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Pressemitteilung vom 06.12.2022    

Rechten Stimmungsmachern die "Gelbe Hand" zeigen - Aufruf für Azubi-Preis

Vom Social-Media-Auftritt gegen Nazis bis zum Antirassismus-Seminar in der Berufsschule: Azubis, die sich für Gleichbehandlung und gegen Diskriminierung am Arbeitsplatz engagieren, sollen beim Wettbewerb "Die Gelbe Hand" mitmachen. Dazu ruft die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) auf, die aktuell Schirmherrin des Preises ist.

Rote Karte im Fußball – „Gelbe Hand“ im Betrieb. Beim gleichnamigen Wettbewerb sollen Azubis und Berufsschüler mitmachen, die ein eigenes Projekt gegen Rassismus und für ein solidarisches Miteinander auf die Beine gestellt haben. Dazu ruft die IG BAU auf. (Foto: IG BAU | Tobias Seifert)

Region. "Ob auf der Baustelle, in der Gebäudereinigung oder im Blumengeschäft – Menschen unterschiedlicher Herkunft kommen kaum irgendwo so nah zusammen, wie am Arbeitsplatz", sagt Walter Schneider, Bezirksvorsitzender der IG BAU Koblenz-Bad Kreuznach. Allerdings beobachtet der Gewerkschafter mit Sorge, dass Populisten und rechte Stimmungsmacher versuchten, die Belegschaften zu spalten. "Es ist genauso falsch wie absurd, Menschen anderer Nationalität oder Hautfarbe für die Inflation oder die Krisenpolitik verantwortlich zu machen. Hetze und Diskriminierung haben im Betrieb nichts verloren. Das, was die Rote Karte im Fußball ist, ist die ‚Gelbe Hand‘ im Betrieb", so Schneider.

Die IG BAU setzt sich seit Langem für ein solidarisches Miteinander am Arbeitsplatz ein. So hat die Gewerkschaft gerade erst die "Initiative 19. Februar Hanau" mit dem Georg-Leber-Preis für Zivilcourage ausgezeichnet. Er würdigt das Engagement der Organisation bei der Aufarbeitung des rechten Terroranschlags im vorletzten Jahr, dem neun Menschen mit Migrationshintergrund zum Opfer fielen. Ein Video-Porträt der Initiative gibt es im Netz unter: https://igbau.de/Georg-Leber-Preis-Film.



"Die Gelbe Hand" wird jährlich an Initiativen von Auszubildenden und Berufsschülern vergeben, die sich mit einem besonderen Projekt um die Vielfalt im Beruf verdient gemacht haben. Der Preis wird vom gewerkschaftlichen Verein "Mach meinen Kumpel nicht an!" ausgelobt. Die Preisgelder liegen bei 1.000 Euro für den ersten, 500 Euro für den zweiten und 300 Euro für den dritten Platz. Einsendeschluss für Bewerbungen ist der 16. Januar. Alle Infos unter: www.gelbehand.de. (PM)


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