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Pressemitteilung vom 24.05.2023    

Jusos im Kreis Neuwied fordern kostenfreies 49-Euro-Ticket für alle Schüler

Durch die Einführung des 49-Euro-Tickets für Schüler im Kreis Neuwied ist eine Diskussion entstanden. Während der Kreis das Ticket flächendeckend für alle Schüler als zu teuer für seine finanziellen Möglichkeiten einstuft, fordern immer mehr Gruppen ein Einlenken. Hier reihen sich nun auch die Kreis-Jusos ein, die ansonsten soziale Ungerechtigkeit befürchten.

(Symbolfoto, Quelle: Pixabay)

Kreis Neuwied. Das Ticket löst die herkömmlichen Schülerbeförderungtickets ab, die bisher für Schüler galten, die mehr als vier beziehungsweise zwei Kilometer von ihrer Schule entfernt wohnen. Allerdings können Schüler in der gymnasialen Oberstufe und der Berufsschule sowie Schüler innerhalb des Radius von den Vorteilen des Tickets nicht profitieren. Der Kreis Neuwied hatte bereits vorgerechnet, dass die Kosten ansonsten den Rahmen sprengen würden und war dafür von mehreren Seiten kritisiert worden. Die Kuriere hatten bereits berichtet.

In die Kritiker reihen sich nun auch die Kreis-Jusos ein. "Die aktuelle Situation führt zu mehr sozialer Benachteiligung und ist ein Schlag ins Gesicht für die Chancengleichheit junger Menschen. Mobilität ist ein wichtiges Gut für die gesellschaftliche Teilhabe und es ist ein Skandal, dass Schüler, die zu nah an der Schule wohnen, von diesem Ticket ausgeschlossen werden", so die Sprecherin der Jusos im Kreis Neuwied, Marie-Christin Schlüter.



Soziale Benachteiligung?
Die Jusos im Kreis Neuwied appellieren an alle Verantwortlichen, sich für die Einführung eines kostenfreien 49-Euro-Tickets einzusetzen, um die Chancengerechtigkeit zu fördern und sozialer Benachteiligung entgegenzuwirken. Obwohl der Landrat des Kreises Neuwied den finanziellen Rahmen für ein solches Vorhaben als gesprengt ansieht, halten die Jusos im Kreis Neuwied an ihrer Forderung fest, denn: "Die Frage der Finanzierung darf nicht zulasten derjenigen beantwortet werden, die die Zukunft der Region sind. Die jungen Menschen, die es während der Corona-Pandemie durch zahlreiche Entbehrungen ohnehin nicht leicht hatten, sollen Perspektiven geboten werden. Gerade wenn Schüler sich langfristig im ländlichen Raum zu Hause fühlen sollen, braucht es für alle die Möglichkeit zur Teilhabe", so der Sprecher der Jusos im Kreis Neuwied, Florian Augst.

Wenn es um Geld geht, ist das Argument der hohen Kosten schnell zur Hand und wirkt überwältigend. Diese Logik muss endlich überwunden werden. Aus "Nein, das ist zu teuer!" muss endlich ein "Geht nicht? Gibt's nicht!" werden, so die Forderung der Jusos im Kreis Neuwied. Sie rufen die verantwortlichen Politiker dazu auf, sich ernsthaft für die Finanzierung einzusetzen, alle Akteure an einen runden Tisch zu bitten und gemeinsam Lösungen zu suchen. Für die Jusos ist klar: Mobilität muss für alle jungen Menschen im Kreis möglich sein! (PM)


Lokales: Neuwied & Umgebung
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