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Nachricht vom 07.11.2022    

100 Jahre Chorverband Westerwald - Kirchenkonzert auf hohem Niveau in Kirburg

Von Wolfgang Rabsch

100 Jahre alt und kein bisschen leise: Der Chorverband Westerwald feiert sein hundertjähriges Bestehen mit verschiedenen Konzerten. So unter anderem am gestrigen Sonntag (6. November) in der evangelischen Kirche in Kirburg. Zu diesem waren sechs Chöre aus der ganzen Region eingeladen.

Die Chorgemeinschaft KiMöNo (oben) und die Chorgemeinschaft Cäcilia-St.Katharina Niedererbach (unten rechts) begeisterten mit den anderen Chören das reichlich erschienene Publikum. (Fotos: Wolfgang Rabsch)

Kirburg. Der Chorverband Westerwald hatte zu diesem Jubiläumskonzert folgende Chöre eingeladen: Chorgemeinschaft Cäcilia - St. Katharina Niedererbach (Musikalische Leitung Wolfgang Tüncher), „Chorespondenz Fehl-Ritzhausen (Marcin Murawski), Chorgemeinschaft KiMöNo (Kirburg-Mörlen-Norken, musikalische Leitung Andreas Risse), Gemischter Chor Hirtscheid (Edda Sevenich), „Klanghäppchen“ Hirtscheid (Edda Sevenich) sowie „LiChörchen“ Westerburg.

Zu „LiChörchen“ ist zu sagen, dass dieser gemischte Chor ohne Dirigenten die Auftritte absolviert, da sämtliche Mitglieder über langjährige Chor-, Band- oder Dirigentenerfahrung verfügen. Jedes Mitglied bringt sich mit seinen Fähigkeiten ein, die Stücke werden aufgeteilt und nur über Blickkontakt geführt.

Raimund Schäfer vom Vorstand des Chorverbands Westerwald konnte zufrieden in die prallgefüllte Kirche zu Kirburg schauen - die Kirche war sozusagen ausverkauft. Zusammen mit anderen Vorstandsmitgliedern hatte er das Kirchenkonzert organisiert, was sicherlich organisatorisch eine Herausforderung darstellte. Der reibungslose Ablauf des Konzerts trug zur sehr guten Stimmung in der Kirche bei. Als fachkundiger Moderator des Kirchenkonzerts fungierte Mario Siry, der in Chorkreisen den allerbesten Ruf genießt.

Chöre begeisterten mit abwechslungsreichem Gesang auf hohem Niveau
Die Qualität des Konzerts kann nur in der Gesamtschau betrachtet werden, einzelne Chöre hervorzuheben, wäre anderen gegenüber ungerecht. Zumal gerade bei der Musik, alles Geschmackssache ist, insbesondere bei Chören. Dem Chorverband WW gelang mit diesem Kirchenkonzert die gesamte Bandbreite von weltlicher bis kirchlicher Chormusik abzudecken. Wer eher dem modernen Stil zugeneigt war, der konnte sich sogar an Songs aus den Pop-Hitparaden erfreuen, so zum Beispiel „The Rose“, ein Hit von Bette Middler, „Shallow“ im Original ein Welt- Hit von Lady Gaga und Bradley Cooper, und last but not least das Rock- Opus „Music“ von John Miles.




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Natürlich durfte das weltberühmte „Hallelujah“ von Leonard Cohen nicht fehlen. Ebenso das „Trommellied“, „Bleib bei uns Herr“, „Höre mein Rufen“, „Kyrie“ und das Friedenslied „Da pacem Domine“. Der große Reiz des Kirchenkonzerts lag gerade in den ständig wechselnden Stilrichtungen. Mal leicht und beschwingt, dann aber auch wieder sakral angehaucht, fanden die Chöre ein begeistertes Publikum. Die alt-ehrwürdige Kirche in Kirburg bekommt sicherlich nicht alle Tage solche Jubelarien zu hören, die nach jedem Lied aufbrausen.

Als am Ende des Kirchenkonzerts Pfarrer Rüdiger Stein das Friedensgebet sprach und die Besucher segnete, war das der emotionale Abschluss eines herausragenden Konzerts. Allenthalben wurde Pfarrer Stein für sein großes Engagement gelobt, der wesentlich am Zustandekommen des Konzerts beteiligt war. Pfarrer Stein lud diejenigen, die noch nicht gleich nach Hause gehen wollten, ins nahegelegenen Pfarrheim zu einem Plausch, und zu gekühlten Getränken ein.

Raimund Schäfer zeigte sich nach Abschluss des Konzerts im Gespräch mit dem WW-Kurier sehr zufrieden: „Mit dieser Resonanz konnten wir vom Chorverband nicht unbedingt rechnen, das zeigt jedoch, dass durch das große Engagement der Mitglieder, die Chöre nicht aussterben werden. Es hängt auch damit zusammen, dass ein Umdenken stattgefunden hat, und vermehrt auch moderne Elemente in die Chorarbeit einfließen. Dadurch werden auch junge Menschen generiert, die Freude am Singen haben. Der Erlös des Konzerts durch den Verkauf von Eintrittskarten wird einer gemeinnützigen Institution zugeleitet, die damit Gutes bewirken kann“. (Wolfgang Rabsch)


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