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Pressemitteilung vom 04.11.2022    

Interessengruppe nimmt sich jüdischem Friedhof in Erpel an

Sieben Erpeler Bürger haben sich zusammengefunden, um den bislang wenig beachteten jüdischen Friedhof am Fuß der Erpeler Ley sichtbarer zu machen. Erste Maßnahmen sind seit Mai bereits erfolgt und dank Förderungen sind schon erste Erfolge sichtbar.

Die Arbeiten schreiten dank der fleißigen Hände gut voran. (Foto: Interessengruppe Jüdischer Friedhof)

Erpel. "Als Kultur- und Erinnerungsstätte 'jüdischer Friedhof Erpel' soll der Friedhof wieder Würdigung und Beachtung erfahren", sagen Ulrike und Holger Diedenhofen, Christoph Gückel, Johanna Lenz, Harald Mundus, Bettina Pollklesener und Ulrike Stümpfig. Zunächst nahm die Gruppe Kontakt zur jüdischen Kultusgemeinde Koblenz als Inhaberin des Friedhofs und zur zuständigen Denkmalbehörde in Neuwied auf, da der Friedhof unter Denkmalschutz steht. Sie besuchten die jüdische Kultusgemeinde in Koblenz, die ihr Einverständnis zu dem Projekt gab.

Auch ein Ortstermin mit Denkmalschützer Dr. Reinhard Lahr fand statt, der ebenfalls die Genehmigung für das Vorhaben gab. Da der Friedhof von Schwarz- und Rehwild heimgesucht wird, war der erste Gedanke, vor weiteren Maßnahmen einen Wildschutzzaun zu errichten. Allerdings rückte die Interessengruppe von der anfänglichen Idee aus ästhetischen Gründen wieder ab. "So haben wir uns, in Einklang mit dem Denkmalschutz, dafür entschieden, die bereits teilweise vorhandene Hainbuchenhecke zu erweitern und abgestorbene Pflanzen auszutauschen", berichten die Ehrenamtlichen.




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Nach Zusage der Leader-Förderung durch die LAG Rhein-Wied wurde im Mai mit den ersten Pflegearbeiten begonnen. Die Gruppe kümmerte sich um die Beschaffung der Basaltstelen, die Auswahl und Bestellung der Pflanzen, die Befestigung des Zuganges zum Friedhofsgelände und der Gestaltung der Hinweistafel. "Wegen des sehr heißen und trockenen Sommers haben wir die Bepflanzung erst in der letzten Septemberwoche vorgenommen." Durch die Unterstützung des Bauhofs konnte der Weg zum Friedhof mit schwerem Gerät befestigt und die Basaltstelen einbetoniert werden. Am Anfang des bisher versteckten Weges weist nun eine Hinweistafel, die auf drei Basaltstelen angebracht ist, auf den Friedhof und seine Geschichte hin. Der bisher kaum zu erkennende Pfad zum Friedhofsgelände ist jetzt befestigt.

Die Interessengruppe bedankt sich bei allen Unterstützern und Spendern: Bauhof Erpel-Bruchhausen, Basalt-Actien-Gesellschaft, Klaus-Henning Rosen, Luzie Schwarz, Peter Imdahl und Hansi Freund. (PM)


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