Werbung

Pressemitteilung vom 26.01.2023    

Wenn Exoten umziehen: Umzug mal drei aus dem Zoo Neuwied

Umzüge sind immer mit Aufwand verbunden, und außerdem meist auch mit ein bisschen Wehmut, gepaart mit Vorfreude. Genau so erlebt es auch Zootierpfleger Thorben Maur, wenn bei Tieren aus dem Exotarium des Zoo Neuwied ein Transport in eine andere zoologische Einrichtung ansteht.

Coloradokröten, Köhlerschildkröten und Chuckwallas sind aus dem Neuwieder Zoo umgezogen. (Fotos: Zoo Neuwied)

Neuwied. "Zunächst mal steht die Planung und Organisation des Tiertransports an, das ist je nach Tierart und Entfernung des Zielortes ganz unterschiedlich viel Aufwand", erklärt Maur, der bereits seit vielen Jahren fürs Exotarium zuständig ist.

"Anders als Säugetiere und Vögel können Reptilien und Amphibien ihre Körpertemperatur nicht selbst regulieren. Aus diesem Grund ist es bei diesen Tieren wichtig, die Temperatur in der Transportkiste in einem bestimmten Bereich zu halten, was gerade im Winter eine Herausforderung sein kann. Transportbehältnisse für Reptilien gleichen daher meist eher Thermoboxen, wie sie auch für Nahrungsmittel verwendet werden", lacht der Revierleiter. "Oft geben wir noch ein Heatpack mit dazu. Zum Glück haben Reptilien auch eine viel niedrigere Atmungsrate als Säuger und Vögel, sonst müssten wir so viele Luftlöcher in die Kisten machen, dass die ganze Wärmeisolierung dahin wäre."

Umzug mal drei
In den letzten Wochen sind einige der Köhlerschildkröten-Nachzuchten der vergangenen Jahre umgezogen, die bisher im Schildkröten-Kindergarten in der Prinz-Maximilian-zu-Wied-Halle gewohnt haben. "Nun sind sie sozusagen dem Kindergartenalter entwachsen und haben den Zoo verlassen." Auch die Chuckwallas wurden abgegeben. "Diese Art braucht besonders viel Wärme, was bei den aktuellen Energiekosten natürlich ins Geld geht. Da sie bisher außerdem nur hinter den Kulissen gehalten wurden, haben wir Tierpfleger und unser zuständiger Kurator gemeinsam entschieden, die Haltung einzustellen."



Und noch einen dritten Umzug hatte das Team des Neuwieder Exotariums zu planen: Die ersten Nachzuchten der Coloradokröten waren alt genug, um abgegeben zu werden. "Bei Amphibien kommt auf Transporten oft noch die hohe Feuchtigkeit hinzu, die sie für ihre empfindliche Haut benötigen. Dann muss ein feuchtes Tuch oder ein Stück Moos mit in die Transportbox gegeben werden."

Im Falle der Coloradokröten war das glücklicherweise kein großes Problem: "Die Coloradokröten sind eine aus Nordamerika stammende Art, die in Halbwüsten lebt, und daran angepasst ist, monatelang ohne Wasser auszukommen", weiß Thorben Maur. "Austrocknung war hier also überhaupt kein Thema."

Wehmütige Momente
Und nachdem ein Transport organisiert und abgewickelt ist, wenn das Transportfahrtzeug mit seiner lebenden Fracht vom Gelände fährt? "Dann kommt schon meist ein kurzer wehmütiger Moment", gesteht der Revierleiter. "Man hängt ja an seinen Tieren. Aber letztendlich wissen wir, dass sie am Zielort gut versorgt werden. Und freuen uns, dass wir nun wieder Platz haben für neue Arten und Nachzuchten - im Inkubator bebrüten wir derzeit schon die nächsten Eier", verrät Maur. (PM)


Mehr dazu:   Zoo Neuwied  
Lokales: Neuwied & Umgebung
Feedback: Hinweise an die Redaktion

NR-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.

Anmeldung zum NR-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Kreis Neuwied.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Region


Halbseitige Sperrung und Ampelregelung im Sohler Weg ab 13. Juli

Im Sohler Weg in Neuwied müssen sich Verkehrsteilnehmer ab Mitte Juli auf Behinderungen einstellen. Aufgrund ...

Feuerwehr Neustadt blickt auf arbeitsreichen Juni mit 19 Einsätzen zurück

Für die Freiwillige Feuerwehr Neustadt war der Juni von zahlreichen Einsätzen und weiteren Aufgaben geprägt. ...

Mehr als 200.000 Junglachse stärken die Bestände im Rheinsystem

Mit dem Besatz von Junglachsen setzt die SGD Nord die Wiederansiedlung des Lachses in heimischen Gewässern ...

Ärger über E-Scooter-Fahrer in Neuwied: Polizei nimmt Beschwerden ernst

Seit 2019 sind E-Scooter in Deutschland zugelassen. Während sie sich einerseits großer Beliebtheit als ...

Kammermusikakademie des ukrainischen Jugendorchesters startet Konzertreihe

Zum vierten Mal ist die Kammermusikakademie des Jugendsymphonieorchesters der Ukraine im Juli an der ...

SPD will Wasserpark-Areal in Feldkirchen für Kinder wiederbeleben

In Feldkirchen hat sich die SPD mit den örtlichen Pfadfindern getroffen, um über die Zukunft des brachliegenden ...

Weitere Artikel


Bendorfer Wirtschaftstag: Plädoyer für flexibles und ganzheitliches Bauen

Auf großes Interesse stieß der 27. Bendorfer Wirtschaftstag in der Krupp’schen Halle der Sayner Hütte. ...

Jugendsammelwoche findet Ende April statt - Spendensammeln für Jugendarbeit

In der Jugendsammelwoche des Landesjugendringes Rheinland-Pfalz vom 26. April bis zum 5. Mai werden junge ...

Leubsdorf: Nachbarin verhindert Betrug an Seniorin durch falsche Polizeibeamte

Zum Glück ließ sich die Nachbarin keinen Bären aufbinden: Sie griff ein, nachdem am Donnerstagnachmittag ...

"Next Generation Zoll" - alles zur Bewerbung für den "gehobenen Zolldienst"

"Wir sind die Generation Zoll." Mit diesem selbstbewussten Titel startete der Zoll im vergangenen Jahr ...

Feuerwehr testet Notstrom-Einspeisung an öffentlichen Gebäuden der VG Asbach

In der Verbandsgemeinde Asbach sind neben dem Rathaus und den Feuerwehrhäusern verschiedene Sporthallen ...

Radarkontrolle in Linz am Rhein: 1360 Fahrzeuge gemessen

Am Mittwochmorgen (25. Januar) führte die Verkehrsdirektion Koblenz eine Geschwindigkeitsüberwachung ...

Werbung