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Nachricht vom 08.08.2022    

Wie das Neuwieder "Bootshaus" wieder zum Schmuckstückchen werden soll...

Immer, wenn Reiner Bermel, Vorsitzender des Neuwieder Wassersportvereins (WSV) und somit auch Verantwortlicher für das im Vereinsbesitz befindliche Bootshaus, in den vergangenen Wochen in der Rheinstraße mit seinem alt-ehrwürdigen englischem "Taxi" am vereinseigenen Gebäude vorfuhr, dann waren dort zweifellos einige Besonderheiten zu erwarten.

Das "Bootshaus" zwischen Rheinstraße und Hochwasserdeich soll unter der Ägide von Jessica Maxein und Markus Fischbach wieder zum Wohlfühl-Refugium werden. (Fotos: Jürgen Grab)

Neuwied. Vor allem nahm er oftmals gemeinsam mit weiteren Vorstandsmitgliedern des WSV notwendige Instandsetzungsarbeiten vor, um den beabsichtigten Eröffnungstermin am 4. August unbedingt einhalten zu können.

Die meiste Arbeit jedoch verrichteten dort in den vergangenen Wochen die neuen Gastgeber im traditionsreichen Bootshauses an der Rheinstraße, die "Wirtsleute" Jessica Maxein und Markus Fischbach. Gemeinsam hatten die doch etwas nervösen künftigen Gastgeber zusammen mit Reiner Bermel die letzten noch zu regelnden Überlegungen für die bevorstehende Gaststätten- und Saalübernahme angestellt, damit das in den 1920iger Jahren errichtete Bootshaus in den Händen von Jessica und Markus, die beide einschlägige gastronomische Vorerfahrhungen mitbringen, jetzt wieder den "einkehrenden" Gästen als ein unbedingt gastfreundliches Haus zur Verfugung steht.

Am 5. August 1921, also vor 101 Jahren, gründeten 30 Bürger den Wassersportverein. Es war das Ziel der Vereinsgründer, einer breiten Bevölkerungsschicht die Sportarten Schwimmen, Paddeln und Rudern anzubieten. Schon ein Jahr später bestand der Verein aus 220 Mitgliedern und rechtfertigte damit die Idee der Vereinsgründung.
Im Jahr 1925 standen den Vereinsmitgliedern 30 Wanderboote und ein Rudervierer zur Sportausübung zur Verfügung. Der Bootsbestand und die Mitgliederzahl des jungen Vereins vergrößerten sich zusehends. Deshalb schien es dem Verein unbedingt notwendig, ein eigenes Bootshaus zu bauen, dessen Grundstein am 20. August 1926 gelegt wurde. Mit großem Idealismus und unermüdlichem Arbeitseifer schafften es die damaligen Mitglieder, das Bootshaus größtenteils in Eigenarbeit in knapp einem Jahr fertigzustellen. Am 30/31. Juli 1927 wurde das Bootshaus, also vor 95 Jahren, festlich eingeweiht, so ist in der Chronik des WSV nachzulesen, wobei im unteren Bereich des Gebäudes die Boote untergebracht und im oberen Gaststuben eingerichtet wurden.




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Jetzt wurde am vergangenen Donnerstag Jahren das Bootshaus in Anwesenheit von etlichen Mitgliedern des Wassersportvereins erneut als Gast- und Wirtshaus in Beschlag genommen.
"Als uns der bisherige Pächter verlassen hat, standen wir wieder einmal vor der Frage, was nunmehr mit unserem "Bootshaus" geschehen soll. Damit mögliche Interessenten an einer Übernahme der Gaststätte und des Saales auch die entsprechenden Bedingungen vorfinden, haben wir in einer Mitgliederversammlung beschlossen, eine umfassende Renovierung der Räumlichkeiten in die Wege zu leiten, damit auch die entsprechenden Voraussetzungen für eine ordnungsgemäße Übergabe gegeben sind. Denn wir wollten diese Gaststätte unbedingt auch weiterhin als Treffpunkt des gepflegten, preisgünstigen Essens und Trinkens sowie kultureller Aktivitäten erhalten", erläuterte WSV-Vorsitzender Reiner Bermel.

Wenn dann im Herbst im Saal der Gaststätte wieder unterhaltende Veranstaltungen und Vereinsversammlungen stattfinden können, dann ist das, was sich der WSV sowie die engagierten Pächter überlegt haben, nämlich gutes Essen und leckeres Bier und später auch eine ansprechende Unterhaltung anzubieten, unbedingt gewährleistet. (Jürgen Grab)


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