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Pressemitteilung vom 02.02.2023    

Naturschutzinitiative fordert: Feuchtgebiete schützen! Ohne Wasser keine Leben!

Zum heutigen Internationalen Tag der Feuchtgebiete (2. Februar) fordert die Naturschutzinitiative e.V. (NI), Feuchtgebiete stärker zu schützen. Dazu sei die völkerrechtlich verbindliche Ramsar-Konvention zum Schutz der Feuchtgebiete vor 52 Jahren am 2. Februar 1971 ins Leben gerufen worden.

Das Hochmoor im Hohen Venn. (Foto: Harry Neumann)

Region. Bis heute seien weltweit fast 90 Prozent der artenreichen Feuchtgebiete mit hohem ökologischem Wert verloren gegangen. Hauptgründe seien der Verlust und die Trockenlegung von Feuchtgebieten, die Landumwandlung für die industrielle Landwirtschaft, die in rasantem Tempo fortschreitende Flächenversiegelung sowie die Übernutzung wertvoller Lebensräume mit den damit verbundenen Schadstoffeinträgen.

Aufgrund des historisch großen Flächenverlustes dürfe es daher zukünftig nicht nur bei dem Schutz bestehender Feuchtgebiete bleiben. Der Anteil an geschützten Feuchtgebieten als Schlüsselelemente für den Erhalt der Biodiversität müsste deutlich erweitert werden.

Die Naturschutzinitiative e.V. (NI) fordert daher:
Eine rechtsverbindliche Umsetzung der Ziele der Ramsar-Konvention
Wiederherstellung verloren gegangener Feuchtgebiete, zum Beispiel durch Rückbau und Verschluss bestehender Drainagesysteme, Wiedervernässung von Mooren und Sümpfen und Renaturierung von Flussauen
Die Einführung von Kontrollmechanismen und Sanktionen mit globaler Rechtswirkung in allen Mitgliedsstaaten ohne Ausnahmeregelung
Die Ausweisung weiterer Feuchtgebiete mit wirksamen Schutzmechanismen zur Schaffung eines kohärenten Netzwerks intakter und artenreicher Feuchtgebiete
Die Erarbeitung und Anwendung wirksamer Maßnahmepakete und Managementpläne zur Verbesserung der Ökosystemleistung der geschützten Feuchtgebiete
Der Schutz der Feuchtgebiete muss ein verbindliches und effektiv gestaltetes Anliegen unserer Gesellschaft auf globaler Ebene werden.



"Es reicht nicht aus, für Verständnis zu werben, um die Ökosystemleistung von Feuchtgebieten zu verbessern. Es reicht auch nicht aus, Empfehlungen und Ratschläge abzugeben, um sicherzustellen, dass Feuchtgebiete erhalten werden. Es ist dringend notwendig, einen Schutzstatus für die Feuchtgebiete derart zu gestalten, dass weltweit keinerlei Ausnahmen zu einer Beeinträchtigung oder einer Zerstörung eines Feuchtgebietes mehr zugelassen werden dürfen. Dies muss sowohl für die kleinste Quelle als auch für ein Flussdelta von enormer Ausdehnung gelten", so Dipl.-Geographin Claudia Rapp-Lange, NI-Referentin für Natur- und Artenschutz. (PM)


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