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Nachricht vom 20.06.2022    

Kreis Neuwied baut Sirenennetz konsequent wieder auf

Sirenen für mehr Sicherheit: Der Kreis Neuwied zieht Lehren aus der Ahrtal-Katastrophe und nimmt Millionen Euro in die Hand, um sich für hoffentlich nie eintretende Katastrophenfälle besser zu wappnen. Wie Landrat Achim Hallerbach mitteilt, sollen in den kommenden Jahren insgesamt 160 elektronische Sirenen zur Warnung der Bevölkerung im Krisenfalls angeschafft werden.

V.l.: Dierdorfs Wehrleiter Andreas Schmidt, Volker Lemgen vom Amt für Brand- und Katastrophenschutz der Kreisverwaltung und Landrat Achim Hallerbach.

Kreis Neuwied. In einem ersten Schritt werden dieses Jahr noch 20 Stück gekauft, 2023 sollen 40 weitere folgen. „Wir haben die wichtigsten Stellen priorisiert und werden die Anlagen gezielt aufstellen“, sagt Landrat Achim Hallerbach und konkretisiert: „Abgestimmt mit unserem Brand- und Katastrophenschutz-Inspekteur Holger Kurz und Vertretern von Feuerwehren und Kommunen werden wir die ersten 60 Stück an potenziell von Starkregen oder Hochwasser bedrohten Orten platzieren: entlang des Rheins, der Wied sowie von Holz- und Saynbach“. Der Kreis Neuwied hat zudem bereits zwölf neue „Mobile Hochleistungsbeschallungsanlagen“ - kurz Mobelas – angeschafft und der Stadt sowie den Verbandsgemeinden zur Verfügung gestellt.

Nur für Warnung der Bevölkerung
Die Anlagen sind explizit für die Warnung der Bevölkerung vorgesehen und nicht zur Alarmierung der Feuerwehren, die praktisch komplett auf elektronischem Weg individuell über den „stillen Alarm“ zum Einsatz gerufen werden. Dies hatte in den vergangenen Jahren dazu geführt, dass die Sirenen überflüssig erschienen und immer mehr abgebaut wurden. Die Ahrflut hat hier zu einem Umdenken geführt.




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Zu den Kosten: Wenn die neuen Sirenen auf einem bestehenden Dach angebracht werden können, ist pro Stück mit 15.000 Euro zu kalkulieren, bei sogenannten Mastsirenen schlagen 25.000 Euro zu Buche. Da der Bund mit seinem Sirenenförderprogramm die Anschaffung finanziell unterstützt, plant der Kreis Neuwied für dieses Jahr mit 100.000 Euro an eigenen Aufwendungen.

(PM)


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