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Pressemitteilung vom 02.09.2022    

Stadtwerke Neuwied zur Gasumlage: "Wer sichergehen will, erhöht die Abschläge"

Zu niedrige Abschläge? Falscher Mehrwertsteuersatz? Die Stadtwerke Neuwied (SWN) erhalten dazu gerade Anfragen, nachdem die Kunden die Schreiben zu den neuen Gasumlagen erhalten haben. In beiden Fällen lautet die Antwort: Die Angaben sind richtig. Das haben die Stadtwerke nun in einer Presseinformation mitgeteilt.

(Symbolfoto)

Neuwied. Durch die neuen Gasumlagen, mit denen die Bundesregierung die Lieferketten sicherstellen will, steigt der Gaspreis. In der Grundversorgung, so rechnen die SWN vor, beträgt die Steigerung mit der Erhöhung um 3,048 Cent (ohne Mehrwertsteuer) rund 45 Prozent. Müssten dann nicht auch die Abschläge entsprechend steigen? „Nein“, erklärt Geschäftsfeldleiterin Andrea Haupt. „Es handelt sich um einen sogenannten gewichteten Abschlag.“ Man habe berücksichtigt, dass zum Jahresbeginn der Winter milder und die Verbräuche rund 20 Prozent geringer waren. Zudem seien in der kommenden Heizperiode geringere Verbräuche durch eine gestiegene Sparsamkeit zu erwarten. „Aufgrund des bisherigen Wetterverlaufs und der Schätzungen sind die Abschläge so bemessen, dass es in der Jahresverbrauchsabrechnung zu keinen größeren Nachzahlungen kommen sollte.“

SWN-Geschäftsführer Stefan Herschbach erklärt: „Wir wollen von den Kunden nicht mehr einfordern als notwendig. Die Gasumlage wird 1:1 an den Staat durchgereicht. Wir haben davon nichts, und wir wollen auch die Abschläge nicht einseitig aufblähen.“ Letztlich seien die Beträge, die am Jahresende auflaufen, natürlich durch den individuellen Verbrauch bestimmt. Viele Kunden melden sich daher, um ihre Abschläge von sich aus zu erhöhen, sagt Andrea Haupt: „Höhere Kosten sind besser zu verkraften, wenn man sie zeitlich verteilt.“ Sie empfiehlt, den Abschlag zum Beispiel um weitere 20 Prozent zu erhöhen, um auf der sicheren Seite zu sein.




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Die Unklarheit um die Mehrwertsteuer ist indessen leicht erklärt: „Wir müssen immer den geltenden Mehrwertsteuersatz angeben.“ Der liegt nach wie vor bei 19 Prozent, so Herschbach. „Der Kanzler hat die Senkung angekündigt. Sie muss aber formal beschlossen werden. Dazu gehört auch die Zustimmung der Länder.“ Das steht noch aus. Klar sei, dass man die Senkung, wie jetzt auch die Erhöhung durch die Umlagen, bis auf den Cent an die Kunden weitergebe, so Herschbach: „Das war bisher so, das wird sich auch nicht ändern.“

(Pressemitteilung SWN)


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