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Pressemitteilung vom 24.11.2022    

Deichstadtvolleys: Mutig in Aachen - trotz Niederlage

Die Deichstadtvolleys unterlagen bei den Ladies in Black Aachen. Dabei hinterließen sie trotz des 0:3 (15, 22, 20) bei all jenen, die den Weg der jungen Truppe mit Sachverstand verfolgen, einen guten Eindruck und wurden vom Publikum im „Hexenkessel“ mit Beifall verabschiedet.

Kristin vom Schemm, eine der auffälligsten Neuwieder Spielerinnen, donnert den Ball durch den Aachener Block. (Foto: Andreas Steindl)

Aachen/Neuwied. Es war im dritten Satz beim Stand von 20:18 für die Gastgeberinnen, als die 15-jährige Alice Turmovich eingewechselt wurde. Normalerweise im Regionalliga-Farmteam SG Mittelrhein tätig, kam sie heute im Aachener Hexenkessel zu ihrem ersten Einsatz in der Eliteliga. Ein wesentlicher Grund dafür lag aber auch an der stattlichen Neuwieder Abwesenheitsliste. Zu der mitgereisten langzeitverletzten Natty Crews gesellten sich diesmal die erkrankten Sina Stöckmann, Pia und Carla Fuchs, so dass Tigin Yağlıoğlus Auswechselmöglicheiten überschaubar blieben: Lediglich Laura Berger und Alice Turmovich hielten sich dafür bereit.

Mit diesem Nachteil mussten sich die Neuwiederinnen im ersten Satz auseinander setzen. Bis zur technischen Auszeit hatten die Gastgeberinnen die Herrschaftsbereiche in der Halle klar abgegrenzt und Neuwied konnte Aachen zunächst nicht in Gefahr bringen. „Wir haben den ersten Satz einfach verpennt“, konstatierte Yağlioğlu nüchtern. Neuwied erzeugte im Aufschlag zu wenig Druck, es fehlte an Aggressivität im Angriff, mangelte aber nicht an Abstimmungsproblemen beim Zuspiel auf Außenpositionen. So blieb die eigentlich schlaggewaltige Yassu Madsen meist unter ihren Möglichkeiten, der Angriff der Neuwiederinnen wurde so ausrechenbarer.

Im zweiten Satz dann wurde die Partie ausgeglichener: Schnellangriff über Maya Sendner, eine gut gelungene Blockaktion von Krissi vom Schemm (davon gab es heute etliche zu feiern), ein Aufschlagfehler der Ladies und schon musste Aachens Trainer Stefan Falter eine Auszeit nehmen, um den sich abzeichnenden Neuwieder Flow zu stoppen. Dies gelang zunächst nicht. Neuwied verteidigte bis zur zweiten technischen Auszeit einen Drei-Punkte-Vorsprung, wobei sich, durch Risikoaufschläge vorbereitet, der Block auszeichnete. Dann wendete sich allmählich das Spielglück: Nach längeren Ballwechseln kam es zu zwei Situationen, in denen Neuwieder Angreiferinnen nicht mehr freigespielt werden konnten und der Aachener Block diesen bereits in freudiger Erwartung gegenüberstand. Aachen glich zum 17:17 aus, Neuwied hielt Kontakt bis zum 22:21, bevor ein Aufschlagfehler und ein Netzroller Aachen den Satzgewinn bescherten.

„Etwas ärgerlich“ fand das der Trainer. „Ein Aufschlagfehler zu viel und wir vergessen das, was wir uns eigentlich vorgenommen und vorher gut gemacht haben. Und schon geht der Satz an Aachen. Ihn für uns zu entscheiden wäre nicht unverdient gewesen!“, spricht er den Unterschied zwischen einer Nachwuchstruppe und einer Mannschaft mit etlichen Bundesligajahren auf dem Konto an.



Gleiches gilt grundsätzlich vom dritten Durchgang, in dem Aachen bis zur zweiten technischen Auszeit schon mit bis zu 5 Punkten Vorsprung führte. Dann fand Neuwied über den Kampf zum Spiel. Besonders Kristin vom Schemm und Laura Broekstra, die später zur besten Neuwieder Spielerin gewählt wurde, konnten gut eingesetzt werden und brachten Neuwied in wenigen Rallyes auf 17:17 heran. Die Zuschauer konnten sich jetzt an spektakulären langen Ballwechseln erfreuen, aber auch daran, dass sich mit Aachen die erfahrenere Mannschaft jetzt nicht mehr die Butter vom Brot nehmen ließ. In den entscheidenden Situationen setzten sich die Aachenerinnen, allen voran die MVP des Tages, Jana-Franziska Poll, gegen den guten Neuwieder Block durch und zeigten so das Quäntchen mehr, das zum 25:20 reichte.

Auch Laura Broekstra bedauerte, dass sich ihre Mannschaft trotz guten Spiels nicht belohnen konnte. „Natürlich bin ich mit dem Spiel nicht zufrieden. Wir hätten gerne einen Satz gewonnen, was aber nicht funktioniert hat. Trotzdem haben wir nach dem ersten Satz zurück ins Spiel gefunden. Es hat aber leider nicht gereicht“. Wie man denn den Abstand zu gestandenen Teams verringern könnte? „Wir müssen noch an vielen Dingen arbeiten, vor allem im Angriff, wo wir mehr Punkte machen müssen. Dann müssen wir unsere Eigenfehler verringern“, umreißt sie das Arbeitsprogramm bis zum nächsten Auftritt.

Dieser findet am Mittwoch, 30. November, um 18.30 Uhr im Rhein-Wied-Gymnasium gegen die Roten Raben Vilsbiburg statt. Unabhängig vom Ergebnis für die Deichstadtvolleys werden die Zuschauer wieder deutschen Spitzensport zu sehen bekommen. Tickets sind ab sofort hier erhältlich.

Die Deichsstadtvolleys: Yasmine Madsen, Sina Fuchs, Kristin vom Schemm, Elisabeth Kettenbach, Laura Broekstra, Laura Berger, Klara Single, Alice Turmovich, Maya Sendner; Trainer: Tigin Yağlioğlu

(PM)


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