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Pressemitteilung vom 05.07.2022    

Utamara-Projekt fördert Selbsthilfe geflüchteter Frauen

Das einjährige Projekt “Empowerment von Sprach- und Kulturmittler*innen als Multiplikator*innen für die Vermittlung und Wahrnehmung von sexuellen und reproduktiven Rechten geflüchteter Menschen” der Kasbacher Frauenbegegnungsstätte Utamara dient der Stärkung der Selbsthilfe von geflüchteten Frauen.

Die Teilnehmerinnen des Projekts stammen aus vielen Kulturen. (Fotos: Utamara)

Kasbach-Ohlenberg. Seit einem halben Jahr wurde an drei Bildungswochenenden Qualifizierungsseminare zu den Themen Frauengesundheit, Sprachmittlung, Mädchen- und Frauenrechte durchgeführt. Feministische Prinzipien und Haltung im Rahmen von interkultureller Kommunikation sind ebenso Schwerpunkte, wie körperliches Wohlergehen und seelische Gesundheit. Dazu gehört auch ein gesundes und befriedigendes Sexualleben führen zu können, frei von Missbrauch und vor sexuell übertragbaren Krankheiten geschützt zu sein. Durch Diskussionen über erlebte Konflikte in der Beratung und zu Selbstbestimmung von Frauen bei der Familienplanung entsteht ein wertvoller Erfahrungsaustausch, der gesellschaftliche Probleme in Deutschland sichtbar macht. Deshalb sind Methoden und Rollentrainings ein Teil der Ausbildung. Diese dienen auch zur Unterstützung und Bewältigung von eigener Betroffenheit.

Die Teilnehmerinnen aus vielen Kulturen gehen in der zweiten Jahreshälfte über in den Praxisteil des Projekts und sammeln in Sprachmittlungseinsätzen viele Erfahrungen. Begleitet wird dieser Lernprozess von einer Supervisorin. Darüber hinaus lernen die Teilnehmerinnen einen sensiblen Umgang mit den Folgen von Traumatisierung, insbesondere im Kontext von Flucht und erlebter Kriegsgewalt und wurden befähigt, überlebenden nach Deutschland geflohenen Frauen eine bessere Unterstützung zu bieten.



Gefördert ist das Projekt durch das Bundesamt für Migration, Flüchtlinge und Integration.
Die Vorsitzende des Beirates für Migration und Integration des Kreises Neuwied, Violetta Jasiqi, steht als Projektleitung und Ansprechpartnerin für weitere Informationen und Nachfragen Dienstag und Donnerstag von 9.30 bis 13.30 Uhr zur Verfügung.

Auch für junge Frauen und Mädchen veranstaltete die Frauenbegegnungsstätte kürzlich ein Workshop „em*power“ zu feministischer Selbstverteidigung. Auch die Teilnahme an online-Fortbildungen beispielswese zum Thema „Weibliche Genitalverstümmelung und Früh- und Zwangsverheiratung“ haben das Ziel, mit starken Frauen zu einer gesunden Gesellschaft beizutragen. (PM)


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