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Nachricht vom 03.11.2022    

Klostergastronomie Marienthal schließt wegen Kostenexplosion

Von Klaus Köhnen

Die Klostergastronomie Marienthal, ein touristischer Leuchtturm im Westerwald, ist geschlossen. Die enormen Preissteigerungen für Waren als auch für Energie können nicht mehr an die Kunden weitergegeben werden, erklärte Gastronomiebetreiber Uwe Steiniger.

Uwe Steiniger bei einem der Open Air Konzert 2021 (Bild: kkö)

Seelbach-Marienthal. Seit dem 1. November ist die Klostergastronomie nun offiziell geschlossen. Gäste, die in der Vorwoche die Gastronomie besuchen wollten, konnten feststellen, dass sich etwas geändert hat. Wie Steiniger sagt: "Die Kosten sind einfach nicht mehr zu tragen. Wir müssen hier in der Klostergastronomie sehr viel Energie zum Heizen einsetzen, ohne dass wir ausreichend Gäste haben. Dies kann so nicht weiter gehen. Deshalb habe ich mich, wenn auch mit Wehmut, von diesem Traum verabschieden müssen“. Besonders leid tut ihm dies für seine Mitarbeiter, die immer vollen Einsatz gezeigt hätten. Ganz betroffen macht ihn die Tatsache, dass bereits besprochene und auch schon abgeschlossene Ausbildungsverträge zurückgenommen werden mussten.

In diesem Jahr, so Steiniger weiter, habe es auch keine Möglichkeiten gegeben, ein "Polster“ durch Veranstaltungen anzulegen. Hierzu wären verschiedene Auflagen zu erfüllen gewesen, deren Finanzierung den Betrieb überfordert hätte, so Steiniger weiter. Eine Unterstützung seitens des Eigentümers des Klosters, dem Erzbistum Köln, sei abgelehnt worden. Hinzu seien zeitliche Abläufe gekommen, die Planungen schlicht unmöglich machten. "Man kann nicht im Juni anfangen, ein Sommerevent mit Konzerten zu planen. Dies ist schon aufgrund der Termine der Musikgruppen illusorisch“, sagte Steiniger.



Als amtierender Kreisvorsitzender der DEHOGA befürchtet Steiniger, dass es voraussichtlich noch weitere Gastronomiebetriebe treffen werde. "Wenn nicht endlich Hilfen für alle Energieträger beschlossen werden, wird es zu einem Sterben der Gastronomie kommen“, ist sich Steiniger sicher. Er selber habe eine neue Herausforderung in Waldbröl gefunden. Dort sei er Angestellter und habe nun einige Sorgen weniger. (kkö)


Mehr dazu:   Marienthal (Westerwald)  
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