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Pressemitteilung vom 08.12.2022    

Warntag im Kreis Neuwied: Mobile Warnmelder waren in 16 Bezirken unterwegs

Nach den bundesweiten App-Problemen im vergangenen Jahr ist der Warntag 2022 im Kreis Neuwied erfolgreich verlaufen. Dieses erste Fazit zogen Landrat Achim Hallerbach, Brand- und Katastrophenschutz-Inspekteur (BKI) Holger Kurz sowie VG-Bürgermeister Michael Christ am Donnerstag in Asbach, wo sie sich den Ablauf vor Ort angeschaut hatten.

Brand- und Katastrophenschutz-Inspekteur (BKI) Holger Kurz (links) und Landrat Achim Hallerbach finden den Warntest gelungen. (Fotos: KV Neuwied)

Kreis Neuwied. "Die Alarmierung mit den Mobilen Warnmeldern (Mobelas) hat gut geklappt. Die Leute sind teilweise herausgekommen und haben berichtet, dass die Durchsagen laut und verständlich waren - obwohl zu dieser Jahreszeit natürlich alle Türen und Fenster verschlossen sind", zeigte sich Landrat Achim Hallerbach erfreut. Er dankte allen Feuerwehrleuten, die - einmal mehr - ihre Freizeit geopfert hatten, um das neue System in 16 vorher ausgewählten Bezirken (2 pro Verbandsgemeinde/Stadt) zu testen. Ein besonderer Dank des Landrats ging an BKI Holger Kurz, der mit seinen Kollegen im Vorfeld den gesamten Kreis Neuwied in einzelne Warnbezirke eingeteilt und dafür fast 300 Karten angefertigt hatte.

Auch Kurz zeigte sich mit dem Ergebnis der Warnmelderfahrten zufrieden. "An der ein oder anderen Stelle werden wir nach den gemachten Erfahrungen noch kleinere technische Anpassungen vornehmen, aber insgesamt hat der Test funktioniert. Wir sind auf dem richtigen Weg", zeigte er sich zuversichtlich.

160 neue Sirenen kommen
Kurz erinnerte allerdings auch noch einmal daran, dass dieses Mal im Kreis Neuwied keine Sirenen zum Einsatz kommen konnten. "Die Sirenen, die wir noch haben, eignen sich technisch bedingt nur zur Alarmierung der Einsatzkräfte, nicht aber der Bevölkerung. Deshalb bauen wir gerade ein neues Netz auf", sagte er. Ziel ist, dass im Kreisgebiet in den kommenden vier Jahren 160 Stück aufgestellt werden. "Wir brauchen die Sirenen. Die Mobilen Warnmelder haben gut funktioniert und reichen in den meisten Fällen. Aber bei einer wirklich flächendeckenden Katastrophe dauert es zu lange, damit alle Straßen abzufahren", machte er deutlich. Kurz wies gleichzeitig darauf hin, dass die Mobelas auch später nicht überflüssig werden, da sie nicht nur warnen, sondern mit ihnen gleichzeitig auch Durchsagen gemacht werden können.




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Einen weiteren Vorteil, den sie - wie die Sirenen - haben, ist, dass sie unabhängig vom Strom- und Funknetz sind. Solange das reibungslos funktioniert, eignen sich auch die bekannten Warn-Apps "Katwarn" und "NINA" zur Alarmierung. Beim Test am Donnerstag wurden sie überregional ausgelöst, es gab allerdings teilweise Verzögerungen. Für viele Nutzer eindrucksvoll war hingegen die Alarmierung über das neue Cell-Broadcast-System, das ebenfalls überregional ausgelöst wurde und die Handys laut schrillen ließ.

(PM Kreisverwaltung Neuwied)


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