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Nachricht vom 07.11.2022    

Beste Chancen für künftige Auszubildende in den Kreisen Altenkirchen und Neuwied

Von Wolfgang Tischler

Die Arbeitsagentur Neuwied legt die Ausbildungsmarktbilanz 2021/22 für die Kreise Neuwied und Altenkirchen vor. Nach wie vor bleiben viele Ausbildungsstellen unbesetzt. Viele Jugendliche bevorzugen weiterführende Schulen oder studieren.

Symbolfoto

Neuwied. Die Zeiten, in denen junge Leute bangen mussten, ob sie eine Lehrstelle ergattern, und sich gegen viele Konkurrenten durchsetzen mussten, sind vorbei. Seit Jahren geraten die Arbeitgeber immer stärker in die Situation, sich um den eigenen Fachkräftenachwuchs bemühen zu müssen. Mancher Betrieb findet keinen passenden Bewerber und die Lehrstellen bleiben unbesetzt. Die Ausbildungsbilanz vom 1. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022 der Agentur für Arbeit Neuwied spiegelt die Entwicklung und die aktuelle Situation sehr deutlich wider. Siehe Tabelle am Ende des Textes.

„Die Zahl der jungen Menschen, die eine duale Ausbildung absolvieren möchten, ist bereits vor der Pandemie stetig gesunken“, sagt Karl-Ernst Starfeld, Vorsitzender der Agentur für Arbeit Neuwied. „Das ist zum einen demografisch bedingt, aber auch, weil sich das Bildungsverhalten verändert hat. Viele junge Menschen möchten mit der Unterstützung ihrer Elternhäuser weiter zur Schule gehen oder studieren.“ Auch stimmen Angebot und Nachfrage nicht immer überein. Dies kann an den Berufswünschen der jungen Menschen liegen, die sich nicht mit den angebotenen Stellen erfüllen lassen, oder aber die Qualifikation der Bewerber passt nicht zum Anforderungsprofil des Betriebes.

Die Agentur für Arbeit Neuwied spielt für das regionale Zusammenführen von Bewerbenden und Ausbildungsbetrieben eine wichtige Rolle. Die Berufsberatung der Arbeitsagentur ist in allen Schulen des Agenturbezirks vertreten und auf vielen Kommunikationswegen (Telefon, Mail, Videotermin, Präsenz) unterwegs, um Jugendliche zu erreichen. Auch auf Ausbildungsmessen und Azubi-Speed-Datings ist die Agentur vor Ort. Die Berufsberater können umfangreiche Informationen rund um das Thema Ausbildung geben, Alternativen vorstellen, Verdienst- und Karrieremöglichkeiten vorstellen.




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Der Arbeitgeberservice ist Ansprechpartner der Ausbildungsbetriebe, der Ausbildungsangebote aufnimmt und bei der Besetzung unterstützt. Weiterhin können Arbeitgeber hier Fördermöglichkeiten für Auszubildende erhalten, die besondere Unterstützung benötigen, wie die "Assistierte Ausbildung" (AsA). „Es kann für die Unternehmen, die vielleicht nicht den perfekten Bewerber gefunden haben, eine wirklich gute Idee sein, einen Jugendlichen mit mäßigen Schulleistungen oder sonstigen Defiziten in die nähere Auswahl zu nehmen“, so der Agenturchef. „Oftmals entwickeln sich gerade diese Azubis im neuen Aufgabengebiet hervorragend. Wir haben schon erstaunliche Beispiele erlebt, was mit geförderter Ausbildung begann, wurde zur Erfolgsgeschichte mit Meisterbrief.“ Denn eines ist gewiss: Jede heute nicht besetzte Ausbildungsstelle ist eine fehlende Fachkraft von morgen.

Informationen, Beratung und Vermittlung bekommen Jugendliche über die Berufsberatung (Neuwied.151-BBvE@arbeitsagentur.de oder Hotline 0800 4 5555 00), Betriebe beim Arbeitgeberservice (Telefon 0800 4 5555 20). Die Rufnummern und das gesamte Angebot sind kostenfrei. (woti)


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