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Nachricht vom 11.07.2011    

Lärmaufschlag für Güterzüge beschlossen

Landkreis Neuwied und IG Bahnlärm Leutesdorf: “Endlich ein erster konkreter Schritt!“

Region. In den vergangenen Monaten wurde viel diskutiert und gefordert. Jetzt wird nach einer Vereinbarung zwischen Bundesverkehrsministerium und der Deutschen Bahn als Netz-betreiberin ab Ende 2012 die Nutzung des Gleisnetzes für laute Waggons spürbar teurer.

Ist bald Endstation für laute Züge, die ihre Lärmabgabe nicht zahlen? Der Landkreis Neuwied und die IG Bahnlärm Leutesdorf sind zuversichtlich. Foto: Arno Bachert/pixelio.de

Der 1. Kreisbeigeordnete des Landkreises Neuwied, Achim Hallerbach, und Erich Schneider von der IG gegen Bahnlärm und –erschütterung e.V. Leutesdorf begrüßen diesen ersten Schritt zum Start der konkreten Lärmminderung am bahneigenen und privaten Fuhrpark. Damit werde auch eine der beim Internationalen Bahnlärmkongress in Boppard aufgestellten Forderungen umgesetzt.

Konkrete Maßnahmen werden auch im 10-Punkte-Programm „Leises Rheintal“ der Umwelt- und Verkehrsminister von Rheinland-Pfalz und Hessen gefordert. Bei dem Bopparder Kongress, bei dem mehr als 40 bundesdeutsche und europäische Initiativen mit Wissenschaftlern, Politikern und Fachleuten zusammen kamen, wurde als zentrale Botschaft herausgearbeitet, dass Bahnlärm krank macht und deshalb dringender Handlungsbedarf zur Verminderung dieser Beeinträchtigungen besteht.

Lärmabhängige Nutzungsentgelte sollen einen Anreiz zur Umrüstung von Güterwaggons schaffen. Dennoch wird die Bahn für den Umbau ihrer eigenen Waggons noch eine lange Zeit brauchen, heißt es in einer gestern veröffentlichten Erklärung der Neuwieder Kreisverwaltung. Erst recht sei die Dauer der Umrüstung durch ausländische und private deutsche Wagenbetreiber schwer abzuschätzen.



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Deshalb und vor dem Hintergrund der vorliegenden Prognosen zur Zunahme des Güterverkehrs auf der Schiene müssen parallel weitere Maßnahmen ergriffen werden, fordert die Kreisverwaltung. Dazu gehören auch die derzeit angestellten Überlegungen, den Güterverkehr aus dem Rheintal auf neue Bahntrassen zu verlagern.

Wichtig ist nach Ansicht des Kreisbeigeordneten Achim Hallerbach und der IG Bahnlärm, dass sich die zuständigen Institutionen in einem konkreten Zeit- und Stufenplan verbindlich festlegen, wie das im nationalen Verkehrslärmschutzpaket II formulierte Ziel, den Schienenlärm zu halbieren, erreicht werden soll.


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