Werbung

Pressemitteilung vom 14.06.2022    

Impflotsen nehmen ukrainische Flüchtlinge in den Fokus

Direkt ansprechen, praktisch helfen, Zweifel mit guten Argumenten ausräumen: Das war und ist die Devise der Impflotsen. Mit dem im Landkreis sehr früh und modellhaft auf den Weg gebrachten Projekt sind zahlreiche, sogenannte impfferne Gruppen erreicht worden. Ein großer Erfolg, der fortgesetzt wird - mit neuem Schwerpunkt.

Seit Anfang des Jahres sind in Stadt und Kreis Neuwied Impflotsen unterwegs und sprechen Menschen gezielt an. Jetzt nehmen sie ukrainische Flüchtlinge in den Fokus und werden dafür von Dolmetschern begleitet. (Foto: KV Neuwied)

Kreis Neuwied. Kreis und Stadt Neuwied nehmen bei der Impflotsenarbeit nun besonders die ukrainischen Flüchtlinge in den Fokus. Dabei wird nicht alleine für die Corona-Impfung geworben, sondern auch auf alle von der Stiko empfohlenen Impfungen hingewiesen. Bei Bedarf klären die Lotsen aber nicht nur theoretisch auf, sondern helfen ganz praktisch - bis hin zur Vereinbarung von konkreten Terminen.

Damit das gelingen kann, sind ukrainisch sprechende Ehrenamtliche sowie eine aus der Ukraine stammende Mitarbeiterin der Neuwieder Hilfsorganisation „Eirene“ als Dolmetscher gewonnen worden. „Sie gehen gemeinsam mit den bereits etablierten Lotsen auf die geflüchteten Menschen zu und sprechen sie an“, berichtet Kreis-Koordinatorin Rita Hoffmann-Roth. Die Menschen sollen sowohl in den Gemeinschaftsunterkünften, in Sprachkursen wie auch bei speziellen Angeboten für Geflüchtete erreicht werden.

„Im Vordergrund steht der größtmögliche Schutz vor Infektionserkrankungen für die Flüchtlinge“, sagt Landrat Achim Hallerbach. Es sei mittlerweile weithin bekannt, dass die Impfquoten aus verschiedenen Gründen in den osteuropäischen Ländern, und so auch in der Ukraine, vergleichsweise niedrig sind. „Da viele dieser Menschen zu uns gekommen sind, wollen wir nicht einfach zusehen und hoffen, dass nichts passiert, sondern aktiv auf sie zugehen und sie aufklären“, hält er fest.



Von der Impfung überzeugen
Das bedeute aber nicht, dass die Anstrengungen, alle anderen Menschen von den Impfungen zu überzeugen, nachlassen. „Derzeit sinken die Coronazahlen. Aber der Herbst kommt. Impfungen sind eine sehr wirksame Maßnahme, um sich selbst, aber auch die Menschen im Umfeld vor schwerwiegende Erkrankungen zu schützen. Wir wollen kein weiteres Déjà-vu erleben“, betont der Landrat. Der Kreis Neuwied habe dieses Thema daher keinesfalls beiseitegelegt, sondern arbeite weiter daran, einen möglichst breiten Schutz der Bevölkerung zu erreichen und für (Auffrischungs-)Impfungen die Infrastruktur vorzuhalten.

Das Impflotsenprojekt in Stadt und Kreis Neuwied wird finanziell unterstützt von der Landeszentrale für Gesundheitsförderung (LZG).

(Pressemitteilung der Kreisverwaltung Neuwied)


Lokales: Neuwied & Umgebung

Jetzt Fan der NR-Kurier.de Lokalausgabe Neuwied auf Facebook werden!


Anmeldung zum NR-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Kreis Neuwied.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus der Region


Türöffner-Tag mit der Maus bei der Feuerwehr Oberraden-Straßenhaus

Oberraden. Morgens um 11 Uhr öffneten sich die Hallentore der Feuerwehr Oberraden-Straßenhaus für die Kinder und auch Erwachsenen. ...

UPDATE: Brennender Güterzug in Rheinbrohl

Rheinbrohl. Beim Eintreffen der ersten Kräfte stand ein Waggon des Güterzuges im Vollbrand. Der Waggon war mit Papier beladen. ...

Sanierung der L 256 im Ortsteil Reifert

Roßbach. Ein besonders schlechter Teilabschnitt der L 256, nämlich innerhalb des Ortsteils Reifert, wird saniert. Die Bauarbeiten ...

Hobbywinzer Dietmar Rieth stellt das Weinjahr 2022 vor

Neuwied. Hierzu ist Dietmar Rieth, der ehemalige Landtagsabgeordnete und hauptberuflich als Dipl.-Ingenieur im Bereich der ...

"Tag der Vereine" in Neuwied: Riesenerfolg für die Veranstalter

Neuwied. Als am frühen Morgen des vergangenen Samstags alle Zelte und Stände hergerichtet und die vielfältigen Info-Materialien ...

RLP Poetry Slam-Finale in Linz: Aus "Lucky Loser" wurde "Lucky Winner"

Linz. Poetry Slam ist längst mehr als Subkultur: Es ist immaterielles Unesco-Kulturerbe, vereint Comedy, Lyrik sowie Prosa ...

Weitere Artikel


"Westerwälder Naturtalente": Zweite Auflage der Ausbildungsfibel wird an allen Schulen verteilt

Region Westerwald. Es ist eine klassische Win-Win-Situation: Wenn junge Menschen nach dem Schulabschluss in der Heimat einen ...

K 71: Untersuchungen an der Mehrbachbrücke bei Dasbach

Asbach. Die Vollsperrung findet am Mittwoch, 22. Juni, ab 9 Uhr bis etwa 15 Uhr statt.
Im Einsatzfall wird eine direkte ...

Förderaufruf der Bürgerprojekte in der LAG Rhein-Wied: Bewerbungsschluss am 11. Juli

Kreis Neuwied. Mitmachen können Bürgerinitiativen oder gemeinnützige Vereine aus den Verbandsgemeinden Bad Hönningen, Linz, ...

Pfarrfest in Windhagen an Fronleichnam

Windhagen. Jung und Alt, Groß und Klein sind dazu eingeladen. Um 13 Uhr wird zunächst eine Andacht mit Eröffnung des Festes ...

Kinderchor St. Martin: Konzert zum 30. Geburtstag in Selhof

Bad Honnef. Das Konzert war ursprünglich für den 15. Juni geplant, musste aber wegen Corona verschoben werden. Es wird ein ...

Nach zwei Jahren Corona-Pause: MFZ Irlich feiert wieder Familientag

Neuwied-Irlich. Auch in diesem Jahr, am Donnerstag, 16. Juni, ist die Veranstaltung nach zwei Jahren coronabedingter Pause ...

Werbung