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Pressemitteilung vom 18.12.2022    

Erwin Rüddel: Schutzstatus von Wölfen neu bewerten

"Der Wolf wird durch seine rasante Populationsentwicklung, mit einer jährlichen Zunahme von gut 30 Prozent, zu einer immer größeren Gefahr – für Menschen und Nutztiere. Das hat aktuell auch die EU-Kommission erkannt", erklärt der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel.

Bundestagsabgeordneter Erwin Rüddel
(Foto: Leiter Bürgerbüro AK)

Berlin/Region. Damit sieht sich der Parlamentarier in seiner bereits seit längerem geäußerten Wahrnehmung bestätigt. Zahlreiche Weide- und Nutztierhalter hatten sich direkt an Kommissionspräsidentin Dr. Ursula von der Leyen gewandt und ihre negativen Erfahrungen mitgeteilt. Der Tenor: Der zugenommene Bestand der Wölfe hat in Teilen Deutschlands zu einem vermehrten Angriff auf Nutztiere geführt und erhebliche Schäden verursacht.

"So auch in den beiden meinen Wahlkreis bildenden Landkreisen Altenkirchen und Neuwied", konstatiert Rüddel mit dem Hinweis, dass die Berichte über Wolfsangriffe auf Tierbestände gleichzeitig steigende Risiken für die Menschen vor Ort bedeuten: "Die Wölfe halten sich nicht an ein bestimmtes Terrain, sie tauchen auch in den Zentren von Städten und Gemeinden auf."

Zu dieser Entwicklung hat sich unter dem Aspekt der wachsenden Bedrohung durch Großraubtiere in ländlichen Regionen jetzt das Europaparlament positioniert. "Große Raubtiere und insbesondere Wölfe stellen eine erhebliche Gefahr für ländliche Regionen dar. Trotz drastisch steigender Wolfspopulation, stehen diese nach wie vor unter besonderem Schutz. Die Folgen sind bekannt. Immer wieder müssen Landwirte den Verlust von Nutztieren beklagen", heißt es.

"Durch die von der Europäischen Volkspartei, der auch die Europa-Abgeordneten der CDU angehören, initiierte Resolution ist begrüßenswerter Weise eine Debatte auf europäischer Ebene angestoßen worden, die zum Ziel hat den Stimmen ländlicher Regionen Gehör zu verschaffen", sagt Erwin Rüddel mit dem Hinweis, dass der Wolf in Teilen Europas seinen Schutzstatus verloren hat.




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Demnach können Mitgliedsstaaten der EU, wie Deutschland, im Interesse der Volksgesundheit und der öffentlichen Sicherheit Ausnahmeregelungen erlassen, wenn nach Prüfung zwingende Gründe des öffentlichen Interesses überwiegen. "In solchen Fällen dürfen die zuständigen nationalen Behörden eine begrenzte Anzahl von Exemplaren bestimmter geschützter Arten übernehmen. Das gilt eben und in diesem Fall auch für Wölfe", so Rüddel.

Die bestehenden Ausnahmeregelungen ermöglichen eine sachgerechte Abwägung zwischen dem Ziel der Arterhaltung und anderen Interessen. Demnach können die EU-Mitgliedsstaaten auf Basis der Richtlinie geeignete Maßnahmen ergreifen, um Probleme im Zusammenhang mit wachsenden Wolfsbeständen zu begegnen und lokale Konflikte zu mindern. Die EU hofft damit, die Lage besser in den Griff zu bekommen.

"Denn die Gefahr, die vom Wolf ausgeht, muss klar und deutlich benannt werden. Jetzt wurde erreicht, dass der Schutzstatus von Wölfen neu bewertet wird. Die Sicherheit von Menschen und Nutztieren in ländlichen Regionen muss oberste Priorität haben. Dazu ist die Ampel-Regierung im Bund dringend aufgefordert entsprechende Informationen an die Europäische Kommission zu senden und die sich daraus ergebenden Möglichkeiten zu nutzen. Große Raubtiere und insbesondere Wölfe stellen für ländliche Regionen auch eine große Gefahr dar", bekräftigt Erwin Rüddel. (PM)







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