vertrauen und ...

Illegales Fahrzeugrennen auf der B9 bei Andernach gestoppt

Am Freitag (6. November) kam es auf der B9 bei Andernach zu einem illegalen Fahrzeugrennen mit hochmotorisierten ...

Lebensmittelspendenaktion für die Neuwieder Tafel in der Adventszeit

Die Gruppe Cleanup Neuwied - Deichstadt Greenup ruft in der Advents- und Weihnachtszeit zu Lebensmittelspenden ...

1.300 Euro für den Kinderschutzbund Neuwied - Eine Tradition für den guten Zweck

Der Kinderschutzbund Neuwied hat Grund zur Freude, denn der Vorstand des Deutsch-Englischen Freundeskreises ...

Jugendschutz und Kinderrechte im Karneval im Mittelpunkt: Infoabend in Neuwied

Über 50 Verantwortliche aus 23 Karnevalsvereinen haben sich bei einem Info-Abend im Jugendzentrum Big ...

ICE kollidiert bei Günterscheid mit Reh

Ein ICE ist am Donnerstagabend auf Höhe der Ortslage Günterscheid mit einem Reh kollidiert. Der Lokführer ...

Weitere Artikel


Alle wichtigen Infos zum dritten Bärenkopplauf

Am Freitag, 4. August, organisiert der VfL Waldbreitbach den dritten Bärenkopplauf. Er ist auch in diesem ...

Waldbreitbach: Ordensfrauen boten eine spirituelle Auszeit vom Alltag an

Meditieren-wandern-reden-tanzen-beten-kreativ sein: Die traditionelle Aktion NachtLeben auf dem Waldbreitbacher ...

Bad Honnef: Vollsperrung der Linzer Straße vom 13. bis 16. Juli

Zwischen dem Floßweg bis zur Berck-sur-Mer-Straße wird die Linzer Straße in Bad Honnef vom 13. bis 16. ...

Beinahe mit einem Rollstuhlfahrer zusammengestoßen

Auch Rollstuhlfahrer gehören ebenso wie Rücksichtnahme zum Straßenverkehr. In Dierdorf hätte nicht viel ...

Kinder zeigten Reue nach Sachbeschädigung durch Graffiti

Am Freitagmittag (30. Juni) meldete ein Zeuge der Linzer Polizeiinspektion, dass er augenscheinlich vier ...

Waldbreitbach: Der Arbeitskreis "Drei Weiher" tagt am 20. Juli

Die Ortsgemeinde Waldbreitbach lädt zur nächsten Sitzung des Arbeitskreises "Drei Weiher" am Donnerstag, ...

Werbung