Werbung

Pressemitteilung vom 25.03.2023    

Welche Heizung darf ab 2024 ins Haus?

Ab 2024 soll möglichst jede neu eingebaute Heizung mit mindestens 65 Prozent erneuerbarer Energien betrieben werden. Bei Hausbesitzern wirft das viele Fragen auf. Die Verbraucherzentrale zeigt anhand verschiedener Szenarien Handlungsoptionen auf.

(Symbolbild: Pixabay)

Region. Ab 2024 sollen neue Heizungen mit 65 Prozent erneuerbaren Energien wie Wärmepumpen, Biomasseheizungen oder Fernwärme betrieben werden. Das sehen Planungen der Bundesregierung vor. Die Verbraucherzentrale erhält derzeit viele Anfragen verunsicherter Hausbesitzer, die ihre Heizung vorher schnell noch austauschen wollen. "Wenn kein akuter Handlungsbedarf besteht, sollte man die endgültige Fassung des Gebäudeenergiegesetzes abwarten", so der Rat von Hans Weinreuter, Fachbereichsleiter Energie und Bauen der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. "Je nach Alter der Heizung gibt es verschiedene Handlungsoptionen."

Wichtig sei in jedem Fall, Fördermöglichkeiten und deren Voraussetzungen zu prüfen und vor einer übereilten Entscheidung eine oder mehrere Energieberatungsmöglichkeiten zu nutzen, zum Beispiel bei der Verbraucherzentrale oder einem freien Energieberater, der einen individuellen Sanierungsfahrplan erstellt und bei den Förderanträgen unterstützt.

Die Verbraucherzentrale unterscheidet bei Einfamilienhäusern drei Konstellationen:

Die vorhandene Heizung ist jünger als zehn Jahre
In diesem Fall bleibe genügend Zeit, in Ruhe ein langfristig tragbares Gesamtkonzept für das Gebäude zu entwickeln und nicht nur die Heizung zu betrachten. Auch Faktoren wie Außenbauteile, Rahmenbedingungen für alternative Energieträger, finanzielle Möglichkeiten und Fördermittel etc. sollten einbezogen werden. Danach können Maßnahmen Schritt für Schritt geplant und umgesetzt werden.



Die Heizungsanlage ist älter als zehn Jahre
Bei dieser Konstellation könne es sinnvoll sein, sich zunächst der Heizungsanlage zu widmen. Ist ein Nah- oder Fernwärmeanschluss nicht möglich, gilt es zu prüfen, ob zur vorhandenen Heizung eine etwas kleiner dimensionierte und damit kostengünstigere Wärmepumpe eingebaut werden kann. Beide Anlagen fahren dann nach dem Hybridprinzip. Die Wärmepumpe liefert die Wärme während des größten Teils der Heizperiode. Nur an den kältesten Tagen im Winter wird die alte Verbrenner-Heizung zugeschaltet, um den Spitzenlastbedarf zu decken. Gleichzeitig wird ein Konzept zur kurz- oder mittelfristigen Modernisierung der Gebäudehülle durch Dämmung und bessere Fenster erstellt. Sind diese dann mittelfristig umgesetzt, reicht die Wärmepumpe als alleinige Heizung aus und die alte Heizung kann stillgelegt werden.

Die Heizung ist rund 20 Jahre alt oder älter
Dann sei der Handlungsbedarf absehbar. Hier sollten Hausbesitzer die möglichen Heizungs-Alternativen wie Wärmepumpe, Nah- oder Fernwärmeanschluss oder Pelletheizung möglichst bald mithilfe eines Energieberaters prüfen. Danach gilt es mehrere Angebote einzuholen und eine Heizungsfirma zu beauftragen, die Erfahrungen mit dem Einbau von Wärmepumpen hat.

Weitere Informationen rund um das Thema Heizungsmodernisierung bietet die Verbraucherzentrale auf ihrer Internetseite an. (PM)


Feedback: Hinweise an die Redaktion

NR-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.

Anmeldung zum NR-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Kreis Neuwied.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Region


Alkoholfahrt auf der B42: Polizei stoppt 29-jährigen Fahrer

In den frühen Morgenstunden des 21. Februar fiel der Polizei auf der B42 ein Pkw auf, der in Schlangenlinien ...

Verkehrsunfall in Neuwied: Transporterfahrer unter Alkoholeinfluss

In Neuwied ereignete sich am Abend des 20. Februar ein Verkehrsunfall, bei dem ein Transporter einen ...

Neuer Förderverein für die Bröltalbahn in Asbach gegründet

In Asbach haben sich Mitglieder und Unterstützer des Museums der Rhein-Sieg Eisenbahn zusammengetan, ...

Aktualisiert: Verkehrsunfall auf der L121 bei Mülheim-Kärlich

Auf der L121 zwischen Koblenz und dem Industriegebiet Mülheim-Kärlich hat sich ein Verkehrsunfall ereignet. ...

Niederbieber: Oldtimer-Traktor wird zum Hoffnungsträger für die VOR-TOUR

In Niederbieber sorgten ein Oldtimer-Traktor und zwei engagierte Männer für eine bemerkenswerte Spende. ...

Melody: Der Verlust ihres Zuhauses hat tiefe Spuren hinterlassen

Melody steht dicht an der Tür ihres Zwingers, der Körper angespannt, der Blick wachsam auf den Flur gerichtet. ...

Weitere Artikel


Am Ziel: Neuwieder Bären küren sich zum Regionalliga-West-Meister 2022/23

Es ist der Moment, der Eishockey-Neuwied nach neun Jahren wieder kopfstehen lässt. Rund 700 EHC-Fans ...

Krieg, Klima und Konflikte, Flüchtlinge in Not - Kommunen am Limit?

Unter dem Arbeitstitel "Krieg, Klima und Konflikte, Flüchtlinge in Not - Kommunen am Limit?" lädt der ...

Verkehrskontrolle führte zur Ahndung eines Verstoßes gegen das Waffengesetz

Am Samstag (25. März) wurde auf der Asbacher Straße in Linz gegen 1 Uhr ein Fahrzeug festgestellt, dass ...

"DD Die Idee“ Eventservice eröffnet in Kürze neue Location in Herschbach

Neudeutsch nennt man es "Pre-Opening“, gemeint ist damit eine Vor-Eröffnungsfeier. Diese hat unlängst ...

Schockanrufe in Bad Hönningen und Vettelschoß gaukeln Eltern Unfall vor

Bei der Polizei in Linz gingen am Freitagabend (24. März) zahlreiche Anrufe besorgter Eltern aus Bad ...

Kreuzgang Konzerte mit A-Cappella auch mittwochs

Traditionell erklang in der Vergangenheit die handgemachte Musik der Kreuzgang Konzerte immer montags. ...

Werbung