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Nachricht vom 29.07.2022    

Sonderprojekt "Meine Gesundheit – Digital.Nah.Neuwied" legt los

Das Neuwieder Projekt "MeineGesundheit – Digital.Nah.Neuwied" ist ein sogenanntes "Sonderprojekt" im Rahmen eines Modellvorhabens des Bundes: "Smarte.Land.Regionen". Dabei geht es darum, modellhafte Anwendungen zur Digitalisierung der Daseinsvorsorge zu entwickeln und zu erproben – so, dass sie im Idealfall bundesweit übertragbar sind. Der Fokus liegt dabei auf der gesundheitlichen Versorgung.

Landrat Achim Hallerbach und Kerstin Schwanbeck-Stephan von der Kreisverwaltung begrüßen die neue Projektmanagerin Franziska Beckmann (Bildmitte). (Foto: Kreisverwaltung Neuwied)

Neuwied. "Wir wissen, dass es unter anderem im Bereich der hausärztlichen Versorgung zu einem erheblichen altersbedingten Nachbesetzungsbedarf kommen wird. Diesen werden wir im Kreis Neuwied wohl genauso wenig flächendeckend bedienen können, wie viele andere Regionen auch. Also gilt es, intelligente Lösungen zu finden, um die möglicherweise entstehende Lücken durch qualitative Konzepte zu schließen", blickt Landrat Hallerbach in die Zukunft.
Genau da setzt das Projekt an.

Ziel: Aufbau von digitalem Ökosystem
Aufgabe des Teams um Projektmanagerin Franziska Beckmann ist es, eine digitale Anwendung zu etablieren, die sich auf die Unterstützung der regionalen gesundheitlichen Daseinsvorsorge konzentriert. Ziel ist es, ein "digitales Ökosystem" aufzubauen und die gemeinsame Online-Plattform "meinegesundheit-neuwied.de" für die Bürger des Landkreises bereitzustellen.

"Für den Erfolg sind wir auf die Unterstützung aller Bürger und Experten aus dem Gesundheitswesen angewiesen. Wir laden Sie herzlich dazu ein, sich aktiv bei der Gestaltung ihrer regionalen Gesundheitsversorgung einzubringen", lädt Landrat Achim Hallerbach die Bürger ein, sich in den unterschiedlichen Projektphasen aktiv einzubringen.

Erste Projektfortschritte sind bereits zu erkennen: Der Forschungsschwerpunkt "Digitale Modellregion Gesundheit Dreiländereck" (DMGD) der Lebenswissenschaftliche Fakultät an der Universität zu Siegen führt aktuell eine wissenschaftliche Bedarfsanalyse im Landkreis durch. Im Rahmen der Analyse kommen ausgewählte Experten aus den unterschiedlichen Sektoren "ambulante und stationäre Gesundheitsversorgung", "ambulante und stationäre Pflege", "Verwaltung und Politik" sowie ausgewählte Bürger zu Wort. Sie werden in Interviews dazu befragt, was aus ihrer Perspektive eine gute gesundheitliche Versorgung der Zukunft ausmacht und wie sie gestaltet sein sollte.



"Die ersten Interviews geben einen spannenden Einblick in den Bereich Digitalisierung im Gesundheitswesen und werden sicherlich einen großen Mehrwert für die Umsetzung des Projekts bringen", freut sich Projektmanagerin Franziska Beckmann und gibt auch gleich einen weiteren Ausblick: In einem zweiten Schritt sollen im Herbst 2022 die Bürger im Rahmen einer schriftlichen Umfrage zur regionalen Gesundheitsversorgung befragt werden. Außerdem wird aktuell eine Beteiligungsplattform vorbereitet, auf der der regionale Austausch und die Mitgestaltung des Vorhabens "Meine Gesundheit – Digital.Nah.Neuwied" stattfinden soll.

Zum aktuellen Projektfortschritt wird laufend auf der Homepage des Landkreises informiert: Meine Gesundheit - Digital.Nah.Neuwied | Kreisverwaltung Neuwied.

(PM)


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