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Pressemitteilung vom 01.09.2022    

Zoo in Neuwied hat neue Bewohner: Nacktgesichtshokkos

Wer im Zoo Neuwied nach etwas Ruhe sucht, der wird im Waldrevier fündig: Nur ein Teil der Zoobesucher nimmt den Anstieg in diesen höher gelegenen Teil des Zoos auf sich, obwohl es dort gerade im Sommer durch den dichten Baumbestand angenehm kühl ist. Und auch die Bewohner der dortigen Gehege sind eher ruhige Vertreter: Weder die Kängurus noch die Wildkatzen, Dachse oder Fasane sind für ihre Lautäußerungen bekannt. Jetzt sind auch noch Nacktgesichtshokkos in das Waldrevier eingezogen.

Der Nacktgesichtshokko stammt aus Südamerika. (Foto: Zoo Neuwied)

Neuwied. Nachts hört man im Waldrevier vielleicht mal einen Eulenruf, tagsüber jedoch sind außerhalb der Emu-Balz nur selten Tiergeräusche zu hören. Nun könnte sich das ändern: "Wenn demnächst ein dumpfes Dröhnen ertönt, das klingt, wie wenn Jemand über den Rand einer Flasche bläst, dann ist es entweder ein Zoobesucher mit einer Flasche, oder unser neuer Hokko-Hahn“, beschreibt Kurator Max Birkendorf die Töne seiner neuen Schützlinge. Ein Pärchen Nacktgesichthokkos ist in eine der Volieren im Waldrevier eingezogen – „Übergangsweise“, betont Birkendorf, denn: „Langfristig sollen die Hokkos in die jetzige Voliere der Paradieskraniche gegenüber der Löwenanlage einziehen. Dazu müssen aber erst die Kraniche ins Kranichufer umziehen, das neben dem Avimundo liegt und derzeit kurz vor der Vollendung steht".

Die Nacktgesichtshokkos werden also aller Voraussicht nach einige Wochen im Waldrevier zwischen Eulen und Fasanen wohnen. Die großen Hühnervögel sind Waldbewohner aus Südamerika, und sind als schlechte Flieger dort außerhalb ihrer Ruhephasen meist am Boden anzutreffen, wo sie nach Nüssen, Samen und Früchten suchen. Die Tiere leben in monogamen Paaren, und weisen einen deutlichen Sexualdimorphismus auf, Männchen und Weibchen sind also klar voneinander zu unterscheiden: "Die Männchen sind tiefschwarz mit einem leuchtend gelben Schnabel und auffälligem lockigem Federschopf“, beschreibt der Kurator. "Bei den Weibchen ist die gelbe Partie am Schnabel kleiner und blasser. Dafür ist bei ihnen das schwarze Gefieder ab der Brust abwärts gelbbraun gebändert, und die Beine sind leuchtend gelb. Und auch ihre Federhaube ist zwar kleiner, jedoch hübsch schwarzweiß gefärbt".



Max Birkendorf freut sich über die Neuzugänge, und findet: "Das sind faszinierende Vögel, die toll klingen und hübsch aussehen – viel schöner jedenfalls, als ihr Name vermuten lässt". (PM)



Lokales: Neuwied & Umgebung
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