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Nachricht vom 24.09.2022    

21. Bauernmarkt im Kirchspiel Anhausen lockte wieder die Massen

Endlich wieder Bauernmarkt im Kirchspiel Anhausen: Am Samstag (24. September) tummelten sich Massen von Besuchern zwischen den Marktständen in Anhausen. Als hätte man es nicht abwarten können, pilgerten bereits eine Stunde vor der offiziellen Eröffnung wahre Menschenströme zur Marktzone, die sich in den Straßen in der Nähe des Dorfgemeinschaftshauses (DGH) befand.

Beim Bauernmarkt gab es nicht nur Blumen über Blumen. (Fotos: Wolfgang Rabsch)

Anhausen. Hinter dem DGH wurde die offizielle Eröffnung des traditionellen Bauernmarktes durchgeführt, dazu fanden sich viele Gäste ein, die sich auf dem multifunktionalen Platz trafen. Pünktlich um 11 Uhr ergriff Bürgermeister Heinz-Otto Zantop das Mikrofon und damit das Wort. Eingangs zeigte sich der Bürgermeister sehr zufrieden mit den äußeren Umständen, denn trotz der unsicheren Wettervorhersagen hatte der Wettergott bestes Marktwetter zur Erde geschickt. Zantop ließ kurz noch einmal die Geschichte des Bauernmarkts aufleben, die unverrückbar mit der Gründung der Agenda-Frauen im Jahr 2000 verbunden ist. Die Agenda-Frauen haben sich auf die Fahnen geschrieben, einen Markt zu organisieren, bei dem nur regionale Produkte und regionale Anbieter ausstellen dürfen. Die Erlöse, die durch gespendeten Kuchen und Kaffee erzielt wurden, haben inzwischen magische 60.000 Euro erreicht, die an soziale und gemeinnützige Zwecke in der Gemeinde verteilt wurden. Der Einsatz der Agenda-Frauen wurde mit lautem Beifall bedacht. Landrat Hallerbach bezeichnete den Bauernmarkt in Anhausen sogar als Leuchtturmprojekt im Kreis Neuwied. Mehr Lob von oberer Stelle kann es eigentlich nicht geben.

Aus der Region für die Region
Dann kam etwas Wehmut auf, als Heidelore Momm, die Chefin der Agenda-Frauen erklärte, dass der 21. Bauernmarkt auch ihr letzter gewesen sei. Sie sei seit der Gründung 2000 immer aktiv an der Organisation beteiligt gewesen, nun wäre es an der Zeit gekommen, Platz für eine Jüngere zu machen. Vor den Zuschauern warb Heidelore Momm um jüngere Frauen, die sich gerne bei den Agenda-Frauen engagieren können. Sie berichtete, dass sich etwa 60 Aussteller angemeldet haben, die nur aus der Region stammen, und regionale Produkte anbieten dürfen. Das Schlagwort lautet: „Aus der Region - für die Region. Regionalität und Qualität“. Heidelore Momm verabschiedete sich mit den Worten: „Wir sehen uns zum 22. Bauernmarkt am 30. September 2023“.



Die rund 60 Anbieter hatten alles anzubieten, was das Herz begehrt: Regionale Fleisch- und Wurstwaren, frisches Brot aus dem mobilen Backes, Blumen über Blumen für herbstliche Bepflanzung, warme gestrickte Kleidung, Bilder und Fotos, Metallarbeiten und so weiter. Man konnte einer Spinnerin bei der Arbeit an ihrem Spinnrad zusehen, ebenso war ein Korbflechter tätig, die Herstellung von Colliers aus den verschiedensten Materialien konnte bewundert werden, Blumentöpfe wurden bemalt, beim Imkerverein gab es Mitmachaktionen und Kindern konnte man beim Basteln zusehen. Eine große Attraktion auf dem Bauernmarkt waren die vier niedlichen Alpakas, an denen vor allen Dingen Kinder ihre helle Freude hatten.

Im Dorfgemeinschaftshaus und auf dem Außengelände dahinter, konnte man sich zu einem kühlen Drink verabreden, oder bei Kaffee und Kuchen zu einem Kaffeeklatsch treffen. Es soll unbedingt erwähnt werden, dass 150 Kuchen zur Verfügung gestellt wurden. Beachtenswert ist die Tatsache, dass diese Kuchen nicht nur aus Anhausen stammen, sondern aus dem gesamten Kirchspiel Anhausen gespendet wurden. Wie eingangs erwähnt, wird der gesamte Erlös des Kuchenverkaufs wieder sozialen Zwecken zugeführt.
Beim Rundgang über den traditionellen Markt konnte man leicht nostalgische Gefühle bekommen, denn es war alles gemütlich und ohne Hektik ausgestellt, ohne Ramsch und Billigwaren aus Fernost. (Wolfgang Rabsch)


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