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Pressemitteilung vom 03.02.2023    

Prunksitzung der Großen Linzer KG 1934 begeisterte die Narren

Endlich wieder Karneval und "Hallo, ich bin der Neue hier!": So eröffnete der Präsident Christian Siebertz gemeinsam mit dem Elferrat die närrische Prunksitzung der Großen Linzer KG 1934. Geboten wurde ein knallbuntes Programm, getragen durch alle Linzer Corps und zusätzliche Gäste.

Prunksitzung in Linz: (Fotos: Privat)

Linz am Rhein. Den Auftakt der Veranstaltung machte das Funken-Korps Schwere Artillerie, die die Bühne anfangs aber nur mit dem Reservecorps, angeführt durch ihren Commodore Frank Fossemer, betrat. Schnell stellte sich heraus, dass sich der Rest der Truppe in alter Tradition scheinbar in die Hallen des Weinstocks verirrt hatten, was natürlich ein gekonnter Seitenhieb zum Thema der fehlenden Veranstaltungshalle sein sollte. Ein schnelles Telefonat brachte die restlichen Artilleristen dann zurück in die neue gute Stube der Stadt Linz, wo sie mit einer "grazilen" Balletteinlage als "Truppe Blötschkopp" die Narren im Saal das erste Mal zum Lachen brachten.

Im Anschluss an die Ballerinos übernahm das Tanzcorps Rote Husaren dann das Ruder, welche, angeführt durch ihren 1. Vorsitzenden Bernd Berg, das Programm sowohl mit einem schwungvollen Tanz, als auch mit musikalischer Begleitung durch das "Blechjedöns" unter der Leitung von Dominik Arz bereicherten. Danach wurde es "fürchterlich", aber natürlich nur im übertragenen Sinne, als eine Horde Hunnen die Bühne erstürmte. An der Spitze der Linzer Hunnen steht Attila Björn Hepenstrick, welcher mit seinem Ausspruch: "Wir kriegen Rosenmontag auch ohne Prinz gerockt, wir haben Bock auf Karneval!" die Herzen aller Karnevalisten im Saal höherschlagen ließ. Und so fürchterlich sind die Hunnen auch gar nicht, im Gegenteil, denn mit ihren Trommeln hüllten sie die Stadthalle in bester James Brown Manier in solch funky Töne, die den ganzen Saal zum Mitwippen brachten.

Trommeln und Fanfaren
Im Anschluss daran wurde es musikalisch gesehen wieder klassisch, als das Husarencorps Grün-Weiß mit seinen bekannten Trommelschlägen und Fanfarenklängen einmarschierte. An der Spitze der Husaren steht in diesem Jahr erstmalig Markus Zimmermann als neuer Kommandant und es war ihm eine besondere Freude, mit Lea Rombach ebenso das neue Mariechen des Corps vorstellen zu dürfen.

Nachdem die Grün-Weißen Husaren mit Tanzpaar Lea und Marcel, Männertanzgruppe und Musikzug bereits ein tolles Programm dargeboten hatten, brachten sie mit ihrer diesjährigen Zugabe noch ein ganz besonderes Highlight auf die Bühne. Mit vereinten Kräften aus allen Sparten des Corps sangen sie der Stadt Linz ein Liebeslied und eine Ode an die Heimat, was auch gestandenen Karnevalisten und insbesondere der im Saal befindlichen Stadtspitze um Bürgermeister Dr. Hans Georg Faust sicherlich ein paar Tränchen in die Augen trieb.

"Stippeföttche" ist wie Fahrrad fahren
Danach begrüßte der Präsident die "Zwei Hillije", bekannt für ihre leisen und feinen kölschen Tön. Wolfgang und Bernd Löhr, die mit Stehtisch-Fetisch und ihrem diesjährigen Sessionshit "Et letzte Schnitzel" das Publikum mehr als einmal zu lautem Gelächter brachten. Als nächster Programmpunkt standen dann die Stadtsoldaten parat, die wie immer mit geballter Corpsstärke die Bühne stürmten.

Nachdem das Tanzpaar Svenja Saal und Sebastian Mesenholl ihren Paartanz zum Besten gegeben hatten, ließ Kommandant Markus Paffhausen unter Mithilfe seines Adjutanten Michael Degen alle Mannen zum Stippeföttchen antreten. Dabei fragte er berechtigterweise, ob die Kameraden denn überhaupt noch wüssten, wie der geht, aber Stippeföttche ist wohl wie Fahrrad fahren, das verlernt man nie! Musikalisch trat dann natürlich noch Markus Mollberg mit seinem Musikzug uns einem abwechslungsreichen Programm an, live besungen von Andreas Salz.

Dank an verdiente Helfer
Eine Sitzung wird natürlich auch gerne genutzt, um verdienten Helfern einmal Danke zu sagen, und so bat der Präsident Heike Paffhausen, Gabi Probst und Katharina Frings auf die Bühne, um den Dreien einen herzlichen Dank für die geleistete Arbeit bezüglich des Heftes "Karneval in Linz" auszusprechen. Gabi Probst gibt nach vielen Jahren Einsatz das Heftchen nun an Katharina Frings weiter, welche als neue Federführung in diesem Jahr schon voll durchgestartet ist. Ohne den Einsatz der drei Damen wäre die Erstellung des Heftchens in diesem Jahr nicht möglich gewesen.



Danach übernahmen die Frauen das Zepter. An der Spitze der Linzer Frauen steht Obermöhn Martina Kremer, die den Zuschauern nun einen Vortrag im Stile eines Poetry Slams ankündigte. Folgend übernahmen alle Möhnen abwechselnd das Mikro und gaben diverses Liedgut, angefangen von Schlager bis hin zu bekannten Popsongs, in dramatisch pathetischer Reimform zum Besten und strapazierten damit die Lachmuskeln der Zuschauer bis aufs äußerste! Die dabei vorkommenden Textänderungen waren im Grundtenor zwar lustig, trotzdem vermochten die Möhnen es aber auch eine gewisse Kritik unterzubringen, allem voran natürlich erneut das schwelende Thema einer fehlenden Veranstaltungshalle in Linz.

Karnevalsklassiker und schmissige Töne
Im Anschluss an die rednerischen Künste der Möhnen, gab es nun wieder was auf die Ohren. Angeführt vom Leiter des Fanfarencorps, Michael Weinberg, spielten diese ein buntes Potpourri aus Karnevalsklassikern und schmissigen neuen Tönen. Das machten sie so gut, dass der Präsident sie kaum von der Bühne lassen wollte. Auf die Frage: "Habt ihr noch Einen?" konnte das Fanfarencorps natürlich kontern und das Publikum mit einigen Zugaben begeistern.

Einzug in die Stadthalle hielt dann das Funkencorps Blau-Wiess, welches sich als diesjähriges Jubiläumscorps präsentiert. Musikalisch begleitet durch das Tambourcorps Ohlenberg, unter der Leitung von Martin Rings, zog das Funkencorps, angeführt von seinem Kommandanten Marcus Zimmermann in den Saal ein und bot im Anschluss ein kurzweiliges Programm aus Tanz und Musik.

Um die Darbietungen der Linzer Corps zum komplettieren, gesellten sich dann die Mitglieder des Elferrats mit Kommandant Jan Röser auf der Bühne um einen Tisch zusammen, um dort eine Parodie einer Stadtratssitzung abzuhalten. Dabei wurden alle Stadtratsmitglieder mit ihren bekannten Eigenheiten und Charakteristiken spitzfindig, aber stilvoll gereimt und getextet von Jürgen Pappendorf und Jan Röser, durch den Kakao gezogen. Zentrales Thema des Sketches war auch hier erneut die derzeit nicht nur alle Karnevalisten umtreibende Suche nach einer geeigneten Veranstaltungshalle.

Parodie auf die Stadtspitze
Da die parodierten Protagonisten der Stadtspitze in der ersten Reihe im Saal saßen, konnten die Schauspieler des Elferrates auch direkt die Reaktion auf live erleben. Aber keiner nahm es ihnen krumm, im Gegenteil. Bürgermeister Dr. Hans Georg Faust begab sich sodann auf die Bühne und lobte den pfiffig närrischen Einsatz.

Als krönenden Abschluss begrüßten die Feiernden dann die BB-Kapell auf der Bühne, welche schon fast als Linzer Hausband bezeichnet werden könnte, denn sie sind ein Garant der guten Laune mit kölschen Liedern von alt bis neu in allen Facetten. Mit ihrem stimmgewaltigen Frontmann Peter verstehen sie es immer wieder, das Publikum um den Finger zu wickeln und aus den Stühlen zu reißen.

Sodann war es Zeit Abschied zu nehmen, Abschied von einem gelungenen Abend mit wunderbaren Tänzen, tollem musikalischen Entertainment und überragenden Vorträgen. Mit diesem Abend ist den Linzern und allem voran dem neuen Präsidenten Christian als sein Debüt eine gute Veranstaltung geglückt. Mit dreimal Linz Alaaf geht's nun Vollgas weiter in der Session. (PM)



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