Werbung

Pressemitteilung vom 31.10.2022    

Wildunfälle bei Dunkelheit und Nebel vermeiden

In den Herbst- und Wintermonaten, der sogenannten dunklen Jahreszeit, kommt es vermehrt zu Wildunfällen. Denn: Auch wenn unser Tagesablauf derselbe bleibt, sind viele Wildtiere jetzt früher und auch länger unterwegs.

Symbolbild
(Foto: VIERPFOTEN)

Region. "In Herbst und Winter überschneiden sich die Tagesabläufe von Mensch und Tier und das kann zu folgenschweren Unfällen führen", weiß Eva Lindenschmidt, Diplom-Biologin und stellvertretende Betriebsleiterin der VIER PFOTEN Wildtierstation TIERART. Die Expertin gibt Tipps, worauf Verkehrsteilnehmer jetzt achten sollten.

Viel Verkehr zur selben Zeit

Viele heimische Wildtiere wie Wildschweine, Igel oder Füchse sind nachtaktiv. Auch Rehe, Wildkaninchen und Hasen sind vermehrt im Morgengrauen bzw. in der Abenddämmerung unterwegs. Während sich die Tiere nach der Sonne richten, ändert sich unser Tagesrhythmus auch an den nun kürzeren Tagen nicht. Am frühen Morgen und zu Feierabendzeiten kommt es daher vermehrt zu Wildunfällen. "Im Herbst und Winter, wenn die Tage kürzer sind, kreuzen sich eher die Wege von Mensch und Tier. Wildtiere sind in der Dunkelheit auf der Suche nach Nahrung und nach einem Quartier für den Winter. Ein Risikofaktor ist derzeit also das erhöhte Mensch-Tier-Verkehrsaufkommen auf unseren Straßen. Schlechte Sicht verschärft die Situation zusätzlich", sagt Eva Lindenschmidt. "Um Unfälle zu vermeiden, sollten vor allem Autofahrer und Autofahrerinnen das Tempo drosseln, ausreichend Abstand zum Vordermann haben und jederzeit bremsbereit sein."

Bremsen, hupen, abblenden
Vor allem in Gefahrenzonen wie Wäldern, Feldwegen und an nicht besiedelten Landstraßen ist erhöhte Aufmerksamkeit erforderlich. Insbesondere wo ‚Achtung Wildwechsel'- Schilder oder blaue Reflektoren an den Straßenleitpfosten angebracht sind, sollte man vorsichtig sein. "Wenn man ein reflektierendes Augenpaar am Straßenrand sieht, sollte man abbremsen, hupen und die Scheinwerfer abblenden. Denn ein geblendetes Reh oder andere Wildtiere erstarren oft im Lichtschein", rät Diplom-Biologin Eva Lindenschmidt.



Ein Tier kommt selten allein
Bei einer Kollision mit größerem Wild nimmt nicht nur das Tier Schaden, auch für Autofahrer kann ein Unfall tödlich enden. "Gerade bei Rehen oder Wildschweinen sollte man einen Moment abwarten, denn wo ein Tier ist, folgen in der Regel noch weitere. Läuft tatsächlich Wild auf die Straße, sollte man versuchen, kontrolliert zu bremsen. Hektische Ausweichmanöver können für einen selbst oder auch für entgegenkommende Autos gefährlich werden", so die VIER PFOTEN Expertin.

Nicht anfassen
Ist es doch zu einem Wildunfall gekommen, gilt es zunächst, die Unfallstelle sorgsam abzusichern. Auch wenn das angefahrene Tier geflohen ist, sollte man den Notruf wählen und den Unfall melden. Mit Ausnahme von Berlin, Hamburg, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen ist dies sogar Pflicht. Liegt das Tier verletzt oder tot auf der Straße, sollte man Abstand halten, es nicht anfassen und auf die Polizei beziehungsweise den zuständigen Jäger oder Förster warten. "Auf keinen Fall das Tier berühren. Wenn es noch lebt, steht es unter immensem Stress. Ein angefahrenes Wildschwein in Todesangst kann sehr gefährlich sein", warnt Eva Lindenschmidt.
(PM)


Mehr dazu:   Ratgeber  
Feedback: Hinweise an die Redaktion

NR-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.

Anmeldung zum NR-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Kreis Neuwied.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Region


Zwischen Vulkanismus und Stadtgeschichte: Zwei Führungen laden zum Wandern und Erkunden ein

Feurige Vergangenheit trifft auf bewegte Stadtgeschichte: Am Sonntag, 6. September, lädt die Tourist-Information ...

Ellen Demuth MdB unterstützt Forderung nach Bürokratieabbau für Landwirte

Ellen Demuth MdB, die direkt gewählte Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Neuwied-Altenkirchen, unterstützt ...

Wie Norbert Muth nach einem Motorradunfall sein Leben zurückeroberte

Am 20. August 2023 verändert sich das Leben von Norbert Muth innerhalb weniger Sekunden. Auf seinem Motorrad ...

Erfolgreicher Abschluss an der Pflegeschule am Heinrich-Haus

Kürzlich feierten sechs Absolventinnen und Absolventen der Pflegeschule am Heinrich-Haus ihren erfolgreichen ...

Blutspenden in Neuwied: DRK ruft zur Teilnahme auf

In den kommenden Tagen organisiert das Deutsche Rote Kreuz mehrere Blutspendetermine in Neuwied. Nach ...

Premiere in Ariendorf: Erster Hofflohmarkt lädt zum Stöbern ein

Am Samstag, den 5. September, öffnet Ariendorf seine Höfe und Einfahrten für einen besonderen Anlass. ...

Weitere Artikel


Für Fans der Americana-Musik: "Parsley" Freitag im Zeughaus Bad Honnef

Mit großer Spannung erwarten die Freunde der Americana-Musik am kommenden Freitagabend (4. November) ...

NABU Waldbreitbach lädt zum Monatstreff ein

Der NABU Waldbreitbach lädt wieder zum monatlichen Treff in der Dorfschänke am 14. November in Niederbreitbach ...

St. Martins-Umzug in Oberbieber am 11. November

Das Martinsfeuer im Neuwieder Stadtteil Oberbieber, ausgerichtet vom Heimat- und Verschönerungsverein, ...

Jubilarehrung der IG Metall Neuwied

Am vergangenen Freitag (28. November) fand die Jubilarehrung der IG Metall Neuwied statt. Insgesamt sind ...

"Et wor widda schön" bei der Herbstwanderung des OGV Rheinbreitbach

An der katholischen Kirche in Rheinbreitbach trafen sich etwa 30 gut gelaunte Mitglieder des Obst- und ...

Arbeitssieg in Kirchberg: FV Engers bleibt in der Oberliga oben dran

Der FV Engers bleibt im Spitzentrio der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar. Mit einem 2:1-Auswärtssieg in ...

Werbung